Spielabend, 27.03.
Ein “Automobile” vom Altmeister Wallace sollte es mal wieder sein! Dieses schöne Wirtschaftsspiel bleibt immer noch bestechend. Die Ungewissheit, ob denn die produzierten Autos tatsächlich alle verkauft werden können, gibt “Automobile” nach wie vor ein spannendes Zockerelement! Allerdings verfestigt sich ein Eindruck: In der ersten Partie hat ein Neueinsteiger einen sehr schweren Stand. Der gute Deniz, durchaus auch schon harte Spielekost gewohnt und nimmer müder Trommler für eine Partie “Twilight Imperium”, war schwer am rudern. Wann Fabriken neu gebaut, wann welche geschlossen werden sollten, dafür braucht es Erfahrungwerte. Da wir wie üblich zu viert dafür mit Regelerklärung über drei Stunden brauchten, folgte kein weiteres Spiel.
Am anderen Tisch spielten Lucas, Nikolaj, Ralf und Fabian ein “Waka Waka” aus der Feder von Rüdiger Dorn erschienen bei Kosmos. Wem das 2er-Spiel “Jambo”, von selbigen Autor und Verlag, bekannt ist, derjenige wird vieles wieder erkennen. Erwerb, Handel und Tausch von Waren in Afrika ist das Thema. Mit drei Aktionen pro Runde wollen die Etappenziele rasch erreicht sein. Dazu gehören Karten ausspielen, Karten nachziehen, Waren kaufen oder verkaufen sowie auf der Karriereleiter weiter ziehen. An die Qualität von Jambo reicht es wohl nicht ran. Dafür bieten die Karten zu wenig Möglichkeiten. Das Spiel böte zu wenig Interaktion, so der Tenor. Bei verschiedenen Karten können die anderen Spieler miteinsteigen, das allein machte wenig Spannung aus. Auch das Stänkern mit anderen Spielern fehle. Dafür dauert es dann auch noch zu lange. Die anspruchsvollen Spieler waren also kaum gefordert. Wahrscheinlich sind sie nicht die Zielgruppe.
“Colossal Arena” wurde anschließend mit deutlich mehr Spass gespielt.
Die verbliebenen drei ließen sich von Manfred noch ein “Die Tore der Welt” Kartenspiel zeigen. Dies fiel ebenfalls durch und kommt wohl nicht ansatzweise an das große Brettspiel gleichen Namens heran.