Spielabend, 24.11.

3. Dezember 2009

“Vasco da Gama” aus der italienischen Schmiede “What´s your game?” brachte uns Ralf aus Essen, mit etwas Glück kommt es noch vor Weihnachten in die Läden. Zu viert in voller Besetzung knödelten wir schon gute zwei Stunden. Menschen, die nach Alternativen zu “Agricola” suchen, kann ich es guten Gewissens ans Herz legen. Es ist komplex und rechenintensiv mit einem guten Schuss Zockerei versehen. Orginell ist das Verfahren der Aktionsbestimmung: Jeder nimmt abwechselnd vom Plan einen der zwanzig durchnummerierten Marker und setzt ihn auf den Aktionsfeldern ein. In Nummernfolge werden dann die Aktionen abgehandelt. Anfangs bestimmt eine zufällige Karte den Zahlenwert, ab welchem es kostenlos ist, hier greift das Zocken, da eine weitere Karte für Verschiebung sorgt am Zugende. Im Kern verfolgt jeder mit den Aktionen die Beschaffung und Ausrüstung von Schiffen, es bedarf Matrosen, einen Kapitän, das Schiff selbst und zum Schluß die Wahl der Reiseroute. Jeder muss die Reihenfolge des Erwerbs fein abstimmen, sonst gibt es Probleme… Die Berechung der möglichen Boni und zusätzlichen Siegpunkte, die die Schiffe kassieren ist unübersichtlich und nicht leicht zu verinnerlichen. Ein spannendes Spiel, die einzelnen Aspekte greifen gut ineinander. Nichtsdestotrotz ist es kein Spiel für die breite Masse, Vorlieben für vorausschauende Planspiele sollten vorhanden sein.

Das unterhaltsame “Mow” im Vertrieb bei “Asmodee” folgte als Absacker, in “6-nimmt” – Manier den anderen die missliebigen Kühe mit vielen Fliegen unterzujubeln ist hierbei das Ziel.

In der anderen Runde wurde ein üppiges Programm gefahren, zuerst “Top Race” von “Pegasus” zu sechst, danach teilte sich die Gruppe. “Egizia” von “Hans im Glück” wurde gespielt, große Begeisterung konnte es nicht auslösen. Da sorgte die “Seaside” Erweiterung für “Dominion”, auch von Hans im Glück, für mehr Freude in der anderen Hälfte.

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Spielabend, 09.06.

12. Juni 2009

Christian brachte das wieder aufgelegte “Ideology” von Z-Man Games im Vertrieb bei Pegasus mit, Helene, Gerhard, René und Lucas waren seine Mitstreiter. Die Regelerklärung zog sich und das Spiel als solches auch einigermaßen in die Länge, die Meinungen waren durchwachsen, einen weiteren Versuch soll es durchaus geben.

In meiner Runde versuchten sich Andreas, Manfred und Matthias neben mir an einem “Finca”. Vom Kollegen Peter schon ausführlich beschrieben, nur soviel, es funktioniert gut, macht Spaß und erzeugt gute Spannung. Finca ist in meinen Augen aber kein Überflieger mit innovativen Elementen, da sich Mehrheitenspiele schon zur Genüge auf dem Markt tummeln.

Als nächstes stand “Mow” im Vertrieb bei Asmodee an. Ein einfaches und schnelles Zockerspiel ganz nach meinem Geschmack. Jeder erhält fünf Karten, mögliche Werte gehen von null bis sechszehn. Auf diesen Karten sind bunte Kühe zu sehen, mitunter auch Fliegen. Der Startspieler legt einen beliebigen Wert auf den Tisch, jeder folgende spielt eine Karte mit höherem Wert rechts an die höchste und links an die niedrigste. Die Werte müssen nicht passend liegen, an eine fünf kann eine acht als nächste, wie auch eine zwei gelegt werden. Späteres dazwischen Schieben ist nicht erlaubt. Wer keine Karte legen kann, muss die Reihe schlucken, alle Fliegen zählen Minuspunkte, maximal 74 sind in einer Runde zu sammeln. Eine Handvoll Sonderkarten, die dazwischen Schieben doch erlauben oder aufeinander ablegen, wechseln auch noch zusätzlich die Ausspielrichtung. Sehr witziges lockeres Kartenspiel!

“Zum roten Drachen” von Pegasus kam gleich danach auf meinen Tisch. Im Fantasy-Gewand hat jeder seinen eigenen Kartenstapel und versucht, möglichst lange die eigene Alkoholverträglichkeit vom eigenen Alkoholpegel auseinander zuhalten. Sollte der Pegel die Verträglichkeit überschreiten, fliegt man raus… Dazu gibt es diverse Möglichkeiten, es bei den Mitspielern voran zu treiben, am eigenen Zugende ist das Aufdecken und Trinken einer Karte Pflicht, sofern vor einem eine liegt. Ganz unterhaltsam, kommt an Mow nicht ran.

Zu guter Letzt fand sich noch eine Runde für “Times up”, es war wieder der Brüller schlechthin, zeitweise lagen alle am Boden vor Lachen, meine Empfehlung schlechthin für ein gutes Party-Spiel!


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