Spielabend, 19.04.
Das Küchenkabinett machte sich über “Strasbourg” her, das neueste Spiel von Stefan Feld erschienen bei Pegasus Spiele. Die Meinungen waren durchwachsen, von heller Begeisterung bis zu: nicht wirklich fesselnd, war alles dabei. Der kleinste gemeinsame Nenner sieht wie folgt aus: Es ist ein ungewöhnliches Versteigerungsspiel mit vielen Stellschrauben.
Danach spielten Andreas, Fabian, Christian und Ralf noch ein “Airlines Europe”. Hierbei sind die Einschätzungen schon einhelliger: Ein Klassespiel, spannend und kurzweilig.
Manfred, Gerhard und Lucas machten mit “Pantheon” ähnliche Erfahrungen, wie beim letzten Mal, derjenige mit der Säulen-Strategie hat letztendlich keine Chance gegen eine konsequente Götter-Strategie. Lucas und Gerhard verfolgten diese gleichermaßen, da Lucas häufiger die Runden beendete, halfen ihm diese Bonuspunkte zum Sieg.
Danach spielten sie “Artus”, auch dies eine Neuheit, von Alea. Am großen runden Tisch der Artuslegende versammeln sich König, Prinzen und Ritter. Da hören die Bezüge zu diesem Thema dann auch schon auf, der Rest ist abstraktes Punkte sammeln über Wertungskarten. Jeder stellt seine Ritter auf den Stuhlfeldern rund um den Tisch auf und wird diese über Handkarten bewegen, um sie auf lukrative Plätze zu schieben, die viele Punkte ermöglichen. Fünzehn Felder bringen allerdings nur Minuspunkte, vier Felder nix und zehn Felder Pluspunkte. Der Tisch selbst ist beweglich, wer den König versetzt, löst dies aus. Dafür wird am Spanferkelgriff in der Mitte gedreht, schöne Idee! Mit seinen Karten eine Situation vorzubereiten, um im nächsten Zug die Ernte einzufahren, ist im Spiel mit drei oder vier Spielern nicht möglich. Durch diese Unkalkulierbarkeit versucht jeder, mit möglichst nur einem blauen Auge aus der Runde zu kommen, da jeder im Laufe des Spiels alle Karten spielen muss , die pöapö nachgezogen werden. Ich zitiere an dieser Stelle Manfred: “Insofern “taktisches Kartenauslegespiel mit hohem Glücksfaktor und explodierendem Grübelfaktor durch Zugoptimierer”.
Fast hätte ich es vergessen: Im Anschluß lag noch eine Kosmos-Neuheit auf dem Tisch, “Schlacht am Buffet” von Martin Wallace in Uli Stein Optik. Kein komplexer Hammer, wie wir es von Wallace gewohnt sind, ein lockeres Bluff- und Zockerspiel. Die Spielfiguren der Mäuse sehen Klasse aus!
In meiner Runde spielten wir zu fünft das gute alte “Age of Empires III”. Dirk, Nikolaj und Carl kannten es noch nicht. Für die erste Partie ist es nicht leicht einzuschätzen, welche Wichtigkeit tragen bestimmte Stadtausbauten und díe Handelswaren. Obendrein spielten wir eine Variante, wonach der Startspieler versteigert wird und das Entdeckungskärtchen für die Karibik erhält, sowie schon einen Kolonisten. So, als wenn die Karibik nach normalen Entdeckungsregeln behandelt wäre. Dirk bot neun Taler und war nach seiner Einschätzung dadurch abgeschlagen, das er das Geld nicht so schnell wieder einnahm, um ein lukratives Stadtkärtchen kaufen zu können. Die Beurteilungen waren gemischt, Nikolaj riss es nicht sonderlich vom Hocker, mir und Carl gefiel es ausgesprochen gut.