Finca
Endlich mal ein Spiel über “Malle”. Ja, richtig gelesen, die Ferien- und Skandalinsel schlechthin, wird mit einem Spiel gewürdigt. Allerdings begeben wir uns nicht in den Niederungen des “Ballermanns”, Sangria aus Eimer mit Strohhalmen oder Jürgen Drews, sondern wir widmen uns dem schönen Mallorca, mit Windmühlen und leckeren Früchten.
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Das Spiel bewegt sich auf zwei Ebenen. Auf einer, für diese Insel typischen, Windmühle bewegen wir unsere Figuren und sammeln Früchte ein, auf dem eigentlichen Spielplan werde ich die gesammelten Früchte abgeben, um damit Siegpunkte zu sammeln, wobei der Spielplan eher eine statistische Funktion hat. Die Bewegung auf der Windmühle ist recht übersichtlich. Das Startfeld meiner Figur gibt vor, wieviele Felder ich gehen muss, abhängig von der Anzahl Figuren (eigene, wie fremde), die dort stehen. Das Zielfeld meiner Bewegung gibt vor, wieviele Früchte der abgebildeten Sorte bekomme ich, ebenfalls abhängig von der Figurenzahl dort. Falls ich dabei eine der beiden markierten Linien überschreite, bekommen ich einen Eselskarren. Diese sind wichtig für die Lieferung der Früchte.
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Hier gibt es schon einige Möglichkeiten sich zum Ärgernis der Mitspieler zu entwickeln. Durch die Änderung der Figurenanzahl kommt der Mitspieler nicht mehr so weit wie er wollte oder er bekommt weniger Früchte. Ein anderes Stänkerelement ist aber deutlich netter, weil kalkulierbarer. Falls die Früchte im Pool nicht für die Ausgabe reichen, müssen alle(!) Spieler ihre Früchte abgeben und ich bekomme danach die mir zustehende Menge. Falls ich keine meiner Bauernfiguren bewegen möchte, kann ich Früchte ausliefern. Dazu benötige ich einen Eselskarren und darf genau 6 Früchte abliefern, diese können an eine oder mehrere Gemeinden gehen, Hauptsache, die Zahl sechs wird nicht überschritten. Auch hier genehmige ich mir immer gerne einen kleinen Blick auf meine Mitspieler und genieße die aufsteigenden Rauchwolken des Zornes, weil ichgenau DAS Früchteplättchen vor ihren Augen entferne und meiner Sammlung hinzufüge.
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Sobald alle Früchteplättchen in einem Feld entfernt wurden, gibt es noch einFincaplättchen zu gewinnen. Dazu sollte man in der aufgedruckten Fruchtsorte(n) die Mehrheit auf seinen Plättchen zu sehen haben. Dann wird eine Finca in dieses Feld gesetzt, dort möchte niemand mehr Früchte haben und wenn alle Fincas gesetzt wurden, neigt sich das Spiel dem Ende zu. Zusätzlich gibt es noch Aktions- und Bonusplättchen, die zu seinem Vorteil genutzt werden können. Dies alles spielt sich in ca. 45-75 Minuten ab. Gewonnen hat am Ende der Spieler mit den meisten Punkten aus Früchte-, Bonus-, Finca- und nicht eingesetzten Aktionsplättchen.
Ich gebe zu, dass dieses FINCA meinen eigentlichenFavoriten, DOMINION, vom Thron gestoßen hat, da es vom Thema und Umsetzung mal etwas anderes ist, mal kein Aufbauspiel, kein Mittelalter. Dieses Thema könnte auch mal wieder die Familie zum Spielen verführen, die eine Fraktion darf andere ärgern und Ware “verkaufen” und die andere Fraktion erfreut sich am schönen Design und sammeln.
FINCA von Ralf von der Linde, Wolfgang Sentker, Hans im Glück 2009 für 2-4 Spieler gleichermaßen gut geeignet
1 Kommentar
Hallo Leute,
vielen Dank, dass euch unser Spiel so gut gefallen hat. Darüber freuen Ralf und ich uns natürlich sehr. Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß mit FINCA und den vielen anderen guten Spielen,
Wolfgang Sentker