Spielabend, 25.05.

28. Mai 2010

Abermals spielten zwei Runden. Andreas, Manfred und Ralf gaben sich ein “Agricola – Die Moorbauern”. Die Enttäuschung von unserer allerersten Partie Moorbauern teilten sie nicht, aber ein unbedingtes “Muss” ist es auch nicht, so der Tenor. Es gefiel allen und dauerte auch nur erstaunliche zwei Stunden.

In meiner Runde lag ein “A Brief History Of The World” auf dem Tisch, da wir ursprünglich zu sechst waren und ein Spätkommer alles durcheinander wirbelte… Sodann ein History zu viert. Naturgemäß kommen weniger Völker ins Spiel bei weniger Mitspielern. Es bleiben dann Nischen, die Hauptstadt Karthago z.B. blieb das ganze Spiel unbehelligt und in Indien reichten über viele Runden zwei Gebiete, um die doppelten Punkte einzustreichen. Zeitweise lagen wir alle nur ein Punkt von einander entfernt, dann ging die Schere doch auseinander und Renè´s Bedenken, in der vorletzten Runde vorne zu liegen, bedeutet eine schlechte Abschlußplatzierung, erwies sich als unbegründet. Es bleibt ein unterhaltsames Glücksspiel mit einem Hauch von Weltgeschichte und Strategie und konnte uns alle wiederholt begeistern!

Im Anschluß fanden wir alle zu einem “Kopf an Kopf” zusammen. Trotz der großen Runde dauerte dieses Pferderennspiel nur eine Stunde. “Flocke” lag wie oft weit vorn und fast alle wetteten auf den Gaul. Als er auf den letzten Feldern doch noch eingeholt wurde und abgeschlagen nur als dritter mit einer lausigen Quote ins Ziel ging, da war der Katzenjammer bei vielen Wettenden groß… René versuchte es  nur mit den Wetten und erwarb keinen einzigen Klepper. Zum Sieg reiche es dafür nicht. Die Preisgelder sind doch üppig und geben ein reiches Unterfutter für die Schlußabrechnung. Ein Glücksspiel pur, welches immer wieder für viel Spass sorgt!

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Spielabend, 11.05.

15. Mai 2010

Und wieder musste der “Galaxy Trucker” von CGE auf den Tisch. Gerhard kannte es noch nicht, so fiel das Erweiterungsmodul der “krassen Strecken” aus und wir begnügten uns neben den neuen Bauteilen mit der Enterprise als Bauplan IIIa, welcher aber schon im Grundspiel beiliegt. Die ersten beiden Etappen lullten uns mit ihrer Harmlosigkeit ein, in der dritten geriet unser Konvoi aus vier Enterprisen dann in einen über zwei Karten reichenden Meteroitenschauer, der drei Raumschiffe an ihren neuralgischen Punkten in Stücke riss. Nur mein Schiff hatte die neuartige Hyperraumtechnik, die zwar viel Energie frisst und mich obendrein einen Antrieb kostet, es aber erlaubt, die aktuelle Begegnungskarte zu verlassen, die nächste zu überspringen, um wohlbehalten in der übernächsten wieder aufzutauchen. So war die Partie fast gelaufen, am Ende wurde es dann aber doch noch etwas knapp, da ich Lucas “Hamster” Kirk unterschätzte, der aus den anderen Etappen eine hübsche Summe durch die Handelsgüter beiseite schaffen konnte.

Danach kam “Keltis – Das Orakel” von Kosmos dran. Ein abstraktes Spiel, ganz in grün gehalten, für 2-4 Spieler. Wer “Keltis”, Spiel des Jahres 2008 kennt, hat das Orakel zügig begriffen, da es einen Haufen an Gemeinsamkeiten gibt. Diesmal bewegen wir uns allerdings auf einem einzigen Weg, der sich spiralförmig  in die Spielbrettmitte richtet. Die Bewegung wird durch das Ausspielen von Karten gesteuert. Deren Werte reichen von null bis zehn, jede zweimal vorhanden, in fünf Farben. Spiele ich eine hohe Karte, müssen die folgenden Karten von ihrem Wert her kleiner werden, oder umgekehrt, wobei Zahlensprünge erlaubt sind. Zum Beispiel ist es möglich auf eine acht die vier und anschließend die eins in selber Farbe folgen zu lassen, ob es sinnvoll ist, bleibt eine andere Frage, da diese Farbe fast tot ist, da keine Karten dazwischen geschoben werden dürfen. Ich springe mit einer meiner drei Figuren auf das von dieser Figur gesehene nächste Feld der gespielten Kartenfarbe. Dort angekommen, sammel ich Punkte oder Bonussteine, benutze Trampoline oder löse Sonderwertungen aus, soweit so bekannt aus den Vorläufern. Kleinigkeiten unterscheiden es: rüchwärts ziehen ist möglich, über den Kobold dürfen ausgespielte Karten abgelegt werden, das Bewegen der Orakelpriesterin, von mir als Apfelgribsch verunglimpft wegen der optischen Gemeinsamkeiten, verschafft Sonderpunkte. Die letzt genannte Möglichkeit wurde kaum genutzt, da der Zeitverlust hoch ist, wie bei den Vorgängern gibt es in der Schlusswertung Punkte für die Felder, auf denen die Figuren stehen und im Anfangsbereich sind es die bekannten Minuspunkte. Locker, schnell und spannend ist das Orakel, wer allerdings das Grundspiel hat, braucht das Orakel sicher nicht, da kann ich eher die Erweiterung für das Grundspiel empfehlen, die macht es deutlich interessanter.

Im Anschluß zockten wir noch ein “Kopf an Kopf” von Kosmos, das schon an anderer Stelle beschriebene sehr witzige Pferderennspiel.

Am Nebentisch wurde ein “Maria” von Histogame gespielt. Für Andreas und Manfred war es neu, Christian hattte mittlerweile schon einige Partien probiert. Eine falschverstandene Regel der letzten Partie wurde diesmal richtig gespielt, und siehe da, Österreich hat plötzlich realistische Chancen das Spiel auch zu gewinnen. Für Manfred hing  der Gewinn von einer verlorenen Schlacht ab und Österreich hatte wohl zum Zeitpunkt des Abbruchs, es war schon recht spät, die besten Aussichten. Es gefiel allen gut, Christian fand es deutlich ausgewogener und spannender als bisher.

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Spielabend, 13.04.

15. April 2010

“Dungeon Lords” von CGE sollte es diesmal sein. Im Herbst erstmalig getestet, gab es keine Gelegenheit mehr bei der Neuheitenflut, die über uns hinwegschwappte… Die Erklärungszeit lies sich trotz Spielerfahrung nicht drücken, vierzig Minuten mussten alle Neulinge in meiner Runde konzentriert die Ohren spitzen. An anderer Stelle beschrieb ich das Spiel schon ausführlich. Es ist sehr vielschichtig und die Übersicht zu behalten grad auch noch im ersten Spiel, ist kein leichtes Unterfangen. Dungeon Lords ist gespickt mit kleinen Feinheiten, die fein verwoben sind. Fans des Genres haben ihre helle Freude. Für alle Entscheidungen ist es nicht möglich, die Weitsicht zu haben, zum rechten Moment die richtigen Monster zur Auswahl oder die passenden Fallen für meine Helden ist auch glücksabhängig, ohne Frage. Das Spiel selbst ging zügig, die Kämpfe sind gewöhnungsbedürftig, wann der Einsatz welchen Monsters und welcher Falle optimal ist, zeigt sich nicht sofort. Andreas, Christoph und mir gefiel es sehr gut, Gerhard maulte etwas ob der Unübersichtlichkeit.

Das zweite Spiel wurde von den verbliebenen René, Manfred, Andreas und mir bestritten: “Kopf an Kopf” von Kosmos. Ein lockeres Bier-und-Brezel-Spiel. Pferderennen ist das Thema, auf Würfel- und Ereigniskartenbasis, wie es mir seit den siebziger Jahren nicht mehr unter gekommen ist. Sehr unterhaltsam und kurzweilig. Wer am Zug ist, würfelt und bewegt eines der zehn Pferde ein bis zu drei Felder weit vorwärts. Danach kann ich ein Pferd kaufen, auf eines wetten oder eine Karte spielen. Dann ist auch schon der nächste dran. Sollten meine Pferde, der Kauf von mehreren im Laufe der Partie ist auch möglich, zu den ersten drei gehören, gibt es ein Preisgeld. Mit dem Kauf kann ich mir bis zum Ablauf von dreiviertel der Runde Zeit lassen, einzig das Risiko besteht, ein anderer Spieler kauft es mir vor der Nase weg. Die Pferde sind “vernetzt”, soll heißen, würfel ich ein Pferd vorwärts, dessen Nummer auf den Karten meiner anderen Pferde steht, bewegen diese sich ebenfalls . Die Pferde sind unterschiedlich teuer, es spiegelt seine Chancen ins Ziel zu kommen. Mit simplem Wortwitz kommen die Ereigniskarten daher: “Spende vom Onkel – kassiere 10 Euro” oder “Pfeffer im Hintern – ziehe zwei Pferde ein Feld vorwärts”. Ist das dritte Pferd im Ziel, wird das Rennen abgebrochen, Die Preisgelder und Wettensätze ausgezahlt, wer das meiste Geld hat, gewinnt. Es funktioniert auch schon zu zweit, im Laden gab es Gelegenheit zum Probespiel. Kopf an Kopf machte allen viel Spass!

Matthias, Ralf und Lucas knödelten am Nebentisch zuerst ein “Kopf an Kopf” und danach “Die Speicherstadt” von eggertspiele. Es fand bei Ralf und Lucas solchen Anklang, dass sie im Anschluss noch eine Partie zu zweit spielten. Auch mich konnte es bei einer Zweierrunde im Laden begeistern, an anderer Stelle mehr davon.

Im Küchenkabinett zeigten René und Manfred Carl ein “Agricola”. Carl war sehr begeistert von dem Spiel und seiner Ausstattung!

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