Spielabend, 28.04.

6. Mai 2009

Spielabend, 28.04.

Letzten Dienstag fiel aus, da ich zu einem Seminar für taktische Großgruppenspiele von Christwart Conrad fuhr. Eine sehr intensive und spannende Form des Spielens, allerdings müssen sich auch ca. 20 Teilnehmer zusammenfinden, sonst lohnt es sich nicht.

“Sutter´s Mill” von “Phalanx Games” stand auf dem Programm von diesem Dienstag. Mit mir saßen Andreas, Matthias und Ralf am Tisch, in der anderen Runde wurde begeistert “Snow Tails” von “Asmodée” zu viert gespielt .  Sutter´s Mill ist im Oktober erschienen, aber da Phalanx mal wieder die Vertriebswege wechselte, war es nicht leicht, an die Spiele ranzukommen. Bis zu vier Spieler wandeln auf den Spuren der Goldsucher 1849 in Kalifornien. Die Aktionsmöglichkeiten jedes  Spielers erschienen mir beim Regel lesen klar und überschaubar, so überraschte es mich doch, dass selbige aufgrund von Begrifflichkeit und Logik immer wieder zu nachfragen führte. Ich entscheide mich für einen “Aktionsblock” und kann in diesem verschiedene Möglichkeiten wahrnehmen. Bewege ich einen oder mehrer meiner Goldsucher aus den drei Goldfundstätten in die Gebäude des Ortes, erhalte ich verdeckte Goldchips. Das ist ja erst einmal nicht logisch nachvollziehbar, warum ich durch die Bewegung in den Ort an Gold komme und nicht wenn ich in die Fundstätte ziehe, aber so ist die Regel, nicht sofort verinnerlicht… Es gibt keine eigenständige Produktionsphase, wie aus manch anderen Spielen bekannt. Wenn ich Besitzurkunden von Gebäuden in diesem Moment vor mir zu liegen habe, erhalte ich zusätzliches Gold. Soweit “Block 1″. Entscheide ich mich für “Block 2″ kann ich Karten an die Gebäude spielen, auf denen ich stehe, mit dem Zweck die Besitzkarte zu erhalten, welche Bonusausschüttungen oder kostenlose Bewegungen auslösen, und den potentiellen Grundstock an Siegpunkten zu legen. Weiterhin kann in “Block 2″ die Versetzung von Goldsuchern zurück in die Minen vonstatten gehen oder das Einsetzen von außen. Diese Aktionen aus “Block 2″  kosten alle Goldnuggets, je mehr ich machen will, umso teurer wird es. Wenn sich die Goldvorräte dem Ende neigen, heißt es für jeden Spieler nach eigenem Ermessen vom Aufbau in den Abbau zu wechseln und Goldsucher und gespielte Karten vom Brett zu holen, diese erbringen dann Siegpunkte, nicht rausgeholte kosten Siegpunkte. Der zentrale Reiz des Spiels besteht darin, auszuloten, ob es noch lohnt, weiterhin im Aufbau zu bleiben und Karten an die Gebäude zu spielen, mit dem Risiko, dass am Ende die Zeit fehlt, selbige wieder zurückzuholen. Mir persöhnlich hat es gut gefallen, ich mag Spiele mit ausgewiesenem Zockerelementen, den anderen gefiel es von ganz ok bis gut, an der Graphik wurde etwas rumgemekelt…

Danach kam “Alea iacta est” von “Alea” auf den Tisch, ein kurzweiliges Würfelspiel, quietschbunt im antiken Rom angesiedelt mit leichtem Kniffelflair. Durch das Einsetzen von Würfeln in Gebäude nehme ich teil am Wettstreit um Provinzen und Patrizier, die farblich zueinander passend Punkte erbringen, oder um verdeckte Siegpunktechips, oder um Bonuskarten. Nach fünf Runden war Schluss. Es ist nett und funktioniert, nimmt in der Liga der Würfelspiele dieser Art neben “Giganten” von Queen, “Krone und Kragen” von Amigo, “Revolte in Rom” von Queen und Dice Town” von Magot einen guten Platz im oberen Drittel ein, erscheint aber speziell im Vergleich zum letztgenannten deutlich harmloser, der Ärgerfaktor ist bei “Dice Town” schon stärker und unterhaltsamer.

Jerry wechselte in meine Runde und spielte mit Andreas und Ralf eine weitere Runde “Snow Tails” während ich mit Lucas, René und Manfred nochmals im alten Rom würfelte.

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 6. Mai 2009 um 00:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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