Spielabend, 24.08.
Momentan werden die “Minen von Zavandor” von Lookout Games rauf und runter gespielt. Da es auch zu zweit gut funktioniert und mit 50 – 60 Minuten Spielzeit zügig gespielt werden kann, probieren wir es auch im Laden aus, sofern Zeit übrig ist. Diesmal in einer dreier Runde knödelten Andreas, Lucas und René eine Partie. Jeder spielt einen Clan Zwerge und schleppt Runde für Runde Edelsteinkarten aus den Bergwerken. Vier verschiedene Sorten gibt es. Sind die gleichwertig? So richtig eindeutig kann ich diese Frage nicht beantworten, kommt darauf an, was ich für einen Plan habe… Wenn ich von allen ständig welche einsammle, kann ich flexibel auf neue Situationen reagieren. Wenn ich Berge von einer Sorte bekomme, winken Bonuspunkte. Einen klaren Königsweg konnte ich noch nicht erkennen, aber wer es mehrfach gespielte, hat Erfahrungsvorteile, ohne Zweifel. Zu Rundenbeginn gibt es Einkommen. Diese Karten können mit der Bank 2:1 getauscht werden, oder mit den Mitspielern, wobei das nicht so häufig vorkommt, keiner möchte den anderen in bessere Positionen versetzen. Im Spiel zu zweit kommt es fast nie vor, zu viert ab und an. Anschließend wird mit diesen Karten verdeckt geboten. Wer die meisten Karten einer Sorte geboten hat, streicht einen Gewinn ein, wobei für alle Sorten miteinmal geboten wird. Das kann ein Siegpunkt sein, eine Karte oder bei einem üppigen Mindestgebot, an dieser Stelle schwanken die Werte, eine Karte und gleich vier Siegpunkte. Die meisten gewonnenen Karten werden dauerhaft in die eigene Auslage gepackt, dessen Platz zwar begrenzt ist, aber deshalb nur gering Entscheidungsdruck aufbaut. Die Karten generieren ihrerseits zusätzliches Einkommen oder Siegpunkte. Durchweg alle müssen mit Edelsteinkarten aufgewertet werden, das lohnt sich auch immer. Die Aufwertungskosten schwanken meistens von Runde zu Runde, in Höhe und Sorte. Die Minen sind reizvoll, schnell gespielt und bieten für Freunde von Aufbauspielen eine anspruchsvolle und gefällige Kost. Die Grafik ist mittelprächtig, beim ersten Anblick der Spielerdisplays fühlte ich mich an das Spiel des Jahres von 1988, “Barbarossa”, in der Ausgabe von “Ass” erinnert…
Danach wurde “Shark” in meiner Kammer ausgegraben, die zweite Ravensburger Edition von 2001, des erstmalig 1987 erschienenen Spieles. Ein leichtes und schnelles Würfel- und Aktienspiel.
Gerhard, Manfred und Ralf spielten den Klassiker “Puerto Rico” und waren damit den Abend über beschäftigt.
Matthias, Nikolej und ich hatten am Katzentisch ein “Tinner´sTrail” von Treefrog am Wickel. Auch hier geht es um Bergwerke, somit gab es einen ungeplanten Themenschwerpunkt diesen Abend. Stärker historisch eingebettet, wie wir das von fast allen Spielen von Martin Wallace gewohnt sind, geht es hierbei um die Förderung von Zinn- und Kupfererz in Cornwall in Südwestengland. Minen ersteigern, Förderbedingungen verbilligen und vergrößern, sowie den Gewinn nach Verkauf des Erzes in Siegpunkte stecken, das ist knapp zusammen gefasst, das wesentliche des Spiels. Es gefiel uns von den Entscheidungsmöglichkeiten und der Spiellänge her. Danach kam noch “Die Speicherstadt” auf den Tisch. Nur auf Feuerwehrleute zu setzen ist zu wenig, diese Erfahrung durfte ich diese Mal machen…