Spielabend, 01.12.
Diesmal sollte es “Colonia” von “Queen Games” in voller sechser Besetzung sein. Christian, René und Lucas spielten es schon mal zu dritt und hielten es für ein brauchbares Spiel mit bekannten Elementen, dem im Spiel zu dritt etwas die Konkurrenz fehlte. Die gab es zu sechst zur Genüge und erzeugte ganz ordentlich Spannung. Sehr üppig ausgestattet ist es doch erstaunlich, was für unter vierzig Euro Verkaufpreis noch möglich ist, bei anderen Verlagen ist der Weg auf die Fünfzig Euro schon längst eingeschlagen… Der Erwerb von Rohstoffen, seine Weiterverarbeitung zu Fertigwaren und deren anschließende Verschiffung ist nun wirklich nichts neues. Eine Umdrehung weiter geht der Aspekt, dass jedes Schff unterschiedliche Städte anfährt und für seine Belieferung unterschiedliches Geld einbringt, dafür auch verschiedene Siegpunktkarten gekauft werden können. Die Schiffe und Siegpunktkarten tauchen jede Runde neu in anderer Fassung auf, da greift ein nicht unerhebliches Glückselement. Die Limitierung der Aktionen gefällt mir. Ich setze Würfel ein für die Zugreihenfolge, wenn ich mich aus dem Fenster lehne und die höchste Karte verdeckt spiele, dann sind acht meiner einundzwanzig Würfel gebunden für einen der sechs Züge. Mit dem Rest muss ich noch Rohstoffe erwerben, auch hierbei sind die Würfel eins zu eins gebunden. Für die Handwerker und die Schiffsbeladung brauche ich ebenfalls welche. Es wird schnell eng und Entscheidungsnotstände sorgen für zusätzliche Spannung. Zu dritt gab es diese Probleme weniger. Die Abstände in der Schlusswertung waren eng, im ganzen saßen wir drei Stunden, was unterschiedlich aufgenommen wurde. Manchen war es zu lang, sicher ist es grenzwertig vom Spielzeitgefühl, aber das ist immer schwierig für sechs Leute, wenn es nicht ein reines Partyspiel ist.
Die andere Runde spielte ein “Chicago Express”, auch von Queen Games, allerdings mit der neuen Erweiterung. Die Möglichkeiten, die es bietet, wurden im Spiel zu dritt nicht genutzt, hieß es.