Spiel des Jahres

5. Juni 2009

Vor Pfingsten hat die Jury “Spiel des Jahres” die Nominierungsliste bekannt gegeben.

Darin ist die Vorauswahl zum eigentlichen Spiel des Jahres schon mal eingegrenzt. Es gibt 5 mögliche Familienspiele, 5 mögliche Kinderspiele und zwei Sonderpreise.

Die 5 nominierten für das Spiel des Jahres 2009 sind

  • Dominion vom Hans im Glück Verlag
  • Fauna vom Huch & Friends Verlag
  • Finca vom Hans im Glück Verlag
  • Fits vom Ravensburger Spiele Verlag
  • Pandemie vom Pegasus Verlag

die 5 nominierten Kinderspiele sind

  • Curli Kuller vom Selecta Verlag
  • Das magische Labyrinth von Verlag Drei Magier
  • Land in Sicht vom Ravensburger Verlag
  • Nicht zu Fassen vom Zoch Verlag
  • Zoowaboo vom Selecta Verlag

Der Sonderpreis ” Neue Spielwelten” geht an Spacealert und

der Sonderpreis ” Partyspiel” geht an Gift Trap, beide vom Heidelberger Spieleverlag.

Endlich mal eine Liste mit der ich ohne zu nörgeln, völlig zufrieden sein kann.

Am 29. Juni wissen wir es dann ganz genau.

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Spielabend, 02.06.

4. Juni 2009

Diesesmal in großer Runde, Gerhard, Lucas, Andreas und Ralf probierten “El Presidente”, den Ausbausatz von “Cuba” aus dem Eggert Spiele Verlag. Die Begeisterung war gemischt, Gerhard fand Cuba vorher auch schon Klasse, Andreas fand es zu lang. Sie hängten den alten Klassiker “Racko” von Ravensburger noch hinten dran, der immer noch zu begeistern weiß und dessen  Neuauflage seit Jahrzehnten auf sich warten lässt.

In meiner Runde waren wir zu siebt und hoben “Gift Trap” im Vertrieb bei Heidelberger Spieleverlag auf´s Schild. Ein sehr unterhaltsames Partyspiel. Eine Handvoll Karten mit Motiven, diverser als Geschenk gedachter Dinge oder Events, Dienstleistungen. Ein Seegrasbad, Schokoladenfondeu, eine Regenwassertonne, eine Reise nach Jerusalem, um eine Auswahl unserer Geschenke zu geben. Jeder Spieler verteilt diese Geschenkmöglichkeiten an seine Mitspieler, indem er jedem eine Karte vergibt, die die Nummer des Platzes des Geschenkes hat. So kann jemand durchaus ein Geschenk mehrmals erhalten, zumal die Karten verdeckt verteilt werden. Im Anschluß verteilt jeder Spieler Beliebtheitsmarker auf die Geschenke, auch verdeckt, deren vier Stück an der Zahl. Im Stil von “Superidee”, “mag ich”, “geht so”, “so lala” und “das ist eine blanke Zumutung” sind diese Marker von +3 bis -4 Punkte wert. Wenn ich etwas mag und mir schenkt jemand das Objekt meiner Begierde, erhalten wir beide Punkte in der Höhe meines Vorliebemarkers. Dafür marschieren hübsche Geschenkpunktezähler auf der Außenskala, eines mit Schleife, für die Punkte meiner Geschenkideen und ein geöffnetes Geschenk, wenn mir jemand etwas schenkt. Die Ausstattung ist generell sehr gelungen. Etwas Kenntnis über die Mitspieler ist schon von Vorteil, aber es gibt auch immer Überraschungen. Von Matthias dachte ich, eine Statistenrolle in einem Western wäre eine tolle Idee, Pustekuchen, er hat es zweimal als kleinen  Nebenjob probiert und fand es hoch öde. So bekamen wir beide vier Punkte abgezogen. René mit zwei Kindern geht doch bestimmt gern ins Spassbad, dachte die Mehrzahl und schenkte ihm ein Besuch, interessierte ihn nicht die Bohne… Sehr schöner Neuzugang in der Liga von Spielen wie Life Style, Personality oder Der wahre Walter.

Danach spielten wir “Times up” von Asmodee. Kommunikationsspiele in Runden mit hohem Frauenanteil sind immer eine sichere Bank, diesmal waren drei dabei und ich musste zu diesem Titel nicht lange bitten. Es hat viele Elemente, die von “Tabu” her durchaus bekannt sind und ich gehöre sicher zu den ersten, die rumnörgeln, was für ein Plagiat mal wieder auf dem Tisch liegt. Bei Times up ist es anders. Vierzig Persöhnlichkeiten aus allen Zeitaltern und Gesellschaftsbereichen bildeten den Talon. Im ersten Durchgang wird gespielt, bis alle Persöhnlichkeiten erraten wurden, dafür werden zwei oder mehr Mannschaften gebildet, wir einigten uns auf zwei. Wer am Zug ist, beschreibt solange, bis die dreißig Sekunden verronnen sind, dann die andere Truppe usw. Ein bunter Haufen von Sean Connery, Ludwig Erhard, Hermann der Cherusker, Coco Chanel bis zu Anke Engelke wartete auf uns. Soweit, so bekannt. Im zweiten Durchgang darf zu genau den gleichen Personen nur ein einziges Stichwort gesagt und nur ein Rateversuch gemacht werden. Das war schon deutlich schwieriger, zumal der Zeitfaktor unverändert blieb. Die Rubrik “Kitchsänger” umfasste dann doch zuviele Möglichkeiten, so mussten neue Ideen her. Wenn jemand nicht oder falsch geraten wurde, wandert er wieder unter den Stapel, bis die Person endlich geraten wurde. So rettete denn das Kornfeld Jürgen Drews. In der letzten Runde müßen die Personen per Geräusch oder Mimik dargestellt werden. Nie durfte ich Joe Cocker machen, die Geräuschmöglichkeit wurde generell wenig genutzt. Schriftsteller hatten es schwer. Das Spiel ist der Brüller schlechthin, wir haben gelacht, das der Nebentisch sein eigenes Wort nicht meht verstand. Alle lagen am Boden,  als Marcus Sean Connery darstellte, indem er die James Bond Pistole mit zwei Fingern am Mund und die andere Hand zum Schwenken des  imaginären Schottenröckchens benutzte…

Als Absacker fand “Kakalakenpoker” von Drei Magier seinen Weg auf den Tisch, eine Schummellieschen-Variante, bei der das verdeckt geschobene Tier, diese sind solche aus der Katagorie, die keiner wirklich mag, richtig erraten oder richtig angezweifelt werden muss. Ein sehr witziges zeitloses Zockerspiel.

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