Zoowaboo

16. Juni 2009

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“Riens ne vas plus!” Dies sind die Worte, die mir nach Bekanntgabe der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres einfallen.
Dies ist allerdings auch der Satz, den man bei einer Partie ZOOWABOO gebrauchen könnte. In diesem Spiel befinden sich 6 Flösse, die unterschiedliche Hohlräume ihr eigen nennen. Dieser Hohlraum möchte mit liegenden Holztieren gefüllt werden. Am Anfang werden 10 Karten mit Tierabbildungen aufgedeckt. Jetzt muss jeder, gleichzeitig und geheim, sich entscheiden, ob diese zehn Tiere in den aktuellen Hohlraum passen (Kleiner Tipp: 10 passen immer).
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Wenn alle Mitspieler davon überzeugt sind und mit Ja! stimmen, wird Karte Nummer 11 aufgedeckt. Und? Passen denn jetzt auch noch die elf Tiere? Man wird jetzt bei einigen Spielern schon ein leichtes Zweifeln in den Gesichtszügen entdecken. Sind wieder alle überzeugt, das es klappt, dann kommt Tier Nummer 12. Dies Spielchen geht so lange, bis es ein paar Spieler gibt, die es noch immer glauben und einen Teil, der davon in keinster Weise überzeugt ist. Nun haben die Gutgläubigen eine Minute Zeit, die Tiere in den Hohlraum unter zu bringen.
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Schaffen sie es, gewinnen sie die Punkte in dieser Runde, gelingt es nicht bekommen die Zweifler die Punkte. Der Punktwert steigert sich, im Laufe der Partie, von 1-6, was auch durchaus sinnvoll ist, da die Erfahrung während der laufenden Runde steigt und man deutlich besser einschätzen kann, ob die Tiere passen oder eben nicht. Falls sich alle einig sind, dass die Holzfiguren sicher keinen Platz im Floß haben, wird eines der Tiere ausgetauscht. Nach welchen Kriterien diese Auswahl stattfindet, da lässt uns die Spielregel leider etwas allein. Sie sollten also auch mal damit rechnen, dass Ihr Kind nicht davon zu überzeugen ist, dass sein Lieblingskamel unbedingt getauscht werden sollte, auch wenn dieses Kamel am schwierigsten im Floß unterzubringen ist. Das Ganze hat schon ein wenig den Charakter eines Roulettespiels. Setze ich auf rot (Nein) oder grün (Ja)? ZOOWABOO ist mein Favorit für das Jahr 2009. Es ist ein Kinderspiel, das erwachsenentauglich ist und dabei die kleinen grauen Zellen durchaus in Schwung bringt.
ZOOWABOO wurde auch vom Deuschen Lernspielpreis nominiert. Dort geriet es allerdings in die Kategorie “ab 3 Jahre”. Da hat es eigentlich nichts zu suchen. Es mag sein, dass es wegen der Altersangabe “ab 5″ geschah. Hier hätte man ruhig mutiger sein können und es in der Kategorie “ab 6″ nominieren können. Dies wäre zutreffender gewesen.
ZOOWABOO von Carlo A. Rossi, 2-4 Spieler, Selecta.

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 16. Juni 2009 um 14:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Peters Spielecke abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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