Spielabend, 10.04.
Christian wollte die dritte Erweiterung von “Thunderstone” mitbringen. Als sich das bei den ersten Ankömmlingen herum sprach, hieß es, “na, es gibt ja noch eine zweite Runde”. Als dann Gerhard mit seinem “Gloria Mundi” auftauchte und dafür kräftig trommelte, war die Thunderstone Runde ganz schnell randvoll…
Ich war mir unsicher, ob die Partie nicht zäh werden würde, zu viert. Ich halte “Thunderstone” für ein gutes Spiel zu zweit und zu dritt, die bisherigen Viererrunden waren grenzwertig vom Zeitaufwand, auch wenn es im Ganzen nicht länger als eine Stunde dauerte, die gefühlten Wartezeiten lagen höher. Aber es ging rasch bei der “Belagerung von Thornwood”. Die globalen Effekte versorgten unsere Decks mit vielen Krankheiten. Neben den Dolchen gab es zufällig ausgewählt nur noch die verfluchten Bögen. Die waren zwar stark im Kampfwert, aber bescherten weitere Krankheiten. Bei den Helden gab es keine mit Heilfähigkeiten… So erwies sich schnell eine schöne Stänkerkarte, die die Mitspieler zwingt mir jeweils eine Karte zu geben, von welchen ich dann eine behalte, als wirkungsarme Entsorgungsgelegenheit für eben die erwähnten Krankheitskarten. Das Spiel hat nichts von seinem Reiz verloren, wer diesem der Deckbauspielweise etwas abgewinnen kann, ist ohnehin bei “Thunderstone” gut bedient. “Die Belagerung von Thornwood” hat interessante neue Ideen, erfindet allerdings das Rad auch nicht neu.
Danach spielten wir “Vegas”, eine der beiden Neuheiten dieses Frühjahres von Alea. Vom reinen lesen der Regel hätte es mich nicht hinter dem Ofen hervorgelockt, aber es war sehr witzig! Ein Kandidat der lockeren Bier-und-Brezelfraktion. Nach meinem Wurf suche ich alle Würfel eines Wertes heraus und platziere diese auf ein Casinofeld. Wer am Ende die meisten dort zu liegen hat, kassiert den zufälligen offenen Geldschein dieses Casinos. Bei Gleichstand sackt ein unterlegener dritter die Kohle ein, so es überhaupt einen gibt. Einfach, kurzweilig und unterhaltsam!
Zum Schluß sollte es noch ein “Innovation” sein. Lucas, welcher es noch nicht kannte und somit die Schwierigkeiten hatte, sich einzufinden, lange auch zurücklag, gewann das Spiel und nörgelte nur rum. Uns anderen drei Verlierern machte “Innovation” Spass!
“Gloria Mundi” ist ein älterer Titel, 2006 erschienen. Die von Gerhard shanghaiten Deniz und Ralf spielten tapfer mit. Karten werden gespielt, drei Farben gibt es, die verschiedene Aktionen ermöglichen. Das eigene römische Schäflein will ins Trockene gebracht werden, bevor die Goten Rom erreichen. Auf ihrem Weg nach Süden brandschatzten sie alles, was ihnen in den Weg kam, so auch die mühevoll ausgespielten Karten. Ein ausgesprochen destruktives Spiel, so der Gewinner Ralf. Es war wohl ein sehr knappes Rennen und wurde nur über den Tiebraker entschieden.
Im Anschluß spielten Deniz und Gerhard noch den Klassiker “Lost Cities”, aus welchem das spätere Spiel des Jahres “Keltis” hervor ging.