Spielabend, 03.04.
Andreas, Gerhard und Ralf gruben das “Burgen von Burgund” aus meiner Kammer aus. Bei den Mengen an Neuheiten, die mittlerweile jährlich über den Markt schwappen, erscheint ein Spiel, welches vor einem Jahr rauskam und nach vielleicht sechs Monaten Spielpause mal wieder auf den Tisch gelegt wird , fast schon wie ein Klassiker… Ralf wurde auf der letzten Zacke des fetten Bonus beraubt, welcher bei einem acht Felder großen Gebiet nochmal richtig Punkte in die Kasse gespült hätte und somit gewann wohl der gute Gerhard etwas unerwartet, so kam es mir zu Ohren.
In meiner Runde spielten wir die Neuauflage von “Roter November”. Laaannnnge angekündigt, ein Kunde wartet schon seit Februar 2011, ist es in einer neuen Schachtelgröße aufgelegt worden. Der Spielplan ist gefühlt deutlich größer, ich bin mir aber nicht ganz sicher. Das Atom-U-Boot Roter November hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Ständig bricht in den Räumen Feuer aus, Wasser bricht ein, Reaktor, Maschine und Druckluftversorgung brechen zusammen. Alle sind in diesem kooperativen Spiel damit beschäftigt, die Schäden zu beheben. Dazu passend sind die Figuren der Spieler hektisch durch die Gegend keulende Matrosen. Bewegungen und Reparaturversuche verbrauchen Zeit. Soll etwas gelingen, dann muss ich mit einem zehnseitigen Würfel unter meine dafür eingesetzte Zeit würfeln. Je mehr ich einsetze, umso sicherer klappt die Reparatur, aber ich werde durch das vorwärts ziehen auf der Zeitskala wieder jede Menge Ereignisse auslösen, die im besten Fall keinen Schaden bedeuten. Ab und an fällt ein Gegenstand ab, der auf eine bestimmte Reparatur einen Bonus gibt. Immer gern gesehen ist der Grog. Eine geleerte Flasche lässt mich mutig einen brennenden Raum betreten und leichter löschen. Leider bin ich nach jeder Flasche berauschter und falle mit immer größerer Wahrscheinlichkeit in Ohnmacht, was mich für lange Zeit ausschaltet… In der zweiten Spielhälfte taucht irgendwann ein gewaltiger Kraken auf, dafür muss ein Spieler eine Tauchausrüstung und im Idealfall eine Harpune gehortet haben. Pikanterweise kann sich der Retter auch damit absetzten und alle anderen absaufen lassen… Ausstattung und Ideen sind sehr gelungen, allerdings hebt sich “Roter November” vom Ablauf nicht von den anderen aktuellen kooperativen Spielen ab.
Im Anschluß sollte es noch ein “Blood Bowl Teammanager” sein. Ich führte die beim Kollegen Peter nicht hoch im Kurs stehenden Elfen ins Feld, Lucas seine Orks waren noch dabei, Manfred´s Chaosteam sowie René´s Skaven. Wichtige Erkenntnis: Wer im Spiel hinten liegt, ist nicht raus! Manfred blieb seinem Würfelpech treu und hatte sogar den dritten Platz abgeschrieben. Die Karten der Personalverbesserungen können noch kräftig am Ende Punkte ermöglichen und so gewann er noch völlig unerwartet!