Spielabend, 08.05.

9. Mai 2012

Viele Spieler und viele Spiele, so lässt sich der Abend zusammenfassen. Andreas, Gerhard und Nikolaj knödelten zuerst ein “Automobile”. Das Wirtschaftsspiel von Martin Wallace weiß immer wieder zu locken. Es gab nur wenig Modell-Entwicklung und auch nur wenige Verlustwürfel bei allen. Im ganzen war die Runde wohl friedvoll und alle lagen recht eng beieinander in der Schlußwertung.

Danach spielten die drei ein “Innovation”. Gerhard kannte es noch nicht, was ihn aber nicht daran hindern sollte, auch diese Partie zu gewinnen!

In der Küche spielten Fabian, Ralf und René zuerst ein “Die Speicherstadt”. Solides Spiel, hieß es von René und Fabian, die es noch nicht kannten, aber der besondere Kick würde fehlen.

Danach sollte es ein “Manila” sein, wofür René gern hin und wieder trommelt. “Ein übles Glücksspiel” schimpfte Rohrspatz Ralf am Ende der Partie, offensichtlich hat er es nicht gewonnen… Für ihn das erste Mal, unterschätzte er wohl die Bedeutung der Anteilsscheine, die nur der Hafenmeister bekommt, wofür dann auch schon etwas geboten werden muss. Womit Ralf natürlich Recht hat, ist, wenn bei drei Spielern einer eine Warensorte allein sammelt, wird es schwierig.

Deniz, Lucas und Manfred spielten mit mir ein “Amun – Re” von Reiner Knizia. Erschienen ist das Spiel 2003 bei Hans im Glück. Knizia typisch haben wir ein abstraktes Korsett an Mechanismen, die gut gelungen im Mantel von altägyptischer Geschichte zusammen wirken. Am Anfang jeder der sechs Runden werden Landgebiete am Nil versteigert. Die Schritte der Gebotshöhen sind fest vorgeben. Vermeintlich attraktive Gebiete gehen für 10 – 15 Goldstücke über den Tisch, andere durchaus auch für lau. Die Gebiete können unterschiedlich stark bewirtschaftet werden und bringen mitunter Baumaterialien, Geld oder Ereigniskarten bei der Ersteigerung mit. In der Aktionsphase kann jeder in beliebiger Mischung Arbeiter anheuern, Baustoffe und Karten kaufen. Dummerweise werden die Dinge immer teurer, je mehr ich kaufen will. Kostet ein Baustoff noch ein Gold, zwei davon drei Gold, zahl ich bei fünf schon fünfzehn Gold. Die Arbeiter werden auf den Feldern am Nil Nahrung anbauen, die sich dann wieder verkaufen lässt. Die Karten verschaffen verschiedene Boni und mit den Baustoffen errichte ich Pyramiden, die den Großteil der Siegpunkte erbringen. Die Höhe der Einkünfte aus dem Nahrungsverkauf richtet sich nach dem Nilstand und dieser wird durch verdeckte Spenden an die Götter bestimmt. Habe ich kaum Anbauflächen und verdiene mein Geld eher mit Kamelhandel, werde ich kaum etwas spenden. Für die Spender gibt es allerdings noch Geschenke. Mit dem Geld der Ernte muss jeder dann die nächste Runde lang haushalten. Setze ich auf die Karten? Was sie genau für einen Vorteil bringen, weiß ich nicht… Versuche ich beim Pyramidenbau gleichmäßig in allen meinen Gebieten den sicheren, aber geringeren Bonus mitzunehmen oder riskiere ich im Wettlauf mit den anderen, die meisten westlich oder östlich des Nils zu bauen, um den dicken Bonus einzusacken? Habe ich viele Arbeiter, muss ich auch viel spenden, um wieder das Geld rein zu holen… Viele kleine Einzelentscheidungen machen das Spiel spannend. Die Spielabläufe sind stimmig und konstruktiv. Deniz jammerte zwar, weil er oft hinten saß, hätte er weniger beeinflussen können, aber das hing sehr von den Situationen ab. So musste er sich nur mit dem zweiten Platz begnügen… Im ganzen ist “Amun – Re” immer noch ein gutes Spiel, welches sich vor den Neuheiten nicht verstecken muss, allerdings ist es im Handel nicht mehr erhältlich…

Anschließend spielten wir noch zwei Partien “Vegas”. Diese lockere Würfellei ist zum Abschluss genau das richtige, kurzweilig und unterhaltsam! Im Anschluss ließen Andreas, Fabian, Gerhard und Nikolaj ebenfalls die Würfel trudeln.

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 9. Mai 2012 um 15:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Einen Kommentar schreiben:

Ihre Daten werden niemals an Andere weiter gegeben. Die Email-Adresse wird nicht angezeigt. Notwendige Felder sind so markiert: *

*
*