Spielabend, 29.07.

31. Juli 2014

Wir waren zu fünft und unsere Wahl fiel auf „A Brief History of the World“.Von Christians zwei Einheiten in Indien aus der ersten Epoche blieben sehr rasch nur noch die Erinnerungen…. Er spielte dann vorausschauend und nahm die Karthager in der zweiten Epoche in Erwartung der Römer in der dritten. Der Plan ging in soweit auf, als das er tatsächlich auch zuerst aus den Völkerkarten wählen konnte, nur leider waren weder die Römer noch das zweitstärkste Volk, die Makedonen dabei, da im Spiel zu fünft jeweils zwei Karten pro Epoche rausfliegen. Mein Nimbus, als Verteidiger jeden wegzuwürfeln, der da nur ankommt, währte leider nur zwei Epochen, da ich vorne lag, lies sich niemand mehr abschrecken und ALLE griffen an… Zu Beginn der letzten Epoche war ich dann tatsächlich letzter, allerdings lagen wir zu dritt nur jeweils einen Punkt auseinander, Christian und Manfred konnten sich absetzen. Die Briten als stärkste waren nicht dabei und so zog ich dann die etwas schwächeren Russen den zweitstärksten, den Franzosen vor, da diese als erste am Zug waren und mir die alleinige Stellung in Afrika und Japan nochmals üppige Punkte bescherte. Manfred war zwar erst als letzter am Zug und hatte das schwächste Volk, da er aber immer noch in vielen Kontinenten vertreten war, konnte er seine führende Position behaupten und mit zehn Punkten Vorsprung die Partie für sich entscheiden. „A Brief History of the World“ bleibt ein unterhaltsames Würfelspiel, das uns wiederholt zu unterhalten wusste!

Etwas mehr als drei Stunden spielten wir trotz „A Brief History…“ und so kam dann kein weiteres Spiel mehr auf den Tisch.

Tags: | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 04.03.

6. März 2014

Diesmal waren wir zwei kleine Runden. René schlug ein „A Brief History of the World“ vor, und so saßen dann Gerhard, Lucas, René und ich über den Klassiker der Risiko – Klone gebeugt und eroberten in sechs Epochen die Welt. Jeder erhält pro Runde ein Volk und eine Ereigniskarte. Die Kämpfe werden auf Würfelbasis abgewickelt und im Anschluss werden Punkte verteilt für  die verschiedenen Regionen, in welchen man vertreten ist.  Es macht keinen Sinn, in den ersten beiden Epochen nach vorne zu preschen, das vergesse ich immer wieder. René ließ sich geschickt nach hinten fallen und räumte dann mit den Römern kräftig ab, selbst von Lucas seinen Persern blieb kaum etwas auf dem Brett stehen. Am Ende der vorletzten Runde standen wir kaum mehr als zehn Punkte auseinander, da blieben für mich als führenden nur die Japaner und mit denen ist schwerlich am Spielende noch ein größerer Blumentopf zu gewinnen…

Anschließend spielten wir noch eine Neuheit vom Heidelberger Spieleverlag: „Fun Farm“. Sechs faustgroße Schaumstofftiere liegen auf dem Tisch. Sie sind kugelrund und das Pferd wie auch die Ziege sind als solche nur schwer erkennbar, aber Schwamm drüber, sie stechen alle in ihren Farben deutlich voneinander ab. Es wird eine Karte aufgedeckt, die eines der Tiere zeigt und zwei Würfelergebnisse, die mit den beiden Farbwürfeln möglich sind. Fällt eines von diesen, dann gilt es rasch nach dem entsprechenden Tier zu grabschen. Zeigen die Würfel andere, als erwünscht, dann wird eine weitere Karte dazu gelegt. Mitunter lagen fünf Karten gleichzeitig. Kurzweilig und sehr unterhaltsam ist „Fun Farm“, die Kategorie der Reaktionsspiele hat wieder einen witzigen Neuzugang.

Andreas, Manfred und Ralf spielten „Terra Mystica“. Bei allen war es eine Weile her seit der letzten Partie und so reichten die Regelerinnerungen wohl nicht für alle wichtigen Details, bei den Stadtgründungen wurden Fehler gemacht und so wurde die Auswertung nicht bis zum Ende durchgeführt.

Danach sollte es noch ein „Prosperity“ sein. Andreas und Manfred, denen es nach wie vor gut gefällt, lieferten sich ein sehr enges Kopf an Kopf Rennen und waren am Ende wohl punktgleich.

 

 

Tags: , , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 30.04.

3. Mai 2013

Die Pläne waren ganz anders, aber der Vorschlag des alten Klassikers „A Brief History of the World“ fand rasch Anklang und so saßen dann Georgios, René, Gerhard, Ralf, Deniz und ich über die Weltkarte gebeugt und eroberten munter drauf los. An der Wiege der Menschheit, den Stätten der ersten großen bekannten Zivilisationen waren die Räume schnell besetzt und es wurde eng, zumal die Region des Mittleren Ostens in den ersten beiden Epochen am punkteträchtigsten ist. Ich machte es mir mit meinen Hethitern in den Bergen Anatoliens gemütlich und lies zur Sicherung noch eine zweite Einheit stehen, worauf im weiteren Verlauf des Spiels der üble Intrigenflechter René nicht müde wurde, die Eroberung meines Anatoliens als das einzig sinnvolle Ziel auf die Fahnen zu schreiben und jeden der es hören wollte oder auch nicht, damit penetrant in den Ohren lag…. Ich konnte jedem der Angesprochenen mindestens zwei viel lukrativere Ziele nennen, vollkommen sinnlos, René ´s Giftmischung wirkte und mein lieber guter Freund Gerhard, welcher noch eine Epoche vorher mir den Treueschwur mit den Worten „Wir werden Rücken an Rücken uns die anderen vom Hals halten“ hielt, konnte sich plötzlich nur noch an das Wort Rücken erinnern und viel mir mit seinen Persern schmählich in selbigen… Wir spielten diese Partie nicht zu Ende, da dieser Gerhard dann auch noch obendrein mitten im Spiel dieses verließ… Allerdings vorher angekündigt, muss ich schon noch einräumen. Etwas tollkühn war es schon, zu hoffen, wir schaffen die Partie bis 22.00 Uhr. Im Nachhinein stellte sich raus, dass bei der rasch aus dem Ärmel geschüttelten Regel der eine oder andere Fehler im Spiel gemacht wurde, Asche auf mein Haupt…

Im Anschluss spielten wir noch das geniale „Pictomania“, bei Pegasus Spiele erschienen. Sechs Karten mit jeweils sieben Begriffen stehen auf Stellbänken am Rand allen offen zur Einsicht. Jeder Spieler erhält zwei Symbolkarten geheim, die für ihn vorgeben, welchen Begriff er von den vorgegebenen für die anderen Spieler erkennbar zeichnen soll. Wer schnell malt, kann schnell mit dem Raten bei den anderen Spielern anfangen, denn wer früh richtig rät, erhält mehr Punkte, als die späteren Tipper. Die Begriffe gibt es in fünf Schwierigkeitsstufen; um meinen Champignon von den anderen möglichen Pilzen abzuheben, malte ich, deutlich erkennbar dachte ich, eine Flasche Champagner daneben, keiner kam drauf und diese Runde endete mit einem Haufen Minuspunkte für  mich…. Ein Mords Gaudi, kam entsprechend an!

Christian, Lucas, Peter und Manfred spielten „Nieuw Amsterdam“ von White Goblin Games. Ein Aufbau-Entwicklungs-Spiel mit wenig neuen Elementen, einer hohen Downtime und viel zu geringem Interaktionsgrad, so die dann im ganzen doch recht vernichtende Kritik, auch wenn es unter dem Strich kein schlechtes Spiel sein soll…

Tags: , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 28.06.

30. Juni 2011

Ein weiteres Mal sollten die „Korsaren der Karibik“ auf Herz und Nieren geprüft werden. Lucas, der schon das  erste Mal dabei war, musste ich nicht lange bitten und Manfred kam noch mit ins Boot. Da Lucas und ich wussten, wie der Hase läuft, hatten wir schnell unsere Pläne. Getrieben von der Nachfrage und diesen doofen Gerüchten, die teuer erstanden sich nicht selten an Ort und Stelle als das erwiesen, wie sie eben so heißen, nischt als Gerüchte… Was wir letztmalig falsch spielten, war die Möglichkeit, einen Siegpunkt zu ergattern, wenn die Beute eines ausgeweideten Kauffahrers zwölf Dukaten erreicht. Das klappte oft und so sammelten wir deutlich schneller Siegpunkte ein. Meine frisch erworbene Fregatte verwandelte sich gleich beim ersten größeren Seegefecht in Fischfutter. Wenn die anderen Spieler nicht ein ähnliches Pech haben, dann ist der Zeitverlust kaum noch aufzuholen. Lucas leistete sich bei Zeiten eine fette Galeone,  legte den Schongang ein und handelte nur noch. Die gewaltigen Kriegsschiffe der europäischen Großmächte dümmpelten in den Seezonen vor sich hin. Am Schluß lagen drei von ihnen in unmittelbarer Nähe zu Lucas, und Manfred und ich hätten fast den Kartengöttern Opfertänze dargebracht, damit auf einer der Ereigniskarten zu Rundenbeginn die Bewegung dieser Schiffe angezeigt wird. Lange passierte gar nix, aber dann schwamm träge das furchteinflößende gewaltige spanische Schiff in Lucas seine Gewässer und fand ihn nicht…. Was für ein ödes aller ödesten Schweineglücksspiele…. Manfred, der genauso dicht am Sieg dran war, wurde für ihn überraschend von meinem als Butterfahrt getarnten besseren Floß angriffen! Aber sein wurmzerfressener Kutter hielt meinen Kanonen stand und ihm fehlten nur wenige Taler, um auch auf die ersehnten zehn Siegpunkte zu kommen. So war es am Schluß sehr spannend, wer denn nun das Rennen macht. Manfred gefiel der hohe Glücksanteil nicht. Lucas und ich fühlten uns prächtig unterhalten! Zugegeben, eine Partie zur Orientierung ist von Nöten.

Am anderen Tisch rangen sich die Jungs zu einem „A Brief History of the world“ durch. So ganz aus dem Ärmel geschüttelt waren die Regeln dann doch nicht, das eine oder andere musste nachgeschlagen werden. Als eklatanter Schnitzer erwiesen sich die falsch gewerteten Regionsmarker…. Mir kam zu Ohren, dass es René gelang, in der letzten Runde geschickt die Jagdhörner in Richtung das leicht führenden Fabian zu blasen, dem dann natürlich mächtig das Fell gebürstet wurde, so dass die alten erfahrenen Hasen Gerhard und René den Sieg unter sich ausmachten…

Tags: , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 26.04.

28. April 2011

Diesmal nur in einer Runde, spielten wir zu fünft seit langem mal wieder ein „A Brief History of the world“. Dieser Eroberungsklassiker war in drei Stunden durchgespielt. Bei fünf Spielern fliegen pro Epoche zwei Völker raus, trotzdem waren, bis auf die Araber, alle großen dabei: Perser, Römer, Mongolen und Briten. Entsprechend sah das Brett nach jeder Runde komplett anders aus. Allerdings gibt es Nischen die das gesamte Spiel kaum erobert werden, das Kreta der Minoer ist so ein Beispiel, Nordafrika blieb ebenfalls sehr friedlich. Völlig pauschalisieren will ich das aber nicht, zu sehr hängt es von augenblicklichen Interessen ab, wo will wer noch einen Fuss in die Wertungstür bekommen. Zeitweise lagen alle dicht beieinander am Epochenende. Die in den früheren Versionen alles entscheidenden Briten der sechsten Epoche sind mittlerweile gestutzt, führten den letztplatzierten auch wieder etwas dichter heran, spielentscheidend waren sie aber nicht. Im ganzen fühlten wir uns prächtig unterhalten!

Tags: | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 25.05.

28. Mai 2010

Abermals spielten zwei Runden. Andreas, Manfred und Ralf gaben sich ein „Agricola – Die Moorbauern“. Die Enttäuschung von unserer allerersten Partie Moorbauern teilten sie nicht, aber ein unbedingtes „Muss“ ist es auch nicht, so der Tenor. Es gefiel allen und dauerte auch nur erstaunliche zwei Stunden.

In meiner Runde lag ein „A Brief History Of The World“ auf dem Tisch, da wir ursprünglich zu sechst waren und ein Spätkommer alles durcheinander wirbelte… Sodann ein History zu viert. Naturgemäß kommen weniger Völker ins Spiel bei weniger Mitspielern. Es bleiben dann Nischen, die Hauptstadt Karthago z.B. blieb das ganze Spiel unbehelligt und in Indien reichten über viele Runden zwei Gebiete, um die doppelten Punkte einzustreichen. Zeitweise lagen wir alle nur ein Punkt von einander entfernt, dann ging die Schere doch auseinander und Renè´s Bedenken, in der vorletzten Runde vorne zu liegen, bedeutet eine schlechte Abschlußplatzierung, erwies sich als unbegründet. Es bleibt ein unterhaltsames Glücksspiel mit einem Hauch von Weltgeschichte und Strategie und konnte uns alle wiederholt begeistern!

Im Anschluß fanden wir alle zu einem „Kopf an Kopf“ zusammen. Trotz der großen Runde dauerte dieses Pferderennspiel nur eine Stunde. „Flocke“ lag wie oft weit vorn und fast alle wetteten auf den Gaul. Als er auf den letzten Feldern doch noch eingeholt wurde und abgeschlagen nur als dritter mit einer lausigen Quote ins Ziel ging, da war der Katzenjammer bei vielen Wettenden groß… René versuchte es  nur mit den Wetten und erwarb keinen einzigen Klepper. Zum Sieg reiche es dafür nicht. Die Preisgelder sind doch üppig und geben ein reiches Unterfutter für die Schlußabrechnung. Ein Glücksspiel pur, welches immer wieder für viel Spass sorgt!

Tags: , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 30.03.

1. April 2010

„Planet Steam“ von „LudoArt“ lag auf dem großen Tisch, das Material benötigt viel Platz. Lucas, Manfred, Gerhard und Jörg versuchten sich an diesem üppigen Wirtschaftsspiel, dass im SF-Bereich angesiedelt ist. Planet Steam ist keine Neuheit, es erschien zu Essen 2008 und kam bei allen gut an. Komplex und zeitaufwendig ist es, danach wurde nix anderes mehr gespielt.

Andreas, Christian, René und Christine spielten eine Neuheit von Pegasus: „Revolution“. In leichter Anlehnung an das alte Stein-Schere-Papier setzt jeder hinter seinem Sichtschirm auf Personen, um damit wieder an neue Bietsteine zu kommen, Siegpunkte direkt zu sammeln oder eigene Spielfiguren in die Gebäude des Spielplans zu setzen, die bei Spielende gewertet werden. Was das Spiel mit einer Revolution zu tun hat, ist mir ein Rätsel… Zwölf Personen hat jeder Spieler zur Auswahl, auf die er verdeckt bieten kann. Die Bietsteine haben drei Wertigkeitsstufen und nicht auf jede Person kann jede Art geboten werden. Bei Gleichstand gehen alle leer aus.  Die Boni der Personen sind verschieden.  Die Gebäude bieten unterschiedlich viel Platz und geben demjenigen einen satten Schwung Extrapunkte, welcher am Ende, wenn alle Gebäude belegt sind, die Mehrheit an eigenen Figuren besitzt. Zum Spielende hin werden die Personen des Spions und der Apothekerin wichtig, da sie das Versetzen und Rauswerfen von Figuren der Mitspieler erlauben. Die einzelnen Elemente sind nicht wirklich neu, aber Bluffen und verdecktes Bieten haben ihren zeitlosen Reiz. Ein kurzweiliges Stänker-Spiel mit hohem Unterhaltungswert, welches allen gut gefiel.

„Small World“ von „Days of Wonder“ war der nächste Kandidat und auch ratz-fatz durchgespielt, da es sich ebenfalls durch Kurzweiligkeit auszeichnet.

Zu guter Letzt kam „San Juan“ von „Alea“ noch in die Runde, mit den neuen Karten aus der „Alea-Schatzkiste“ gespickt, wurden eifrig neue Kombinationen probiert.

In selbiger Zeit schafften Vera, Carl, Ralf, Matthias und ich nur ein „A Brief History of the world“ von „Ragnar Brothers“. Auch dieses Spiel ist keine Neuheit, hat aber seine Freunde und wusste uns zu begeistern. In dem Klassiker „Risiko“ ähnlicher Manier werden per Würfelwurf Länder erobert und am Ende des Spielerzugs sofort Punkte vergeben. Leider lässt die Neuauflage noch auf sich warten…

Tags: , , , , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 15.12.

28. Dezember 2009

Während sich in kleiner Runde Andreas, Lucas und Gerhard nochmal auf „A Brief History of the world“ stürzten, spielten wir in vierer Besetzung ein „Machtspiele“ von „eggert“. Zu dritt ist History nicht der Brüller, zuwenig Bewegung auf dem Brett war der Tenor.

Machtspiele ist von komplexer Natur, sehr reizvoll und kein Baustoff-Spiel! Vier Siegpunkte gilt es zu sammeln, in sechs möglichen Bereichen. Das zentrale Spielbrett zeigt die Bereiche, indennen Punkte gesammelt werden und den administrativen Sektor eines großen Konzerns. Von sechs verschiedenen Abteilungen gibt es Büros, wer über die Mehrheit der Büros verfügt, stellt am Rundenende den Abteilungsleiter. Dieser erhält eine spezielle Bonuskarte und kann über diese im Laufe des Zuges verfügen. Was für Aktionsmöglichkeiten gibt es? Ich kann ein freies Büro belegen, dafür stelle ich eine Führungskraft meiner Farbe und einen grauen Mitarbeiterwürfel in das erwünschte Feld. Ich kann auch gleich zwei Büros belegen, dann aber nur aus eigener Kraft mit schon auf dem Brett befindlichen Mitarbeitern meiner Büros. Kostet vier der selbigen, die ich beliebig abziehen kann. Sollte allerdings dabei eine meiner Führungskräfte völlig allein im Büro verbleiben, dann verlässt sie  frustriert, unwiderruflich und sofort das Unternehmen. Vermutlich, da niemand mehr da ist, den sie schikanieren kann… Neben den Mehrheiten gibt es noch einen anderen Aspekt: Wenn ich den Abteilungsleiter stelle, kann ich ihn und alle Büroleiter in den Vorstand schicken, die Mitarbeiter wandern aber alle ab. Im Vorstand ist deutlich mehr Geld zu verdienen, es gibt Einflußpunkte, eine der Siegpunktskalen und die Farbmehrheit im Vorstand bestimmt den Boss. Dieser bekommt noch mehr Geld, noch mehr Einfluß und auch eine Bonuskarte. Was geht noch? Aktien kaufen, Hauptabteilungen gründen, Abteilungsleiter zu Beratern machen. All dies in bestimmter Häufigkeit erreicht, führt zum Siegpunkt in diesem Bereich, wobei mehrere Spieler im selben punkten können. Bestechung ist auch möglich, führt sogar zu einem Siegpunkt, hierbei ist die Abwerbung der Bonuskarten das Ziel, die für den Bestecher einen noch größeren Vorteil bedeuten. Jeder Spieler zieht zu Beginn des Spiels eine sogenannte „Erzfeindkarte“, ist er in denn Bereichen besser, als der dort genannte Spieler, ist auch damit ein, dann verdeckter Siegpunkt möglich. Der Abteilungsleiter der Kommunikation bestimmt die Spielrundenlänge verdeckt. Dies und die verdeckte Siegpunktmöglichkeit geben dem Spiel zusätzliche Spannung und Würze. Die verschiedenen Aspekte sind sehr stimmig und passend verzahnt. Es klingt in der Beschreibung sicher etwas trocken, Unternehmensstrukturen nachzuspielen,  das Spiel konnte uns aber alle überzeugen und begeistern! Zumal das Material üppig und ansprechend gestaltet ist, einzig das Cover der Kiste lädt nicht zum Erwerb ein, es soll das trockene Wirtschaftsthema auflockern, stieß uns alle eher ab, als das es neugierig macht. Ich will nicht unerwähnt lassen, dass pure Anfänger schon sehr rudern müssen, um überhaupt Land zu sehen. Die erste Partie dient einzig dazu, den Überblick zu bekommen. So gewann Manfred, der einzige, der es schon spielte, mit deutlichem Abstand, was uns anderen aber keinesfalls den Spass trübte!

Tags: , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 08.12.

10. Dezember 2009

Kurzfristig fiel die Entscheidung für diesen Abend für „A Brief History Of The World“ von „Ragnar Brothers“. Erstmalig Anfang der Neunziger in einer Geschirrtuch-Fassung erschienen, ist es jetzt nach mehrmaligen Varianten verschiedener Verlage in einer stark überarbeiteten Auflage zu haben. Tatsächlich verdampfte wohl nicht alles in Essen, wir sollen noch welche in den Laden bekommen. Es gehörte damals schon zu meinen Lieblingsspielen und konnte in der neuen Fassung rasch all unsere Herzen erobern! Die Geschichte der Welt reduziert auf zwei Stunden Eroberung, „Risiko“ lässt grüßen. Die Weltkarte ist unterteilt in Gebiete, im Unterschied zur alten Fassung mit deutlich weniger Gebieten. In sechs Runden tauchen diverse Völker per Karten auf und decken den Zeitrahmen von rund 5000 Jahren ab. In der alten Variante zog vom punkteschlechtesten an jeder eine Karte und behielt sie oder gab sie einem anderen Spieler. Jetzt bekommt der schwächste soviele Völker wie Spieler teilnehmen, sucht sich eins aus und gibt den Rest weiter, selbiges wird auch mit den Aktionskarten gemacht, diese allerdings in umgekehrter Reihenfolge verteilt. Die Völkerkarten tragen Informationen über ihr Startgebiet, die Anzahl der Einheiten, mögliche Seefahrt und jetzt neu, mitunter eine Spezialfähigkeit. An der Einheitenzahl wurde mächtig geschraubt, kaum eines hat noch ihre ursprüngliche Anzahl. Die Reduzierung gleicht die Völker etwas aus und nimmt zeitlich Länge aus dem Spiel. Die gefürchteten Römer haben nur noch 15 statt 25, die in der letzten Epoche oft spielentscheidenden Briten nur noch 12 statt 20. Die Zahl der Epochen (Runden) wurde ebenfalls reduziert von sieben auf sechs. Vom Startgebiet aus wird erobert in risiko-ähnlicher Manier, der Angreifer bekommt zwei Würfel, der Verteidiger einen, der Angreifer muss den höheren Einzelwert vorweisen, sonst verliert er eine Einheit. Neu ist jetzt, dass nach einem verlorenen Kampf bei erneutem Angriff auf dasselbe Gebiet ein Bonus von +1 gewährt wird, der bis auf +3 gesteigert werden kann bei immer weiteren Niederlagen. Weitere Neuerung ist die Überrennen-Regel: Sollte der Angreifer mehr als einen Punkt Differenz, bei Bergen und Wäldern zwei, gewürfelt haben, kann er demselben Spieler mehrere Gebiete abknöpfen. Siegpunkte gibt es am Zugende des Volkes, welches fortan nichts mehr aktiv macht, sich allenfalls noch gegen garstige Angreifer verteidigt. Die Gebiete der Weltkarte sind nach Regionen farblich unterschieden und im Laufe des Spiels unterschiedlich wertig. Die Präsenz in wenigstens einem Gebiet beschert die einfachen Punkte, bei Mehrheiten auch doppelt oder dreifach. Hauptstädte, Städte und Monumente bringen ebenfalls Punkte. Im nächsten Zug bekommt ein Spieler Punkte für sein aktuelles Volk sowie für die Reste seiner alten Völker, soweit noch vorhanden. Das Spiel ist wesentlich flotter als seine Vorgänger und wusste unsere Fünferrunde  zu begeistern!

Am anderen Tisch kamen beliebte Altheiten zum Einsatz: „Chicago Express“ und „TransAmerika“.

Tags: , , , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »