Spielabend, 08.11.
Andreas, Lucas, René und ich machten uns über “Die Ersten Funken” her, dem “Funkenschlag” – Nachfolger, welcher letzte Woche auch schon gespielt wurde. Die Kraftwerke nennen sich jetzt Technologiekarten und unterteilen sich in Werkzeuge, von denen jeder in bekannter Manier nur drei haben darf und Wissenskarten, die Boni geben und zusätzlich gehalten werden dürfen. Ihre Kosten schwanken zwischen null und vier Nahrung. In Zugreihenfolge darf jeder zu einer angebotenen Karte sagen, “die will ich”, wobei nur der letzte sie dann bekommt. Es ist eine andere Art des Versteigerns, das Zockerelement, kommt vielleicht eine interessantere Karte nach, bleibt erhalten. Danach vergammelt überschüssige Nahrung, das Geld dieses Spiels, nur wer die Wissenskarte Feuer hat, räuchert es sich haltbar. Dabei entsteht dann soviel Rauch, dass die anderen Spieler nicht mehr erkennen können, wieviel Nahrung die Feuerkundigen noch besitzen, ein netter Nebeneffekt. Anschließend geht jeder auf die Jagd und sammelt die Nahrung, von welcher er die Technologie besitzt und auch in den passenden Jagdgebieten unterwegs ist: Nur wenn ich am See rumlümmel kann ich auch angeln als Beispiel. Nach der Jagd und dem großen Fressen können weitere Stammesmitglieder in angrenzende Gebiete gesetzt werden, das ist umso teurer, je mehr ich mit einem Mal ins Spiel bringen will. Zusatzkosten entstehen, wenn schon andere Spieler im angepeilten Gebiet stehen oder über Steinmauern geklettert werden muss, is halt anstrengend… Zuletzt wird die Reihenfolge angepasst, neue Nahrung und Technologie tauchen auf. Das ist nicht schwer nachzuvollziehen und stellt tatsächlich eine vereinfachte Form des Funkenschlags dar. Andreas und René waren regelfest und so spielt wir es zügig in einer knappen Stunde durch, letztmalig mussten immer wieder Regelfragen geklärt werden, das war uns diesmal erspart. Lucas, der lange führte, “überbärte” seine Jagdgründe und das obwohl er der einzige war, der Kunde hatte von Pfeil und Bogen. Es kamen halt immer nur zwei Bären die Runde nach… Meine Kenntnis der Speere lies mir bis zur letzten Runde die Mammutherden für mich allein und für alle war es eine ausgemachte Sache, dass die Oberhäuptlingswürde mir nicht mehr zu nehmen sei, ABER die streng von mir gehütete Speer-Technologie wurde entsetzlicherweise zum Volkswissen und da die Regel unbarmherzig mich als führenden erst zuletzt an die Jagdgründe lässt, waren diese kurz vor dem Aussterben… Zuletzt hatten wir alle dreizehn Stammesmitglieder und hauchdünn entschieden dann die letzten Nahrungskrümmel im eigenen Vorrat über den Sieg! Das Material ist stimmig und es spielte sich zügig. “Die Ersten Funken” gefiel allen gut!
Danach hatten wir “Walnut Grove” von Lookout auf unserem Tisch. Ein leichtes Rohstoffmanagementspiel im Gewand des Wilden Westens. Ganz grob würde ich es als ein “Agricola – light” einstufen, von der Komplexität her und der Spieldauer. Auch hier waren wir nach einer knappen Stunde durch. “Walnut Grove” konnte alle überzeugen!
Am Nachbartisch spielten Deniz, Fabian, Gerhard, Manfred und Ralf ein “Hansa Teutonica”. Zu fünft erwies es sich als grenzwertig, insofern als das es mit knapp zwei Stunden Spielzeit gefühlt zu lange dauerte und die eigene Einflußnahme in den Bereich der Beliebigkeit abdriftete…
Anschließend spielten sie noch ein “Quarriors” an. Knapp zusammen gefasst handelt es sich dabei um eine “Dominion”-Variante mit Würfeln. Mit schwachen Grundwürfeln startet jeder, kauft bei bestimmten Symbolen neue Würfel nach und versucht, diese geschickt zu kombinieren. Eine reizvolle Weiterentwicklung des bekannten Grundsystems, war der Tenor!