Spielabend, 22.06.
Wie immer im Sommer, wenn alle Neuheiten endlich durchgespielt sind, ist es die Gelegenheit für Altheiten. Mit mir spielten Lucas, Matthias und Dirk zuerst ein “Sutter´s Mill” von Phalanx Games. Dadurch, dass wir alle recht vorsichtig agierten und frühzeitig in die Abbauphase übergingen, blieb der Spannungsbogen flach und das sonst von mir so geschätzte Zockerelement kam kaum zum tragen. So waren wir am Ende alle etwas ernüchtert und wollen es in der nächsten Partie anders machen, bleibt die Frage, ob sich dann noch jemand an die heutige erinnert…
Danach spielten wir ein “Magister Navis” von Lookout Games. Deutlich spannender und vielschichtiger als das Spiel zuvor, hatten wir alle unsere Freude, besonders Dirk, der es als einziger nicht kannte und hauchdünn (59, 58 und 57 Siegpunkte hatten die ersten drei Spieler) gewann! Es gibt viel Spielraum mit gänzlich unterschiedlichen Strategien die Spielentwicklung mit zu bestimmen.
Am anderen Tisch kam zuerst ein “Steel Driver” von Treefrog dran. Gerhard kannte es noch nicht und versuchte sich auf ganz wenige Gesellschaften zu konzentrieren. Damit war das Spiel nicht zu gewinnen, da es sehr stark am Ende darauf ankommt, beim Einsammeln der Güter viele Optionen zu haben. Das konnte er in der ersten Partie nur schlecht absehen. Daran erinnerten sich Manfred und Andreas noch ganz gut. René hatte in jedem Feuer ein Eisen und wurde damit zweiter. Das Spiel wusste zu begeistern!
Im Anschluss spielten die vier noch ein “Njet” von Goldsieber. Es kam 1997 auf den Markt und ist augenblicklich nur noch in einer Spielesammlung “4 in 1″ von Amigo zu haben. Es handelt sich bei Njet um eine witzige Skat-Doppelkopf Variante. Jeder beeinflusst vor Rundenbeginn die Regeln. Auf einem kleinen Spielbrett deckt jeder abwechselnd ein Feld ab, bis in der entsprechenden Spalte nur noch ein Feld frei und die Bedingung bestimmt ist. Dabei geht es um die Trumpffarbe, wie viele Karten drückt jeder, gibt es Supertrümpfe, wer ist Startspieler, was zählt ein Stich an Punkten. Wer Stichspiele dieser Art mag, wird gefallen an Njet finden. Das, was als ausgleichend erscheint, jeder kann die für ihn ungünstigen Konstellationen abpuffern, macht das Spiel etwas gleichförmig mit der Zeit.