Spielabend, 27.12.

29. Dezember 2011

Der letzte Dienstagabend vor Weihnachten fiel aus, da wir platt wie die Flundern AUSNAHMSWEISE mal keine Lust mehr zum spielen hatten…

Diesmal waren fast alle reisebedingt ausgeflogen und nur ein ganz kleiner Kreis konnte sich mit  der Eroberung des Weltalls befassen: “Eclipse” in der deutschen Version im Vertrieb bei Asmodee. Mit mir saßen noch Lucas und Nikolaj am Tisch. Jeder von uns spielte ein Menschenvolk, wie es die Regel  für den Einstieg vorschlägt. Diverse Aliens mit Sonderfähigkeiten stehen für die geübten Spieler bereit. Jeder hat sein eigenes Display, auf welchem der Stand der Forschung, der Raumschiffentwicklung und der drei Ressourcen Geld, Wissenschaft und Rohstoffe festgehalten wird. Eine der häufigsten Aktionen der Anfangsphase ist die Erforschung benachbarter Raumsektoren. Dafür wird ein zufällig gezogenes Hexfeld an die bestehenden angepasst, mit der Bedingung, dass die Halbkreise der Felder zu einem kleinem nur für einen Wurm durchlässigen Gesamtkreis gelegt werden  müssen. Durch diese Wurmlöcher werden dann die gewaltigen Entfernungen zwischen den Galaxien zurückgelegt. Falls dort Planeten auftauchen, können diese sofort besiedelt werden und erbringen, je nach Art, nächste Runde mehr Einkommen. Forschung ist in Eclipse nicht baumartig angelegt, es kann auch gespart werden, um eine sehr viel wirkungsvollere zu erringen. Allerdings gibt es ein Rabattsystem, wonach jede weitere Forschung eines der drei Zweige die späteren verbilligt. Es sind aber nicht alle Forschungsmöglichkeiten greifbar, manche kommen erst später ins Spiel, manche gar nicht. Sie werden zufällig in bestimmter Anzahl gezogen. Viele davon erlauben die eigenen Raumschiffe mit Verbesserungen auszustatten.” Bigger, better, faster” ist natürlich die Devise. Jeder hat vier Raumschifftypen mit unterschiedlich viel Platz für Ausbauten. Dabei herrschen unangenehme Entscheidungszwänge: fast alle Verbesserungen schlucken Unmengen an Energie, also muss auch für üppige Energieerzeugung an Bord gesorgt werden und der Platz ist so gering für schicke Waffensysteme, Computer, Schilde usw. Etliche der Planetensysteme werden von den großen Alten bewacht. Deren Schiffe sind anfangs schon eine Hürde. Sämtliche Kämpfe entscheiden sich durch Würfel. Da hat Nikolaj ganz konstant für hochspannende Momente in den galaktischen Abendnachrichten gesorgt, immer erst im letzten Augenblick, wo die Raumschiffe ganz klassisch brennend im Bild nach unten zu sinken drohen,  konnte er die Schlacht für sich entscheiden… Bei vielen Systemen erhält der Entdecker einen Bonusmarker und kann diesen für zwei Siegpunkte aufsparen oder den Bonus nutzen. Dabei gibt es neben Rohstoffen viele Raumschifftechniken, die in ihrer Wirksamkeit so nicht erforschbar wären. So schraubte Nikolaj eine Plexiglashaut auf seine dicken Schlachtschiffe, die sie faktisch unkaputtbar machten, dazu noch einen feinen Doppellaser und schluckte so das halbe Universum, schlimm, schlimm… Er investierte fast nix in seine Forschung und wurde von uns häufiger als Hupe des Kosmos verunglimpft, was aber verstummte, als seine fetten Pötte an den Grenzen zu unseren Systemen auftauchten… Ausgesprochen übermütig griff ihn Lucas in einem schutzlosen Sektor an und wurde, wie zu erwarten, dann von Nikolaj´s Schiffen zu Raumschrott verarbeitet. Inzwischen peppte ich meine Flotte auf und konnte seine Schiffe vertreiben. Weiter kamen wir nicht, das Spiel ist nur auf neun Runden angelegt, dann zählt jeder seine Punkte, welche es für besiegte Schiffe, kontrollierte Sektoren und vollendete Forschungsstränge gibt. Vier Stunden saßen wir aber trotzdem an dieser Partie. Es hat uns einen Heidenspaß gemacht! Es ist sehr spannend gewesen aber auch nichts wirklich neues. Jeden der Mechanismen für sich gesehen hat es schon in anderen Spielen gegeben. Der Zeitdruck ist enorm, schnell sind die neun Runden vorbei und ich wollte doch noch soviel erforschen und einbauen und umher fliegen und und und …Der Glücksanteil ist nicht zu unterschätzen, beim Aufdecken der neuen Sektoren, bei den Bonusmarken, bei den Kämpfen. Allerdings sorgte er auch für einen gewichtigen Teil des Unterhaltungswertes! Graphik und Ausstattung sind solide, stimmungsvoll und sehr gelungen!

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 13:34 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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