Spielabend, 02.02.

4. Februar 2010

Diesen Dienstag Abend vergnügten wir uns zu sechst in zwei Runden. Andreas, Matthias und Manfred probierten einen der neuen Pläne von “Funkenschlag”, den Brasilienplan. Mit seiner ausgewiesenen Brennstoffknappheit sorgte er für besondere Spannung.

Christian, Lucas und ich arbeiteten uns durch “God´s Playground”, die Herbstneuheit von Treefrog. Ein weiteres Spiel für genau und nur drei Spieler. Angelehnt an einen Buchtitel, der die Geschichte Polens zum Inhalt hat, umfasst das Spiel rund 400 Jahre der polnischen Geschichte, von ca. 1400 -1800. Christian erklärte eine Stunde lang die Regeln, eine weitere dauerte die erste der vier Runden, die zweite spielten wir auch noch, dann mit nur noch vierzig Minuten Dauer. Dann brachen wir enttäuscht ab, die Würfelergebnisse mal wieder als Flaschenhals in einem komplexen Strategiespiel von Martin Wallace, rissen sämtliche Planungen in den Abgrund…

Das Land auf der Karte ist in fünf Bereiche eingeteilt. Injedem sind Städte, die von den Spielern besetzt, am Spielende Siegpunkte bringen und im Spielverlauf variabel zwischen einem und fünf Geldwerte. Zu Rundenbeginn verteilt jeder Spieler Adlige auf die Landesteile. Mit diesen sind Aktionen vorort möglich. Eine fast erschlagende Anzahl an Möglichkeiten, dies ist nichts neues bei Spielen von Martin Wallace. Diese beziehen sich natürlich auf die Mehrung von Einkünften und Siegpunkten. Ich werde nur auf die wichtige Maßnahme der eigenen Armeen eingehen, die tunlichst jeder in seinen Hauptinteressengebieten ausheben sollte. Diese haben nicht den Zweck, damit gegen die Mitspieler zu ziehen, sondern gegen auswärtige Gegner: Russen, Osmanen, Tataren usw. Deren Stärke wird fast überall über die Runden zunehmen, mitunter drastisch. Die eigentlichen Kämpfe werden über die eingangs erwähnten Würfel gesteuert. Zugegeben, die gewürfelten Einsen, die zum Abriss einer eigenen Einheit führen, kamen vielleicht überproportional häufig. Die Werte, die zur Schwächung der Gegner führte, kamen weniger häufig. Als Folge wurden Städte verringert und zusätzlich zogen feindliche Einheiten in die Nachbarregionen. Unsere gemeinsame polnische Hauptarmee half leider ebenso nur wenig. Wir standen am Rundenende ziemlich nackt im Wind mit kargen Einkünften. Es zeichnete sich ein ähnlicher Verlauf in der nächsten Runde ab… Nicht, dass wir Probleme mit Mangelwirtschaft in Spielen hätten, das kann zwar frustrierend sein aber auch sehr spannend. Bloß bei God´s Playground erschein uns die eigene Einflussnahme als zu gering trotz der vielfältigen Möglichkeiten.

Im Anschluss fanden wir uns für eine Runde des Klassikers “6 nimmt” zusammen, Zitat des Autors: “Ödestes aller öden Glücksspiele…!” Der Gewinner sah das natürlich ganz anders… 104 Karten werden gemischt, jeder erhält deren zehn auf die Hand und spielt verdeckt eine aus mit dem Zweck sie in eine der vier Kartenreihen unterzubringen, bevor dort fünf Karten liegen. Der kleinste gespielte Wert wird zuerst an die Reihe gelegt, die die kleinste Differenz zur Karte aufweist. Natürlich hat kaum jemand die “sicheren” passenden Karten und muss folglich etwas zocken und hoffen, durch zukommen. Lege ich die sechste Karte, muss ich die Reihe schlucken und alle Hornochsen auf den Karten zählen als Minuspunkte. Schön, dass wir dies alte Spiel mal wieder ausgruben!

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 4. Februar 2010 um 13:11 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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