Spielabend, 13.04.
“Dungeon Lords” von CGE sollte es diesmal sein. Im Herbst erstmalig getestet, gab es keine Gelegenheit mehr bei der Neuheitenflut, die über uns hinwegschwappte… Die Erklärungszeit lies sich trotz Spielerfahrung nicht drücken, vierzig Minuten mussten alle Neulinge in meiner Runde konzentriert die Ohren spitzen. An anderer Stelle beschrieb ich das Spiel schon ausführlich. Es ist sehr vielschichtig und die Übersicht zu behalten grad auch noch im ersten Spiel, ist kein leichtes Unterfangen. Dungeon Lords ist gespickt mit kleinen Feinheiten, die fein verwoben sind. Fans des Genres haben ihre helle Freude. Für alle Entscheidungen ist es nicht möglich, die Weitsicht zu haben, zum rechten Moment die richtigen Monster zur Auswahl oder die passenden Fallen für meine Helden ist auch glücksabhängig, ohne Frage. Das Spiel selbst ging zügig, die Kämpfe sind gewöhnungsbedürftig, wann der Einsatz welchen Monsters und welcher Falle optimal ist, zeigt sich nicht sofort. Andreas, Christoph und mir gefiel es sehr gut, Gerhard maulte etwas ob der Unübersichtlichkeit.
Das zweite Spiel wurde von den verbliebenen René, Manfred, Andreas und mir bestritten: “Kopf an Kopf” von Kosmos. Ein lockeres Bier-und-Brezel-Spiel. Pferderennen ist das Thema, auf Würfel- und Ereigniskartenbasis, wie es mir seit den siebziger Jahren nicht mehr unter gekommen ist. Sehr unterhaltsam und kurzweilig. Wer am Zug ist, würfelt und bewegt eines der zehn Pferde ein bis zu drei Felder weit vorwärts. Danach kann ich ein Pferd kaufen, auf eines wetten oder eine Karte spielen. Dann ist auch schon der nächste dran. Sollten meine Pferde, der Kauf von mehreren im Laufe der Partie ist auch möglich, zu den ersten drei gehören, gibt es ein Preisgeld. Mit dem Kauf kann ich mir bis zum Ablauf von dreiviertel der Runde Zeit lassen, einzig das Risiko besteht, ein anderer Spieler kauft es mir vor der Nase weg. Die Pferde sind “vernetzt”, soll heißen, würfel ich ein Pferd vorwärts, dessen Nummer auf den Karten meiner anderen Pferde steht, bewegen diese sich ebenfalls . Die Pferde sind unterschiedlich teuer, es spiegelt seine Chancen ins Ziel zu kommen. Mit simplem Wortwitz kommen die Ereigniskarten daher: “Spende vom Onkel – kassiere 10 Euro” oder “Pfeffer im Hintern – ziehe zwei Pferde ein Feld vorwärts”. Ist das dritte Pferd im Ziel, wird das Rennen abgebrochen, Die Preisgelder und Wettensätze ausgezahlt, wer das meiste Geld hat, gewinnt. Es funktioniert auch schon zu zweit, im Laden gab es Gelegenheit zum Probespiel. Kopf an Kopf machte allen viel Spass!
Matthias, Ralf und Lucas knödelten am Nebentisch zuerst ein “Kopf an Kopf” und danach “Die Speicherstadt” von eggertspiele. Es fand bei Ralf und Lucas solchen Anklang, dass sie im Anschluss noch eine Partie zu zweit spielten. Auch mich konnte es bei einer Zweierrunde im Laden begeistern, an anderer Stelle mehr davon.
Im Küchenkabinett zeigten René und Manfred Carl ein “Agricola”. Carl war sehr begeistert von dem Spiel und seiner Ausstattung!