Bombay

16. April 2009

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Beim Betrachten des Covers von BOMBAY kommen mir sofort Erinnerungen an „Das Dschungelbuch”, besser hätte man Colonel Hathi nicht treffen können. Kurios ist es schon, dass ein Spiel über Indien heute noch BOMBAY heißt, obwohl ja seit 1996 Mumbai der offizielle Name der Stadt ist. Ungewöhnlich ist auch das Format der Schachtel (quadratisch, übergroß) in der die Neuheit von Ystari bei Asmodee erscheint. Doch dies soll mich nicht weiter stören, während ich mich dem Spiel zuwende.

Bei Mum-, Entschuldigung, BOMBAY geht es darum, durch Kaufen und Verkaufen von Seidenballen den meisten Reichtum anzuhäufen und danach den Bauchtanz der Verlierer bewundern zu dürfen (Na ja, das mit dem Bauchtanz lassen wir mal lieber). Jeder bekommt einen Elefanten und etwas Startkapital. Am Beginn jeder Runde wird das Angebot an Seide zufällig bestimmt. Während seines Zuges hat man 3 Aktionspunkte zur Verfügung, die man wie folgt nutzen kann:

  • - Bewegung von Feld zu Feld
  • - Kaufen von Seidenballen (Kosten abhängig vom Marktfeld, je mehr von einer Farbe im Angebot sind, desto günstiger ist der Einkauf)
  • - Verkaufen der Ware in einer Stadt (Preis abhängig von der Nachfrage)
  • - Bauen eines Palastes (kostet zusätzlich einen Seidenballen)
  • - Passen und eine Rupie kassieren.

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Natürlich sind in den einzelnen Aktionen noch Feinheiten versteckt, verkaufen in einer Stadt regelt den Verkaufspreis (die Farbe des gerade verkauften Ballens wird in dieser Stadt deutlich weniger einbringen) und man bekommt eventuell noch einen Stadtmarker. Diese sind wichtig für die Endabrechnung. Zusätzlich bekommen Sie noch einen Bonus, wenn gelbe oder violette Ballen verkauft werden. Beim Palastbau kommt man an die Palastmarken, die mir auch einige Vorteile bringen und sie verschaffen mir 1 Rupie aus der Bank extra für jeden Elefanten, der bei mir durchrauscht. Die Anzahl der Spielrunden ist abhängig von der Spielerzahl und das Ganze spielt sich in flüssigen 30-60Minuten. Am Ende zählt jede Rupie, es gibt Sonderprämien, wenn man mindestens 3 verschiedene Stadtmarken gesammelt hat und für die Mehrheiten im Palastbau + Kunden gibte es auch noch was extra. Wer aus diesen Erträgen das Meiste rausgeholt hat, gewinnt. Aber so richtig angesprungen hat es mich nicht, es hat einige nette Ideen, die Gestaltung ist gelungen (allein der rosa Elefant, herrlich) www.ImageBanana.net - bombay2.jpg
aber mir erscheint es zu einfach, es plätschert so dahin. Im Prinzip ist es ein Logistikspiel, die Seidenballen sollten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein (die Elefanten haben nur ein begrenztes Tragevolumen von 2 Seidenballen), so ein bisschen wie AUF ACHSE, und wenn man ein wenig aufpasst, wird man dabei auch kaum gestört. Man muss halt die Verkaufspreise in den Städten und die Spielerreihenfolge im Auge behalten. Noch ein Tipp, das Spiel sollte vor dem Spielabend dringend ausgelüftet werden, der Geruch der Spielsteine aus Plastik kann schon mit dem eines Elefantengeheges locker mithalten.
BOMBAY von Cyril Demaegd, 2-5 Spieler, Ystari Games 2009

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 16. April 2009 um 21:13 Uhr veröffentlicht und wurde unter Peters Spielecke abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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