Spielabend, 18.07.

20. Juli 2017

Gerhard und Manfred spielten „King´s Will“ von Hans-Peter Stoll mit mir. Jeder spielt einen Fürsten im Mittelalter und baut seine Pfalz aus. Hierfür startet jeder mit vier Landschaften, die die für das Spiel wichtigen Waren Korn, Leder, Holz und Stein erwirtschaften. Natürlich muss sich noch ein Arbeiter dort aufhalten und das passende Aktionskärtchen genommen werden. Von denen gibt es acht verschiedene, allerdings stehen nicht immer alle zur Verfügung. Der auslösende Spieler darf zwei Aktionen des Kärtchens wählen, alle anderen nur eine. Die Mehrung von Arbeitern, Waren, Landschaften und Gebäuden, Tausch und Verkauf von Waren, Fortschritt der Warennutzung und Erkundung der Zielkarten sind die typischen Möglichkeiten dieses Optimierungsspieles. Diese Zielkarten sind das besondere bei „King´s Will“. Jeder kennt zu Anfang eine der acht Karten, die verdeckt ausliegen. Diese geben vor, wofür es am Spielende Punkte gibt. Jeder Spieler muss am Ende einer jeden der vier Runden einen Wertungsstein zu einer Zielkarte legen. Rechtzeitig genug Kenntnisse über die Ziele zu erlangen und darauf hinarbeiten, das ist die Herausforderung. Oft lässt sich ahnen, was bestimmte Karten bedeuten, wenn es gelingt zu kombinieren, worauf die Mitspieler hinspielen, ganz sicher ist es allerdings erst, wenn ich selbst nachgeschaut habe. Diese Ziele sind unterschiedlich strukturiert, manchmal geht es um Mehrheiten oder es gibt Punkte für bestimmte Gebäudetypen. Schwierig zu merken sind die Ziele, die bestimmte Kombinationen von Gebäuden, Waren und Lanschaften benötigen. Manfred und ich kannten „King´s Will“ schon, da hatte Neuling Gerhard dann etwas das nachsehen… Mein frühes Wissen um die Punkte für Dörfer und Bauernhöfe mit dem sehr konzentrierten Ausbau spülten mir viele Punkte in die Kasse und letztendlich den Gewinn. „King´s Will“ wusste uns zu gefallen…

Patrick spielte mit John „Flatline: A FUSE Aftershock Game“, erschienen bei „Renegade Game Studios“. In diesem kooperativen Spiel müssen die eintreffenden verletzten Patienten rasch richtig behandelt werden. Dafür gilt es, in EINER Minute die nötigen Würfelergebnisse zu werfen und richtig zu verteilen. Selbstredend wird es jede Runde schwieriger. Die erste Partie gewannen die beiden sehr locker. Es stellte sich aber heraus, dass an entscheidender Stelle ein Fehler gemacht wurde. Die zweite Partie wurde ebenfalls gewonnen, ob da alles richtig gemacht wurde…? In jedem Fall gefiel es beiden ausgesprochen gut!

Anschließend setzten wir uns alle für eine Partie „Tiefe Taschen“ von „Fobs Games“ zusammen. Jeder spielt einen korrupten Politiker und will das meiste Geld scheffeln. Der Präsident zieht Geldkarten und verteilt diese unter den Mitspielern, darf natürlich auch sich dabei berücksichtigen. Nimmt eine Mehrheit den Vorschlag an, wird verteilt. Wenn nicht, scheidet der Präsident aus der laufenden Runde aus und ein neuer macht einen weiteren Verteilungsvorschlag. Erpressung, Schutz davor oder Zusatzeinnahmen sind weitere Karten, die ebenso verdeckt bei der Abstimmung gespielt werden können. Schnell ging ein wildes Hauen und Stechen am Tisch los. Der gierige Erstpräsident Patrick konnte sich nicht lange halten und wurde zum Glück rasch vom Volkspräsident John abgelöst, der sich als ausgesprochen grosszügig erwies… „Tiefe Taschen“ reduziert das Kernelement des alten Klassikers „Junta“ auf das wesentliche. Es spielte sich sehr flott und machte allen großen Spass!

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 20. Juli 2017 um 11:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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