Spielabend, 11.05.
Und wieder musste der “Galaxy Trucker” von CGE auf den Tisch. Gerhard kannte es noch nicht, so fiel das Erweiterungsmodul der “krassen Strecken” aus und wir begnügten uns neben den neuen Bauteilen mit der Enterprise als Bauplan IIIa, welcher aber schon im Grundspiel beiliegt. Die ersten beiden Etappen lullten uns mit ihrer Harmlosigkeit ein, in der dritten geriet unser Konvoi aus vier Enterprisen dann in einen über zwei Karten reichenden Meteroitenschauer, der drei Raumschiffe an ihren neuralgischen Punkten in Stücke riss. Nur mein Schiff hatte die neuartige Hyperraumtechnik, die zwar viel Energie frisst und mich obendrein einen Antrieb kostet, es aber erlaubt, die aktuelle Begegnungskarte zu verlassen, die nächste zu überspringen, um wohlbehalten in der übernächsten wieder aufzutauchen. So war die Partie fast gelaufen, am Ende wurde es dann aber doch noch etwas knapp, da ich Lucas “Hamster” Kirk unterschätzte, der aus den anderen Etappen eine hübsche Summe durch die Handelsgüter beiseite schaffen konnte.
Danach kam “Keltis - Das Orakel” von Kosmos dran. Ein abstraktes Spiel, ganz in grün gehalten, für 2-4 Spieler. Wer “Keltis”, Spiel des Jahres 2008 kennt, hat das Orakel zügig begriffen, da es einen Haufen an Gemeinsamkeiten gibt. Diesmal bewegen wir uns allerdings auf einem einzigen Weg, der sich spiralförmig in die Spielbrettmitte richtet. Die Bewegung wird durch das Ausspielen von Karten gesteuert. Deren Werte reichen von null bis zehn, jede zweimal vorhanden, in fünf Farben. Spiele ich eine hohe Karte, müssen die folgenden Karten von ihrem Wert her kleiner werden, oder umgekehrt, wobei Zahlensprünge erlaubt sind. Zum Beispiel ist es möglich auf eine acht die vier und anschließend die eins in selber Farbe folgen zu lassen, ob es sinnvoll ist, bleibt eine andere Frage, da diese Farbe fast tot ist, da keine Karten dazwischen geschoben werden dürfen. Ich springe mit einer meiner drei Figuren auf das von dieser Figur gesehene nächste Feld der gespielten Kartenfarbe. Dort angekommen, sammel ich Punkte oder Bonussteine, benutze Trampoline oder löse Sonderwertungen aus, soweit so bekannt aus den Vorläufern. Kleinigkeiten unterscheiden es: rüchwärts ziehen ist möglich, über den Kobold dürfen ausgespielte Karten abgelegt werden, das Bewegen der Orakelpriesterin, von mir als Apfelgribsch verunglimpft wegen der optischen Gemeinsamkeiten, verschafft Sonderpunkte. Die letzt genannte Möglichkeit wurde kaum genutzt, da der Zeitverlust hoch ist, wie bei den Vorgängern gibt es in der Schlusswertung Punkte für die Felder, auf denen die Figuren stehen und im Anfangsbereich sind es die bekannten Minuspunkte. Locker, schnell und spannend ist das Orakel, wer allerdings das Grundspiel hat, braucht das Orakel sicher nicht, da kann ich eher die Erweiterung für das Grundspiel empfehlen, die macht es deutlich interessanter.
Im Anschluß zockten wir noch ein “Kopf an Kopf” von Kosmos, das schon an anderer Stelle beschriebene sehr witzige Pferderennspiel.
Am Nebentisch wurde ein “Maria” von Histogame gespielt. Für Andreas und Manfred war es neu, Christian hattte mittlerweile schon einige Partien probiert. Eine falschverstandene Regel der letzten Partie wurde diesmal richtig gespielt, und siehe da, Österreich hat plötzlich realistische Chancen das Spiel auch zu gewinnen. Für Manfred hing der Gewinn von einer verlorenen Schlacht ab und Österreich hatte wohl zum Zeitpunkt des Abbruchs, es war schon recht spät, die besten Aussichten. Es gefiel allen gut, Christian fand es deutlich ausgewogener und spannender als bisher.