Spielabend, 15.10.

22. Oktober 2013

Die Regeln von „Civilisation“ sitzen, also kam es diesmal sogar im Küchenkabinett auf den Tisch. Gerüchteweise erspielte sich Georgios einen Vorsprung und wurde dann von René und Fabian in die Zange genommen. Bei der Gelegenheit wurde dann die Hauptstadt von Georgios von Fabian eingenommen und das Spiel fand mit unter drei Stunden Spielzeit ein zügiges Ende.

Im Anschluß spielten die drei  ein „St. Petersburg“, welches Georgios noch nicht kannte.

Andreas und Ralf spielten zuerst mit mir ein „Relic Runners“ von Days of Wonder. Schatzsuche im tiefen Dschungel ist ein immer wieder gern aufgegriffenes Thema. Von einem zentralen Camp aus starten alle Spieler auf ihren Wegen zu Tempeln und Ruinen. Die Ankunft bei einer Ruine erlaubt anschließend ein Wegstück der eigenen Farbe angrenzend zu platzieren, so denn noch ein Ruinenplättchen vorhanden ist. Sind alle abgeräumt, so wird ein Schatz, in diesem Fall eine „Heilige Kröte“ auftauchen. Wer einen eigenen Weg zwischen zwei gleichen Schätzen aufgebaut hat und in einer Aktion von einem zum anderen läuft, sackt einen von beiden ein. Gleiches gilt auch für die drei Tempelarten, die neben der direkten Siegpunktvergabe allerlei Boni verschaffen. An bestimmten Wegabschnitten lümmeln Werkzeugkisten herum. Diese erlauben auf einem dreiarmigen Fortschrittsbaum vorzurücken. Zusätzliche Wertungen, das Versetzen von eigenen Wegabschnitten oder Tagesrationen sind die Belohnungen beim Nutzen des Baumes. Jede Grabung an den Tempeln, die immer dreistufig sind, oder den Ruinen kostet Kraft und folglich Tagesrationen, die es sonst nur in der Basis zu holen gibt.

Der schönste Umgang zum Thema Tagesrationen gab es im Jahre 1985 mit dem Spiel „The American Goldrush 1849“. Jeder konnte dort mit maximal zehn Rationen Bohnen mit Speck zum Gold suchen in der kalifornischen Einöde starten. Waren diese verbraucht, wurde es kritisch, manchmal fand sich eine Ratte oder ein Liter Froschlaich, zufällig per Ereigniskarte versteht sich, zum weiteren Überleben oder der fliegende Händler verkaufte für einen ordentlichen Batzen Gold… Klasse Umsetzung zum Thema.

Wie auch immer, „Relic Runners“ funktioniert als Familienspiel mit leichtem Anspruch bestimmt ganz gut, für den hart gesottenen Vielspieler ist der Stoff zu weich und wird wenig Reiz ausüben. Die Ausstattung ist gewohnt opulent und schaut hübsch aus.

Anschließend spielten wir „Kashgar“, eine Neuheit von Kosmos. „Kartenspiel, Seidenstraße, Siegpunkte, das übliche“, so meine Einleitung, die dankbarerweise leicht variiert bei vielen Spielen anwendbar ist. Neben einem Tableu, um die Vorräte der fünf Gewürzsorten, des Goldes und der Maultiere anzuzeigen, erhält jeder drei Karten, die vor einem abgelegt jeweils eine eigene Karawane darstellen sollen. Wer am Zug ist, nutzt einen der  Anführer, um aus zwei verdeckten Karten eine auszuwählen und diese neue Karte zusammen mit dem Anführer dann an das hintere Ende der Karawanenreihe zu stecken. Viele dieser Personenkarten bieten zwei Optionen. Manche von ihnen auch eine stärkere und eine schwächere, wobei die Nutzung der stärkeren zwangsweise den Abwurf der Karte bedeutet. Im wesentlichen erlauben die Personen in ihrer Mehrzahl eine Erhöhung der Güter und Tiere, wenige von ihnen die Erfüllung eines Auftrages. Von diesen liegen mehrere zur Auswahl und benötigen in der Regel eine Anzahl an Maultieren und diverse Gewürze. Ihre Wertigkeit schwankt zwischen einem und sechs Punkten. Manche der Personen sind auch Punkte wert. Der Reiz liegt darin, die Kartenreihen mit den richtigen Personen zu füllen, damit ein flotter Durchlauf schnell die benötigten Waren und Auftragserfüllungen ermöglichen. Ein kurzweiliges und spannendes Spiel! Wir waren überrascht. Das Kartenglück ist allerdings nicht ganz unerheblich, Andreas hatte das Problem, im Laufe der Partie an nicht mehr als einer Person zur Auftragserfüllung heran zu kommen und war folglich abgeschlagen.

Zu guter Letzt spielten wir noch ein „Wiz-War“. Dieses Spiel erschien ursprünglich 1983 (!) und liegt jetzt in der achten Edition vor. Niemand im Laden kann sich an diesen Titel erinnern, der ging komplett an uns vorbei… Pro Spieler kommt ein Labyrinth auf den Tisch. Jeder schlüpft in die Rolle eines Zauberers und will die Schätze der anderen klauen oder sie am besten gleich abmurksen. Dafür stehen eine Reihe von Zaubersprüchen in Kartenform zur Verfügung. Ständig fliegen Steingeschosse, Feuerbälle oder Wasserblitze durch die Gegend, nicht selten zusätzlich aufgepumpt, prallen dann aber auch schon mal an diversen Schutzschildern ab oder lassen den Urheber mittels Schmerzbande denselben Schaden erleiden. Ein zackiges Nimm-dies-du-Schuft-Spiel der Kategorie Bier-und-Brezel.

Am dritten Tisch zeigte Manfred dem Lucas und Peter ein „Nauticus“, welches letztens schon ausprobiert wurde. Die Jungs frickelten dann auch lange an dem Spiel, welches aber zu gefallen wusste!

Danach wurde noch ein „Dominion“ rausgeholt, die Erweiterung „Dark Age“ war dem Peter noch wohl bekannt, für die anderen ist sie noch neu gewesen.

 

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 22. Oktober 2013 um 11:11 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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