Spielabend, 14.02.
“Warriors and Traders” sollte es in der großen Runde sein; Andreas, Deniz, Lucas, Manfred und Ralf spielten eine Partie. Veröffentlicht von NSKN Legendary Games, ein ganz neuer Name am Verlagshimmel, aus Rumänien. Der Spielplan, auf der einen Seite mit West- und auf der anderen Seite mit Osteuropa und das sonstige Material sind ganz ansehnlich. Da hören die positiven Einschätzungen auch schon fast auf. Jeder fängt in einem Gebiet an und sammelt jede Runde Nahrung, Waffen und Baustoffe. Damit werden Armeen aufgestellt, anfangs Fusstruppen. Bogenschützen und Reiterei müssen erst erforscht werden. Dafür hat jeder einen kleinen Entwicklungsbaum und kann jede Runde in einem der drei Richtungen Militär, Handel und Baumeisterei sich fortentwickeln. Bei der Eroberung von Nachbargebieten werden die Werte der Einheiten verrechnet. An dieser Stelle wurde wohl übersehen, dass die Barbaren, welche anfangs in sämtlichen neutralen Gebieten stehen, auch vertrieben werden können. Natürlich dann gern in die Richtung der Mitspieler. Gegeneinander wurde kaum gekämpft, und das bei fast maximaler Spielerzahl, es gab genug Raum für alle und weil es auch mehr Einheiten gekostet hätte. Für ein Aufbau- und Eroberungsspiel hatte es zu wenig neues zu bieten, hieß es. Als noch größeres Manko wurde von fast allen empfunden, dass Entscheidungsmöglichkeiten anhand des Entwicklungsbaumes vorgegaukelt wurden, die es nicht gab. Genauer gesagt, keinen Sinn machten. Also taten alle mehr oder weniger dasselbe. Wer nicht massiv in die Produktionschiene investierte, wurde abgehängt. Der Handel kam kaum zum Tragen und für die Militärentwicklung blieb dann keine Zeit mehr. Mit drei Stunden Spielzeit dauert es zu lange. Schade, “Warriors and Traders” sieht hübsch aus, ob sich für eine erneute Runde noch Freiwillige finden werden, ist offen.
Im Küchenkabinett ging es wieder ins Weltall. Diesmal ohne Private Carl, der wohl in einer entfernten Galaxis Wache auf einem Raumtransporter für radioaktive Abfälle schiebt… ABER wir werden wohl ein Gesuch einreichen, damit er zurück kommt, da wir uns diesmal allesamt nicht sonderlich mit Ruhm bekleckerten. Zweimal schrotteten wir unser Raumschiff, trotz unseres Neuzugangs Fabian, der auch sofort ganz motiviert seine Aufgaben anging und sich nicht von unserer weiblichen Bordcomputerstimme irritieren ließ, die ihm beim scharf machen der Raketen zuraunte: “Bin scharf…” Die Abstimmung der einzelnen Schritte bleibt immer wieder eine Herausforderung, nicht selten fehlte Energie oder der heran nahende Feind war doch noch nicht abgeschossen. In unserer letzten Mission schaffte es René immer rechtzeitig auf der letzten Zacke den Laser zu bedienen, Energie ranzuschaffen und den Bildschirmschoner zu verhindern, wir sahen uns schon wieder im Geiste brennend aus dem Bild der Abendnachrichten nach unten sinken, aber diesmal nicht! Die “Unendlichen Weiten” können kommen.
Anschließend reagierten wir unseren Frust an Tokyo ab. Im “King of Tokyo” schlüpften wir wieder mal in die Rollen diverser übler Monster. René griff sich das neue Promo-Monster, den Brockenbären. Im Konterfei unverkennbar das Logo des Vertriebsverlages Heidelberger Spieleverlag. Mit diesem gewann dieser Schuft von René auch gleich nach Punkten. Nur ganz knapp schlug er Fabians Godzilla. Nikolaj´s King Kong war zu übermütig und wurde zu einem Bettvorleger verarbeitet, während ich mich von einer Ereigniskarte verführen ließ und die ganze Zeit versuchte, den großen Armageddon-Wurf zu landen, der mir sofort neun Siegpunkte beschert hätte. Es fehlte immer genau ein Symbol und reichte dann nicht… Eine herrliche Würfelei!!!