Spielabend, 08.03.
“Die Burgen von Burgund” diesmal in einer Viererrunde. Christian zeigte es Lucas, Fabian und Nikolaj, die es noch nicht kannten. Ohne Frage, die erste Partie dient der Orientierung und mag mehr Zeit benötigen, aber 3,5 Stunden ist zu viel, das trägt das Spiel nicht, darin waren sich alle einig. Das Spiel als solches wusste zu gefallen. In einer gestrigen Runde spielte ich ebenfalls zu viert und den anderen war es auch neu. Drei Stunden brauchte es, das ist grenzwertig. Oft ergibt sich direkt vor dem eigenen Zug eine neue Situation, die die bis dahin gemachte Planung über den Haufen wirft. Dem Spiel liegen sechs Spielerpläne mit insgesamt neun verschiedenen Landschaften bei. Das sorgt für viel Abwechslung. Zu zweit und zu dritt ein Klasse Spiel, zu viert nur eingeschränkt zu empfehlen.
In meiner Runde spielten wir ebenfalls zu viert ein “Poseidon” von Lookout Games. Andreas und Manfred kannten es in- und auswendig, Ralf noch nicht, ich spielte zweimal. Mein Plan, die Sonderkarte für die Einkommesverdopplung in einer lukrativen Stadt der kleinasiatischen Küste zu nutzen, dauerte von der Umsetzung her viel zu lange. Alle anderen Karten bieten in der Anfangsphase ganz hübsche Nebeneinkünfte, die fehlten mir auch. Zwischenzeitlich brummte meine Athener Handelsflotte kräftig und sorgte für üppige Einnahmen, dann aber beim Wechsel in die E-Schiffe blieb von der Flotte nix mehr übrig, die Kasse war leer und ich musste zum Schiffskauf dazu schießen. Meine Westgriechen spülten auch nicht viel in die Privatschatulle, ebenso wie Manfred begründete ich mein Zweitvolk ziemlich spät, deren Einkünfte nicht sehr ins Gewicht fielen, späte Völker dienen scheinbar eher der Erreichbarkeit der E-Schiffe, so dass das “Erstvolk” bessere Möglichkeiten hat, soweit die aktuelle These. Poseidon ist fesselnd und rechenintensiv, aber überschaubar. Nur die Auswirkungen der Schiffswechsel sind nicht leicht punktgenau zu kalkulieren. Am Ende gewann Andreas ganz souverän. Dieses Spiel löst so schön diesen Beim-nächsten-Mal-mache-ich-alles-ganz-anders -Effekt aus. Wir hatten unseren Spaß, einzig Ralf rollte mit den Augen, ob des Konzentrationsbedarfs zum Berechnen der Einkommen…