Spielabend, 18.08.
Auch diese Woche fand sich der Ferienzeit geschuldet nur eine Runde zusammen. Marcus, der sich für einige Zeit verabschiedet, wünschte sich ein Agricola” und so hoben wir es nochmals auf den Tisch. Wieder zu fünft, drei Stunden Spielzeit dauerte es, aber auch wieder hochnotspannend! Sicherlich bleibt der Vorwurf erhalten, jeder spielt vor sich hin, ABER: es ist doch sehr Runden abhängig, was darüber hinaus am Tisch passiert. Dieses Mal herrschte der Tenor,” ich gebe dir gute Tipps, was du sonst noch machen könntest, sobald du nach etwas greifst, was mich brennend interessiert.” Dieser Effekt: “jetzt nimmt die Made das Holz vor meiner Nase weg, so´n Mist”, das sorgt neben der Begeisterung für ein Aufbauspiel für einen erheblichen Teil des Spasses. Jeder versuchte so gut es ging, seine Karten im Spiel mit einzubauen. Sicherlich leidet an dieser Stelle die Übersicht, ich weiß schlicht nicht genau, was die Ausbildungen oder kleinen Anschaffungen der anderen Spieler auslösen. Bei Lucas war es aber leicht zu überblicken, sein Bulldozer von einem Sonderpflug erlaubte es, gleich mehrere Äcker auf einmal zu pflügen. Gepaart mit dem Turbo-Mikrowellen-Lehmofen hatte Lucas eine unschlagbare Nahrungskombination und hatte keinen Druck an dieser Stelle, nur leider fehlte es an so manch anderen Dingen, Fazit: Eine Monokultur ist effektiv, aber für die Punkteabrechnung nur bedingt sinnvoll. Die kleinen Anschaffungen und die Ausbildungen sind in drei Kategorien unterteilt, der Einsteiger-, der interaktive und der komplexe Stapel. Diesmal spielten wir die Einsteigerfassung, eine bunte Mischung. Ich hatte viele Karten, die ich an meinen Nachbarn weiter geben musste, nachdem ich sie selbst benutzte. Vorige Woche hatten wir die interaktiven Karten, viele davon waren in ihrer Wirkung stark vom Verhalten der anderen Spieler abhängig, machten aber damit auch einen besonderen Reiz aus. Es gefiel allen wieder sehr gut. Bei Agricola ist die maximale Spielerzahl nicht zwingend für gesteigerten Spielspass, es funktioniert auch gut in kleinerer Runde. Die vielen kleinen Ausbausets wie L-Deck, X-Deck usw. verbessern das Spiel nicht, es sind Varianten, die den Sammler und Jäger reizen, aber bei manchen in keinem Verhältnis stehen zu Preis und/oder Aufwand, sie zu ergattern. Anders ist es beim Spielmaterial, die Tiere sind schon sehr liebevoll gestaltet und passen wunderbar, für Besitzer der Erstauflage empfehle ich diese Anschaffung, in der aktuellen Auflage sind sie schon dabei. Bei Getreide und Gemüse finde ich die neuen Spielsteine nett, aber nicht zwingend. Die ganz neue Austauschmöglichkeit, Holz-, Lehm- und Schilfspielsteine besitze ich nicht, auf dem Foto bei Lookout Games ist leider nicht viel zu erkennen, sieht aber auch wieder sehr detailverliebt aus.