Spielabend, 09.02.

11. Februar 2010

“Hansa Teutonica” vom Argentum Verlag hatte keinen leichten Start: Ich las wenig über dieses Spiel, das was ich las, klang kaum begeistert… Die Regel selbst klang etwas spröde beim lesen, kurzum, ich war völlig voreingenommen und mäkelte und nörgelte beim Erklären, so dass sich Ralf und Lucas fragten, warum wir es dann überhaupt spielen sollten… Und alles kam ganz anders!

Auf dem rechteckigen Spielplan sind mittelalterlich anmutend, Städte als Ablageflächen für Spielsteine aufgezeichnet. Etwas zusammen gepresst reicht der Plan von Groningen bis Köln auf der einen Seite und von Lübeck bis Halle auf der anderen Seite. Zwischen den Städten sind Straßen, auf welchen ebenfalls Spielsteine platziert werden können. Ist eine solche nur mit Steinen eines Spielers gefüllt, kann dieser sie werten und in eine der Städte einen Stein setzen oder eine Sonderfähigkeit nutzen. Danach wird die Straße geräumt und kann wieder besetzt werden. Wer in einer Stadt vertreten ist, hat gute Chancen, immer einen Siegpunkt zu kassieren, wenn die dort hinführende Straße wiederholt gewertet wird. Die Sondermöglichkeiten sind allerdings ebenso verlockend, da sie die Handlungsspielräume deutlich erweitern. Mehr Aktionen, mehr Steine zurückholen, bessere Plätze in den Städten belegen oder die Städte für die Schlusswertung aufwerten sind die Optionen. An vielen Stellschrauben ist zu drehen, diese sind fein abgestimmt und es gibt verschiedene Wege, um an die begehrten Punkte zu kommen. Ich war überrascht, wie gut es lief, wie übersichtlich es ist und wie schnell es geht. Die Kurzweiligkeit mit 45 Minuten Spielzeit zu dritt konnte mich überzeugen. Wir schoben noch eine zweite Partie hinterher und jeder probierte andere Möglichkeiten. Es war ebenfalls spannend; die Gelegenheit, zu stänkern wurde stärker genutzt. Das Spiel gefiel allen und die Neugierde auf eine Runde mit vier oder fünf Spielern ist groß!

Im Anschluß war noch Zeit das “Finca” vom letzten Jahr hervor zu suchen, das zwar nicht die gleiche Begeisterung auslösen konnte, aber auch durch Leichtigkeit und Kurzweil überzeugen kann.

Die andere Runde knödelte ebenfalls zu dritt. Zuerst ein “Magister Navis” und danach ein “Stone Age”. Bewährte und gute Spiele finden immer wieder den Weg auf die Tische.

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 16:50 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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