Spielabend, 01.01.
Weihnachten wurde natürlich auch viel gespielt! An Neujahr fand sich nur ein kleines Häuflein hartgesottener daheimgebliebener Spieler zusammen. Mit Patrick und René probierte ich zuerst ein “Power up!”, die Erweiterung für “King of Tokyo” aus. Der neue Kampfpanda Pandakai musste auf Herz und Nieren geprüft werden, ich riss ihn mir unter den Nagel. Die wichtigste Veränderung sind die Evolutionskarten, grundsätzlich gibt es für jede Figur einen eigenen Satz. Diese sind bei einem Wurf von drei Herzen erhältlich, dann darf die oberste gezogen werden. Manche sind dauerhaft benutzbar, manche nur einmalig. Es sind witzige zusätzliche Effekte dabei, die sich auch gut mit den Energiekarten kombinieren lassen. Anfangs ging niemand nach Tokyo rein, alle geierten nach Energie für die schicken Karten und natürlich nach Herzen! King Kong René geriet ins stolpern und wurde zum Bettvorleger verarbeitet. Mein Panda schlug sich tapfer, hatte aber am Ende gegen die perfiden Winkelzüge des Cyper Patrick Bunny keine Chance…
Für “Galaxy Trucker” ist ENDLICH die lang ersehnte zweite große Erweiterung erschienen. Sie strotzt nur so vor Material und Ideen. Da es Patrick noch gar nicht kannte, beschränkten wir uns im ersten Flug auf die neuen Raumschiffteile. Der Router gehört zu den interessantesten, er ermöglicht jede erwünschte Verbindung zu den benachbarten Teilen. Gemischte Lebenserhaltungssysteme sparen Platz und kleine Düsen erlauben Ausweichmanöver auf der letzten Zacke. Der erste Flug verlief reibungslos. Für den zweiten nahm ich alle neuen Weltraumkarten. Wesentliches Element sind die Eindringlinge, die sich zufällig ausgewürfelt, von außen ins Raumschiff eindringend, das Loch sorgfältig wieder schließend, durchs Schiff bewegen, um entweder alles zu fressen, was ihnen in den Weg kommt oder um nach einer vorgegebenen Zahl an Schritten, ein Schiffsteil weg zu sprengen. René kostete es gleich bei der ersten Gelegenheit eindrittel seines Schiffes. Das weckte sein Rohrspatzgen. Die gesamte restliche Partie durften wir uns anhören, dass es das doch nicht sein könnte, nur noch von Aliens angegriffen zu werden…. Patricks und mein Raumschiff blieben recht unbeschadet und so zuckten wir mit den Schultern….
Eine dritte Runde gab es nicht, da Lucas auftauchte und wir eine andere Erweiterung probieren mussten: “Gold & Guns” für das Spiel “Carson City”. Auch dieses Spiel ist ein alter Liebling und so waren wir sehr gespannt. Es gibt einen komplett neuen Satz an Charakterkarten, die zu Rundenbeginn gewählt werden können. Interessant sind die Lady, die zwei Duellen aus dem Weg gehen kann, der Auktionator, der zwei Grundstücke versteigert oder auch der Arzt, welcher Duellverlierer wieder ins Spiel bringen kann, gegen Gebühr natürlich. Dummerweise wird unsere kleine Stadt jetzt regelmäßig von auswärtigen Banditen überfallen… Es gibt auch neue Gebäude: die Schmiede mit festem steigendem Einkommen oder die Bahnstation, welche bei einem durchgängigen Weg quer durch die Stadt einen üppigen Schwung an Siegpunkten zum Spielende bedeutet. Dies von langer Hand, mal wieder ganz unauffällig vorbereitet, verschaffte Patrick den Sieg! Eine wichtige Veränderung stellt die Umwandelbarkeit der reinen Wohnhäuser in doppelstöckige Wohnhäuser dar. Damit können von anderen Gebäuden die Einkünfte explodieren. Carson City bleibt ein spannendes Spiel, welches mit der Erweiterung einiges an Variation erfährt!