Das Fußballmuseum ist eröffnet!
Die Fußball-WM steht vor der Tür. Am 11.06., 16:00 Uhr, rollt endlich wieder der Ball. Entsprechend diesem Ereignis haben wir die Fenster in unseren Läden dekoriert. „Na und? Was ist denn daran Besonderes?“, werden vielleicht einige, völlig zu Recht, an dieser Stelle anmerken. Aber wer etwas genauer hinschaut, wird auf ein kleines Museum zum Thema „Fußball und Brettspiel“ blicken. Ich habe einige meiner Sammelstücke zur Verfügung gestellt und diese liegen jetzt im Fenster aus. Da blickt einem der Wim Thoelke von einem Cover an oder man kann sich an der schönen Ausstattung einiger Spiele erfreuen. Wer mehr zu den einzelnen Spielen erfahren möchte, kann einiges auf www.startspieler.de nachlesen oder direkt Kontakt aufnehmen.
Natürlich sind auch einige aktuelle Waren zu dem Thema zu sehen, aber genau darin liegt der Hase im Pfeffer begraben. Die Idee ist eher aus der Not geboren, dass die Firmen nicht sehr viel Spielerisches zu dem Thema produziert haben. Auf ein Spiel aus dem Hause Kosmos möchte ich etwas näher eingehen, TORJÄGER von Ingo Althöfer.

Bei diesem Versuch Fußball als Brettspiel umzusetzen, schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einmal das des Fußballinteressierten, dem beim Anblick des Covers und Trikots mit derselben Rückennummer im Spiel nur das kalte Schaudern über den Rücken laufen kann, dann des Spielers, der dann erstaunt feststellt, dass das ganze Spielsystem doch ganz gut funktioniert.

Jeder hat ein Team aus elf Spielern, die sich in zwei Reihen gegenüberstehen. Es geht darum, einen Spieler ins gegnerische Tor zu bewegen oder den anderen so ein zu schließen, dass er sich nicht mehr bewegen kann. Dann hat man ein Tor geschossen, wer zuerst drei Tore schießt, gewinnt. Bewegungsmotor ist ein normaler sechsseitiger Würfel. Die Zahl, die ich gewürfelt habe, führt zur Bewegung der entsprechenden Trikotnummer um ein Feld vorwärts und zwar nur vorwärts. Da jede Trikotnummer zweimal, mit Ausnahme der 1, vorkommt, darf ich wählen, welche der beiden Spielfiguren ich bewege. Kann ich keinen der beiden bewegen, darf ich frei wählen. Geht gar nichts, siehe oben. Die Spiele nehmen teilweise schon einen kuriosen Verlauf. Es kann durchaus geschehen, dass der Torwart über das komplette Spielfeld rennt und ein Tor nach dem anderen schießt. Zum Glück hat Kosmos auf der Rückseite des realen Spielfelds einen Hinterhof als Spielfläche abgedruckt.

Wenn sie auch noch auf die realen Nationaltrikots von Deutschland, Italien, Brasilien und der Türkei(?) verzichtet hätten und lieber Hinterhofspieler benutzen würden, dann wäre das Spiel durchaus in der Rubrik „launiger Würfelhinterhofknödelei“ gelandet und da für gut befunden worden, aber so ist es über das Ziel leider hinausgeschossen.
Jetzt heißt es noch abwarten, was die Podolski-Spiele von Queen noch bringen.
TORJÄGER von Ingo Althöfer für 2 Spieler ab 8 Jahre.