Spielabend, 17.08.
Dieser Abend stand im Zeichen von Zavandor. “Die Minen von Zavandor” von Lookout Games traffen noch handwarm vom Drucker ein und Andreas, Christian, Gerhard und Lucas machten sich über das Spiel her. Es kam gut an und gefiel allen, soweit der erste Eindruck.
In meiner Runde spielten wir “Das Zepter von Zavandor”, aus dem Jahre 2004, ebenfalls von Lookout Games, welches ansich von Andreas vorgeschlagen wurde, da er aber als einziger die Regeln der Minen beherrschte, war er gar nicht dabei… Das Zepter ist ein Wirtschaftsspiel im Gewande eines Fantasiespiels. Jeder hat eine Handvoll Edelsteine, die jede Runde Gewinn abwerfen. Damit werden weitere Edelsteine gekauft, Fertigkeiten entwickelt und Artefakte sowie Wächter ersteigert, die zusammen mit den Edelsteinen Siegpunkte zählen. Soweit grob zusammen gefasst. Es gibt natürlich einen Haufen unangenehmer Feinheiten. Die Edelsteine sind unterschiedlich wertvoll, fünf verschiedene Sorten gibt es. Die ertragreichsten sind anfangs schier unerschwinglich. Außerdem sind nur die beiden ertragärmsten zu haben, für die anderen müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Dann ist der Platz begrenzt, mehr als fünf Edelsteine kann niemand lagern. Um diese Probleme zu lösen, dafür sind die Artefakte da. Sie tauchen so nach und nach auf und werden versteigert, mitunter für üppige Startgebote. Von jeder Art gibt es es immer weniger als Mitspieler dabei sind, das erhöht zusätzlich den Druck. Auf einem zentralen Brett können noch Fertigkeiten entwickelt werden, sechs Möglichkeiten gibt es, z.B. können die Preise der Edelsteine gesenkt werden, Zusatzeinnahmen, verbilligter Erwerb der Artefakte usw. Sobald von den Wächtern, die fette Bonuspunkte bringen, fünf ersteigert sind, endet das Spiel. Es lebt sehr von den permanenten Entscheidungsnotständen, soll ich mehr Edelsteine kaufen oder lieber auf bessere umsatteln, welches Artefakt sollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, welche Fertigkeiten fehlen mir noch, solcher Natur sind die Fragen, die mich ständig quälen… Das Zepter ist hochnotspannend, vieles lässt sich ausrechnen, es sollte jedoch einen guten Schwung aus dem Bauch gespielt werden, sonst sind die Wartezeiten der Tod des Spiels. So waren die zwei Stunden Spielzeit mit Carl und Matthias im Spiel zu dritt noch im grünen Bereich.
Am Katzentisch in der Küche knödelten Dirk, Manfred und Ralf ein “Seeland” aus dem Hause Ravensburger. Die Urbarmachung der Niederlande ist der thematische Hintergrund, ein hübsches Legespiel mit einer Stunde Spielzeit. Danach lag noch ein “Die Tore der Welt” von Kosmos auf dem Tisch. Schon etwas komplexer und vielschichtiger mit deutlich längerer Spielzeit, aber es wusste zu begeistern!