Spielabend, 05.09.

7. September 2017

Andreas brachte „Kanban: Automotive Revolution“ von Vital Lacerda mit. Die deutsche Version von Schwerkraft lag nach dem Erscheinen 2014 schon einmal auf dem Tisch, geriet dann aber in Vergessenheit. Neben Andreas versuchten sich Lucas, Manfred und Ralf im Autobau. Das Spiel zog sich den Abend über hin, ist es doch auch ein Schwergewicht, wie wir es von Lacerda gewohnt sind. Die Informationsmenge an Regeln ist wohl ersteinmal erschlagend, die Verzahnung der Möglichkeiten ebenfalls. Die eigentlichen Schritte sind nicht schwierig, müssen aber verinnerlicht werden. Das Gros der Punkte hängt von einem eigenen Auto ab. Um eines zu erhalten, dafür gibt es mehrere Wege, allerdings auch wieder Abhängigkeiten und Vorbedingungen. Andreas hatte das Pech, bis zum Ende keines zu ergattern und war damit abgeschlagen. Das Spiel wurde in annehmbarer Zeit beendet, was mich überraschte, da sich alle Grübler versammelt hatten. „Kanban“ wusste wohl allen zu gefallen….

„Klong!“, ebenfalls vom Schwerkraft Verlag, wurde frisch ausgeliefert sogleich von John mitgebracht. Carl, Gerhard und ich waren noch dabei. Jeder schlägt sich durch ein Raumlabyrinth auf der Suche nach den punkteträchtigsten Schätzen. Es liegen eine Handvoll Artefakte aus, von denen aber jeder Spieler nur eines nehmen darf. Gesteuert wird alles mit Handkarten. Deren Einsatz und Nutzung ist stark dem bekannten Spiel „Dominion“ entlehnt. Jeder startet mit zehn Karten, hat fünf auf der Hand und nutzt die Laufkarten, um vorwärts zu kommen und die Talentkarten, um neue Karten ins eigene Deck zu kaufen. Großer Unterschied ist die ständig wechselnde Auslage der kaufbaren Karten. Wir sind alle nicht die geschicktesten und müssen immer wieder auch unsere Stolperkarten ausspielen. Dabei machen wir Lärm und ein Klong-Klötzchen muss in den Sack. Dieser Lärm lockt den Drachen, welcher das Labyrinth hütet. Im bestimmten Rhythmus werden aus dem Sack Klötzchen gezogen und als Schadensmarker abgelegt. Das Vorankommen ist nicht immer einfach. Mal müssen Goblins bekämmpft werden, mal ist ein Schlüssel nötig. Der erste Spieler, welcher das Dungeon wieder verlässt, erhöht damit den Druck auf die anderen Spieler, da fortan mehr Klötzchen aus dem Sack gezogen werden, was durch das Aufnehmen von Artefakten ebenfalls passiert. Diese Steigerung ist leicht zu unterschätzen. Thematisch passt alles prima zusammen, nur leider gibt es wie bei fast allen dieser Deckbauspiele kaum Interaktion. Ich kann die anderen Spieler nicht angreifen, beklauen oder mit ihnen handeln. Es bleibt somit ein reiner Wettlauf. „Klong!“ ist stimmungsvoll gemacht, enttäuscht mich aber etwas. Den anderen gefiel es gut.

Im Anschluss spielten wir „Oh Captain!“, im deutschen Vertrieb bei Asmodee. Der aktive Spieler sagt dem Captain über eine gezogene Karte mit einem von fünf möglichen Symbolen die Wahrheit oder lügt. Der Captain kann diese dann für ein Goldstück kaufen und benutzen, falls die Wahrheit gesagt wurde oder er erlaubt dem aktiven Spieler, diese Karte gegen einen anderen einzusetzen. Am Ende zählen Symbolmehrheiten und Goldstücke Punkte. „Oh Captain!“ ist ein lockeres und schnelles Bluffspiel.

In der Küche probierten Georgios, Markus, Ralf und René zuerst „Flip City Wilderness“ von TMG. Da in der Regelerläuterung wohl einiges falsch erklärt wurde, zog sich das Spiel und der Spielspass war gedämpft… Wenn man es richtig verstanden hat, dann macht das Spiel durchaus was her, so Georgios. Es handelt sich um ein Deckbauspiel zum Thema Städtebau.

Danach wurde noch ein moderner Klassiker auf den Tisch gelegt: „7 Wonders“, der nachwievor gut ankommt!

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 7. September 2017 um 12:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter Dienstagsrunde abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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