Montego Bay

29. April 2009

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Geradezu pompös kommt die aktuelle Neuheit von Queen Games daher,  übergroße Schachtel, sehr großer Spielplan, extra große Schiffe (aus Pappe), nett gestaltete Spielfiguren, ein Satz Karten und dann noch so einiges restliches Spielmaterial. Allerdings gewinne ich nach ein paar Runden immer mehr den Eindruck, dass Queen Games das Ganze auch etwas kleiner produzieren könnte. Worum geht es? Jeder hat zwei Arbeiter, die er mit Hilfe von Karten, auf einem Rundkurs bewegt. Dabei werden Sie vor einem Lager landen, hoffentlich lukrativ genug. Es gilt Fässer und Münzen einzusammeln. Die Fässer werde ich auf Schiffe verladen und dafür eventuell Punkte kassieren, mit den Münzen kann ich einen zusätzlichen Arbeiter einstellen, der allerdings immer nur eine Runde arbeitet. Doch in manchen Lagerräumen sind die Fässer, Holzwurm sei Dank, kaputt. Dies führt dazu, dass Sie eine Anzahl von Fässern aus den Schiffen wieder heraus nehmen müssen. Wenn ein Schiff voll beladen ist (unterschiedliche Ladekapazitäten), legt es ab und man kassiert Punkte. Dabei sollten Sie möglichst die Mehrheit an Fässern in diesem Boot besitzen, denn dies führt zu deutlich mehr Punkte. Derjenige, der dafür sorgt, dass das Schiff ablegt, bekommt einen Bonuspunkt. Sobald nur noch eine bestimmte Anzahl an Schiffen zur Verfügung steht, ist das Spiel beendet.
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Worin die Schwierigkeit liegt? MONTEGO BAY verläuft recht chaotisch. Die Bewegungsphase verläuft in einer bestimmten Reihenfolge der Arbeiterfiguren, sichtbar für alle auf einer Führungsschiene.  Die Figuren bewegen sich im Uhrzeigersinn, landen sie dabei auf eine andere Figur, wird diese auf die gegenüberliegende Seite versetzt. Steht da schon jemand, muß ich meine Figur rückwärts bewegen. Haben alle ihre Figuren bewegt, wird die Auswertung (wer bekommt wieviele Fässer und auf welche Schiffe verlade ich sie) entgegen dem Uhrzeigersinn abgehandelt. Da startet derjenige, der am nächsten zu dem sogenannten “Tally Man” steht. Sie müssen also im Auge behalten, wo Ihre Figur landet und ob Sie die Fässer dann noch auf Ihr Lieblingsschiff unterbringen. Das Alles im Auge zu behalten, gestaltet sich extrem schwierig. Ich fühle mich ein wenig in eine Partie ROBO RALLY für Einsteiger versetzt. Mein Spiel ist es nicht, aber es gibt durchaus Leute, die bei einem gewissen Maß an Chaos so richtig aufblühen. Probe spielen!

MONTEGO BAY von Michael Feldkötter, Queen Games 2009, 2-4 Spieler

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 29. April 2009 um 16:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter Peters Spielecke abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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