Spielabend, 26.07.

28. Juli 2016

Diesmal ferienbedingt nur in einer kleinen Runde. Wie war nochmal das Sprichwort von den arroganten japanischen Bauern und ihren dummen Kartoffeln…? Aber eines nach dem anderen. Manfred, Lucas und Patrick probierten mit mir zusammen „Nations“ mit der Erweiterung „Dynasties“ aus. Diese gibt es nur in einer englischsprachigen Ausgabe. Das Grundspiel mögen wir alle sehr gern. Jeder leitet ein Volk in acht Runden durch die Menschheitsgeschichte. Gebäude und Weltwunder werden gebaut, militärische Einheiten und Berater angeworben, um Kolonien wird gefeilscht sowie Kämpfe ausgetragen. Was ist neu? Ein Dutzend neuer Völker stehen zur Auswahl. Manfred nahm den Äthiopier, Lucas spielte die Mongolen, ich entschied mich für Venedig und Patrick für die schon erwähnten Japaner. Meine Venezianer starteten schon mit starken Schiffen und bescherten mir zwei Bücher, wenn ich zuletzt passte, was mir allerdings nur zweimal im Spiel gelang. Manfred konnte seine Stabilität zur militärischen Stärke addieren bei der Zugreihenfolge und lag somit fast immer vorn. Lucas seine Horden waren militärisch sehr stark und Patrick buchte für jedes goldene Zeitalter noch zusätzliche vier Bücher. Für jedes Volk, auch die alten, gibt es zwei Dynastiekarten, die den besonderen Vorteil austauschbar machen. Jede Menge weiterer neuer Karten werden in die Stapel miteingemischt. Naturweltwunder zwingen den Entdecker sich den kommenden Aktionsrunden mit nichts anderem als der Entdeckung zu beschäftigen. Mein Venedig machte keinen großen Stich, es fehlte mir an Baustoffen. Die Dynastiekarten waren auch nicht pralle und so teilte ich mir den letzten Platz mit den Kulturmongolen, die lieber musizierten als zu erobern… Patricks Japaner konnten sich über ihre Dynastiekarte der Kriegsfolgen entledigen. Ein gigantischer Vorteil. Er war zwar fortan in der Zugreihenfolge letzter, brauchte sich aber nicht mehr ums Militär kümmern. Mit den frei gewordenen Arbeitern konnte er sich dem puren Punkteerwerb widmen. O-Ton Herr P.: „So langweilig habe ich schon lange nicht mehr gewonnen…“ So schließt sich der Kreis zum Eingangs erwähnten Sprichwort… Im Ganzen befanden wir, dass die Erweiterung das Spiel verlängert ohne Spielreizzugewinn.

IMG_2013[1]IMG_2016[1]

Tags: | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 07.06.

9. Juni 2016

Gerhard brachte „Oh my Goods“ vom Lookout Verlag mit. Die Karten haben im Spiel unterschiedliche Funktionen. Sie sind Rohstoff, Fertigware oder Gebäude. Passende Produktketten ins Spiel zu bringen, das macht einen besonderen Reiz aus, neben dem Zocken um die Rohstoffe. Gerhard mag es, bei John löste es wenig Begeisterung aus…

IMG_1961[1]IMG_1962[1]

Dieser hatte ein „Pints of Blood“ des Huch Verlages dabei. Zusammen mit Ralf und Gerhard ging es darum, in einem Pub in Ruhe ein Bier zu trinken und dabei wenig Lärm zu machen, damit nicht die Zombies rein kommen und allen den Garaus machen. Es lief wohl nicht so gut erfuhr ich zwischendurch… Ein kurzweiliges Bier-und-Brezel-Spiel.

IMG_1968[1]IMG_1970[1]

Zum Schluss zeigte John dem Gerhard noch „Das Vermächtnis“, welches bei Pegasus in der deutschen Fassung erschien ist. Über ein paar kurze Spielzüge sind die beiden dann zu fortgeschrittener Stunde allerdings nicht hinaus gekommen.

IMG_1971[1]IMG_1972[1]

Christian, René und ich probierten nochmal „Triumph and Tragedy“. Diesmal hielten wir uns nicht lange mit dem diplomatischen Tauziehen auf und fingen zügig die Klopperei an… Dadurch, dass ich mit René keine Berührungspunkte hatte, blieben Christian und ich verkeilt. Damit zeichnete sich ab, dass René der Sieg nicht zu nehmen war. Für eine Folgepartie wissen wir, das ein Gleichgewicht länger die Spannung erhält…

IMG_1966[1]IMG_1967[1]

Lucas, Manfred und Ralf spielten „Nations“, im deutschen Vertrieb bei Asmodee. Vor einem Jahr kam es letztmalig auf den Tisch. Lucas verzettelte sich wohl wiederholt und Manfred konnte vom Bonus der Chinesen nichts nutzen… Im ganzen gefiel ihnen das Spiel aber schon.

IMG_1963[1]IMG_1964[1]

Tags: , , , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 09.06.

11. Juni 2015

Patrick wollte es nochmal wissen und trommelte für eine weitere Runde „XCOM“. Gerhard, Lucas und René waren noch mit von der Partie, kannten es allerdings alle nicht. So mussten alle Regeln mit Unterbrechungen durch gegangen werden. Dafür bietet sich das Einstiegsszenario gut an, da es eine Pausefunktion zulässt. Die Absprachen klappten prima und es ging auch gut voran, aber das Würfelpech erwischte dann doch die Gruppe und alle verloren. Es dauerte allerdings einige Runden länger, als letzte Woche. Die Jungs fühlten sich trotzdem gut unterhalten.
IMG_1031[1]IMG_1032[1]

Anschließend gruben sie noch den alten Klassiker „Bang!“ aus meiner Kammer, ein lockeres Kartenspiel im Wilden Westen angesiedelt.
IMG_1041[1]IMG_1042[1]

John und Manfred spielten mit mir eine Partie „Kraftwagen“. Dieser Titel von Matthias Cramer erschien bei Spielworxx und hat die Entwicklung und den Vertrieb von Automobilen zum Thema. Jeder Spieler startet mit dem Wissen von Karosserien und Motoren der Stufe eins. Mit diesen zwei Komponenten schraubt jeder Autos zusammen. Das eine oder andere zu bauen gehört zu den Möglichkeiten, die Forschung nach besseren Teilen ebenfalls. Dafür liegen immer zwei Karten aus, von welchen eine gewählt werden darf. Sollte ein Spieler von beiden Komponenten mindestens eine in der eigenen Werkstatt zu liegen haben, kann obendrein noch ein Wagen auf dem Markt positioniert werden. Doch diese Autos finden nicht automatisch einen Abnehmer, hierfür müssen als vierte Aktionsmöglichkeit Käufer platziert werden, und die haben unterschiedliche Interessen: Die eine schaut auf Service, der andere auf die Motorenstärke usw. Die fünfte besteht darin, auf der Rallystrecke den eigenen Rennwagen vorwärts zu setzen. Die Zugreihenfolge ist dem Spiel „Glen Moore“ von selbigem Autor entlehnt: Die Spieler bewegen einen eigenen Spielstein auf einem Aktionskreislauf und kommen erst dann wieder zum Zuge, wenn alle anderen Spieler an ihnen vorüber gezogen sind. Eine jede der drei Runden endet, wenn entweder der Markt mit sechs Autos gefüllt ist oder die Käufer viermal mehr als Kapazität ist, gespielt wurden. Manfred setzte sich früh mit der in Wald und Flur gefürchteten Karosserietaktik ab. Meine Rennwagensiege halfen mir nicht mehr, den Abstand aufzuholen. John kannte es noch gar nicht und verbuchte es als Lernpartie, der er aber auch etwas abgewinnen konnte. Es ginge viel zu schnell vorbei, merkte er an. Tatsächlich waren wir nach einer Stunde schon durch.
IMG_1035[1]IMG_1036[1]

Im Anschluss spielten wir noch eine Partie „Nations – Das Würfelspiel“. In vier Runden, die keine 30 Minuten dauern, reiten wir einmal durch die Menschheitsgeschichte. Jeder startet mit fünf Würfeln, deren Schwert- und Goldsymbole zum Erwerb von Gebäude-, Kolonie-, Anführer- oder Weltwunderkarten genutzt werden können. Diese geben Siegpunkte oder Spezialwürfel. Es ist im Verhältnis zum großen Bruder sehr abgespeckt. John gefiel es überhaupt nicht, Manfred hält das „Im Wandel der Zeiten – Würfelspiel“ für besser. Ich fand es nicht so schlecht und würde ihm noch eine Chance geben.
IMG_1040[1]IMG_1037[1]

In der Küche knödelten Georgios, Peter und Sune ein „Blood Bowl Team Manager“. Vom Football bleibt bei dieser rüden Rauferei nicht viel übrig, jeder hat eine Mannschaft aus der Fantasy – Welt von Gamesworkshop und will, auch mit nicht ganz unlauteren Methoden, bei allen Liga- und auch den Meisterschaftsspielen möglichst viele Fans sammeln. Dieses Kartenspiel bietet neben den unterschiedlichen Schwerpunkten der Mannschaften selbst, über zusätzliche Teamkarten, die erst als Trophäen gewonnen werden müssen, eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Spiel zu gestalten. Die Jungs saßen knappe drei Stunden an der Partie, das ist schon etwas grenzwertig lang, tat ihrem Vergnügen aber keinen Abbruch.
IMG_1030[1]IMG_1029[1]

Tags: , , , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 03.02.

5. Februar 2015

Patrick, René und Sune spielten „Nations“. Rohstoffmanagement, Optimierung und über das Militär sanften Druck auf die Mitspieler ausüben, das sind grob gesagt die wesentlichen Aspekte bei diesem Spiel.
IMG_0712
Sune begriff wohl schnell, wie der Hase läuft, bei meinem Blick über die Schultern war der Druck über das Militär hoch. Bei „Nations“ erobert niemand den anderen Gebiete oder Karten weg, sondern es geht immer um den Verlust von Rohstoffen oder Stabilität. Patrick hatte keine Einheiten und auch keine Bücher, von Stabilität zu schweigen, schwach und dumm wie die Hupe zu sein, das ist eine ungünstige Konstellation bei „Nations“… Er kam mehrmals jammernd an unseren Tisch, um sein Leid zu klagen und die Partie als gelaufen zu erklären. Mittlerweile halte ich das für eine geschickte Masche, wahrscheinlich wurde er dann in Ruhe gelassen und unterschätzt, wie auch immer, bei der Auszählung zu später Stunde schlug er die anderen beiden knapp!

Gerhard, Lucas, Manfred und ich probierten „Hexemonia“, im Truant Verlag erschienen. Auf den Spuren der alten griechischen Stadtstaaten spielt jeder einen solchen und platziert um sein Kernfeld herum weitere Stadtteile oder Landschaften, sofern die nötigen Mengen an Gold, Bürgern oder Hopliten vorhanden sind. Diese müssen beim Ausbau nicht abgegeben werden, sondern nur beim Erobern von Gebieten anderer Spieler oder wenn es bei der Bestimmung der politschen Vorherrschaft einen Wechsel gibt und der Philosoph auf Reisen geht, dann gehen Überschüsse verloren. Einige Regelfeinheiten klärten sich erst im Laufe des Spieles, nichtsdestotrotz wirkte das Spiel unrund auf uns und spannungsarm…

Im Anschluß spielten wir noch eine Partie „La Isla“, bei Alea Anfang letzten Herbstes erschienen. In diesem flotten Spiel um das Einsammeln von Tiermarkern auf einer Insel muss sich jeder mit den drei Handkarten jede Runde neu entscheiden, ob die Sonderaktion, der Farbwürfel oder der Wertungsbereich einer Karte genutzt werden soll.
IMG_0713

Die Wertigkeit meines geliebten Dodos wurde fast nur von mir gepuscht, die doofe Kröte von Lucas machte das Rennen… Insgesamt ein kurzweiliges fesselndes Spiel, welches uns, bis auf den nörgelnden Gerhard, gut gefiel!

Tags: , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 30.09.

2. Oktober 2014

Neuheiten tauchen mittlerweile nicht mehr nur zu den Messen auf sondern auch über das Jahr verteilt. Da bleibt immer weniger Zeit, ebenfalls die alten Perlen mal wieder zu spielen. Patrick brachte „Caverna – Die Höhlenbauern“ mit, es kam im November vorigen Jahres letztmalig auf den Tisch. Dicht am großartigen Vorgänger „Agricola“ dran, übernimmt es die wesentlichen Grundstrukturen des Aufbaus und der Optimierung einer eigenen Landschaft. Die Nahrungsverarbeitung ist vereinfacht, das ist das größte Plus von Caverna. Es gab, zumindest im Holzbereich, zügig einen enormen Überschuss, bei der Nahrung hielt es sich die Waage. Hauptproblem bleibt der Überblick bei über 50 Einrichtungskärtchen und dabei dann einen erfolgreichen Weg zu finden. Wir setzten alle auf unterschiedliche Pferde, so ging Patrick schnell in den Acker- und Weidenausbau und schwamm in Gemüse und Korn. Durch den Flöz erhielt ich zu jedem Stein ein Erz dazu und stattete schnell alle meine Zwerge mit Waffen aus. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit keine Konflikte erzeugt oder geklärt werden, sondern diese Zwerge erhalten bestimmte Boni bei bestimmten Aktionsfeldern. Der gesamte Ausbau meiner Flächen fiel deutlich hinter denen der anderen zurück, mit den Räumen, die Punkte für meine Kampfzwerge abwarfen, glich ich das wieder aus. Am Ende war die Überraschung groß, da mich René und Patrick weit vorn sahen, ich dann allerdings einen Punkt hinter Patrick lag. Wir hatten nur wenig Punktabstand zueinander, das machte es sicher spannend am Schluß, ohne das dies früh erkennbar gewesen wäre. Einziger Wehrmutstropfen ist die geringe Interaktion, die es so auch schon bei Agricola gab, bei Le Havré und Ora et Labora dann durch die Nutzungsmöglichkeiten der Gebäude der anderen Spieler für mehr Verzahnung untereinander sorgte.

Am anderen Tisch spielten Deniz, Lucas und Ralf eine Partie „Nations“. Lucas Griechen bürsteten den Römern und Persern das Fell. Nations wusste wieder allen gut zu gefallen.

Tags: , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 05.08.

7. August 2014

Ich bat Patrick, das „Amerigo“ von Stefan Feld nochmals mitzubringen. Manfred kannte es ebenfalls noch nicht und Lucas waren noch mit von der Partie. Die Entdeckung Amerikas und Besiedlung der Karibischen Inseln sind zumindest dem Namen nach, das Thema dieses Spiels. Die Inseln werden zufälliger Struktur sein und in jeder Partie anders liegen. Jeder fährt mit seinen beiden Schiffen zu den Ankerplätzen, da nur dort Kontore errichtet werden können. Für denjenigen, welcher zuerst an einer Insel anlandet, gibt es Punkte. Die Kontore sind die Voraussetzung zum Bau von Siedlungsgebäuden. Diese können in zwei Schritten errichtet werden. Der Spielplan besteht aus einem Raster von quadratischen Feldern. Das ist für den Spielablauf praktisch, aber leider nicht sonderlich hübsch… Beim Bauen der Gebäude überdeckt man Warenmarker, die mit den passenden Handelsmarkern kombiniert, am Spielende noch eine nicht zu vernachlässigende Summe an  Extrapunkten ermöglicht. Die Handschrift von Stefan Feld ist unverkennbar. Jeder, der das eine oder andere Spiel von ihm kennt, wird Elemente wieder erkennen. Früh komplett bebaute Inseln geben einen üppigen Punktesegen, das erinnert an die „Burgen von Burgund“. Querverbindungen von Bonus- und Zusatzmarkern mit anderen Aktionen kommen auch schon in anderen Spielen von ihm vor. Die Bestimmung der Aktionsmöglichkeiten ist neu und mit einem fesselnden Spannungsmoment versehen: Am Spielbeginn werden 49 kleine Holzwürfel in sieben Farben durch den Schacht eines Würfelturms gejagt. Diese, die unten herausfallen, kommen in die farblich passenden Fächer. Immer mit den blauen Würfeln beginnend, kommen die vorhandenen nach und nach wieder in den Turm. Die nun hinaus kommen, bestimmen in ihrer Farbe und Anzahl das Aktionsspektrum. Die Höchstzahl einer Farbe gilt hierbei für alle Würfel, soll heißen, bei vier blauen, zwei roten und einem braunen Würfel, hat jeder Spieler die Wahl, vier Schiffsbewegungen, vier Gebäudeplanungen oder vier Schritte auf der Fortschrittsleiste machen zu können. Das gibt dem Spiel ein schönes Zockerelement. Manfred spekulierte in einer der fünf Spielrunden darauf, dass von den zwei im Turm verbliebenen schwarzen Würfeln doch noch wenigstens einer in den folgenden fünf Versuchen der anderen Farben dabei sein würde. Die Rechnung ging nicht auf, die Piraten bürsteten ihm kräftig das Fell, da er nicht genügend Kanonen hatte, um sich zu verteidigen. Die beiden, die das Spiel schon kannten, machten die ersten beiden Plätze unter sich aus. Manfred und ich nahmen das selbstverständlich als zwingendes Argument, dass wir beide dadurch allein schon keine echte Chance hatten… „Amerigo“ ist ein interessantes Spiel, dass gut funktioniert, selbstredend für ein Feld-Spiel deutlich abstrakter daherkommt, als es im ersten Moment erscheint….

Andreas, Deniz und Ralf spielten ein „Nations“. Andreas kannte es schon, für die anderen war es neu. Die einzelnen Schritte und Möglichkeiten zu verinnerlichen, das brauchte seine Zeit. Andreas meinte, das Spiel wurde darüber entschieden, dass in den späteren Zeitaltern keine Militärkarten mehr auftauchten, welche für die Spielreihenfolge, die Kolonie- und Kriegskarten unerlässlich sind. Im ganzen kam es aber gut an.

Tags: , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 29.04.

2. Mai 2014

Gerhard brachte „Venetia“ mit, das lag somit zum dritten Mal auf dem Tisch. Lucas und Manfred waren noch dabei und kannten es auch schon. Die Spieldynamik ändert sich nicht, so Manfred, die Spielerfahrung verschafft keinen Vorteil. Während er mühevoll die Piraten zu anderem Grunderwerb überredete, nistete sich Gerhard in den somit frei gewordenen Provinzen ein und machte damit deutlich mehr Punkte….

Carl  und René spielten mit mir eine Partie „Nations“. Mit meinen Griechen gab es die Karten: „goldenes Zeitalter“ billiger, ich sammelte stetig die Siegpunkte mit selbigen und musste mich da durchaus den garstigen Römern erwehren die doch tatsächlich stumpf auf das gleiche Ziel hinsteuerten… Carls Chinesen hatten zur Mitte des Spiels ein starkes Finanzproblem… Da die anderen mit ihrem Spiel gerade durch waren und ein gemeinsames sich anbot, brachen wir nach der dritten Runde ab und spielten „Camel up“.

Dieses höchstunterhaltsame Wettrennspiel lässt jedem Spieler vier Möglichkeiten: Eine Wüste oder Oase auf den Laufplan zu setzen, einen Wettschein zu grabschen, der zu ägyptischen Öcken führen kann, wenn das erwählte Kamel in der laufenden Etappe zu den beiden erstplatzierten gehört, auf den Gesamtspielausgang tippen oder die Pyramide greifen, um welche die Kamele herum laufen müssen und sie ihrer Fuktion als Würfelbecher zuführen, welcher vorerst in einem kompliziertem Faltverfahren unter Zuhilfenahme von Schießgummis gefertigt werden muss. Es kommt immer nur ein Würfel raus, der 1 – 3 Schritte für das farblich passende Kamel ermöglicht. Landet dieses auf einem Feld mit anderen Kamelen, wird es oben drauf gesetzt und von den anderen darunter dann später mitgenommen. In diesem wirklich genialen Strategiespiel mit leichtem Glücksanteil gehört eine gute Nase für das Gewinnerkamel dazu, ohne Frage….Also mir hat es ausgesprochen gut gefallen! Das hat natürlich rein gar nichts damit zu tun, wer das Spiel gewann…. „Camel up“ ist  kurzweilige Zockerei für bis zu acht Spielern und die „eggert- Spiele“ Neuheit im Vertrieb bei Pegasus.

 

Tags: , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 18.03.

28. März 2014

Manfred brachte ein „Kohle und Kolonie“ mit, das zweite Spiel der Kohle – Reihe von Thomas Spitzer bei Spielworxx erschienen. Es kam vor einigen Wochen schon einmal auf den Tisch. Ich war der einzige Frischling, Lucas und Gerhard kannten es auch schon. Zechen im Ruhrgebiet ist das Thema. Die Regeln sind enorm und umfangreich, aber die Aktionsmöglichkeiten anschließend klar und gut strukturiert. Nach der Wahl einer Bonusaktion für jeden, folgen zwei reguläre Züge, in denen jeder entweder Zechen erwirbt oder Dampfmaschinen, Siedlungen baut, Arbeiter oder Ingenieure  einsetzt. Ich eierte etwas rum als Neuling und entschied mich für die in Feld und Flur gefürchtete Dampfmaschinenstrategie! Damit war ich der einzige… und wäre damit auch Letzter geworden, hätte Gerhard seine Lorenstrategie konsequenter durchgezogen, nein, er musste im Eisenbahngeschäft mitmischen und lies dadurch wichtige Federn. Lucas, dieser mittlerweile geduldete Dauergewinner, zog sein Fazit aus der letzten Partie und gewann mit einer undurchschaubaren Mischtaktik… Zechen hier, Technologieentwicklung dort, nun, es wird schon gestimmt haben… Manfred probierte ebenfalls einen anderen Weg, als letztmalig und musste sich knapp geschlagen geben. Wir alle investierten ein Maximum, um die Grubenunglücke zu verhindern, dadurch ging dem Spiel etwas verloren, wie es schien, die Ereignisse traten somit nicht ein und die Konkurrenz zu den Syndikaten war geringer, da die Preise bei den Übernahmeschlachten der Großzechen überschaubar blieben. Kohle und Kolonie ist ein anspruchsvolles Spiel, welches ab der zweiten Partie Spaß macht (O-Ton Andreas), wir saßen gute zweieinhalb Stunden, ja doch, es hat etwas, ist aber auch abstrakt und hat bekannte Elemente. Allen wusste es zu gefallen….

Am anderen Tisch spielten Andreas, René und Georgios zuerst ein „Burgenland“ von Ravensburger. Genaues kann ich nicht berichten, es hieß, unsere Runde wäre nicht die Zielgruppe dieses Spieles… Es ging fix, so wie ich das mitbekam…

Danach sollte es ein „Nations“ sein, Andreas und René kannten es schon. Andreas hatte wohl keine Engpässe, während die anderen Jungs schon mal rum rudern mussten, wie das im Fachvokabular so heißt… Andreas und René gefiel es wieder ausgesprochen gut, Georgios war enttäuscht, und erwartete scheinbar etwas anderes. Der Vergleich mit „Eclipse“, welchen er ins Feld führte, passt wenig, wie ich finde, der Verlag ist der gleiche; das Spielsystem ähnelt doch viel eher „Im Wandel der Zeiten“. Gutes Rohstoffmanagement ist das A und O von „Nations“.

Tags: , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 19.11.

23. November 2013

Diesmal hatte Patrick ein „Caverna – Die Höhlenbauern“ mitgebracht. Mit Fabian, der hoffentlich unsere Runde nur kurzfrisitg verlässt, saßen wir am kleinen Tische, welcher sich unter der Materialschlacht dieses Spieles bog… Dieses neue Spiel von Uwe Rosenberg hat sehr viele Elemente von „Agricola“ übernommen. Auch hier hat jeder sein eigenes Tableau, wobei es gilt, sich in den Berg zu graben mit Höhlen und Gängen, sowie den Wald abzuholzen für Äcker und Weiden. Der zentrale Spielplan mit den Karten, auf welchen Rohstoffe, Tiere und Pflanzensamen einzusacken sind, gibt es ebenfalls. Neue Wohnräume, neue Bewohner, hier jetzt Zwerge, mit mehr Aktionsmöglichkeiten ist auch dasselbe geblieben. Wo liegen Unterschiede? Die Zwerge können zu Kampfzwergen ausgebildet werden, nur leider nicht, um bei Nachbarns rein zu schauen, sondern um auf bestimmte Expeditionen zu gehen. Je nach Kartenfeld können ein bis vier Belohnungen gesammelt werden, abhängig vom Ausbildungsstand des Zwerges. Die Anschaffungen in Kartenform sind den Wohn- und Nutzhöhlenkärtchen gewichen, die alle schon zu Anfang ausliegen und natürlich erstmal überfordern durch ihre schiere Menge. Manche erlauben Weiterverarbeitung, andere geben Siegpunkte bei Spielende, soweit, so bekannt. „Caverna“ ist in meinen Augen ein überarbeitetes und damit natürlich auch verbessertes „Agricola“. Die Verarbeitung von Korn, Gemüse und Tieren in Nahrungspunkten ist deutlich vereinfacht worden, ist gibt keine direkten „Flaschenhälse“ mehr, weil jemand einen wichtigen Rohstoff wegnahm, irgendetwas sinnvolles lässt sich immer machen. Es ist ein gutes Spiel mit einem soliden Spannungsbogen, ohne Frage, ob es nötig ist, wenn „Agricola“ schon im Regal schlummert, bezweifle ich…

Andreas spielte mit Lucas und Gerhard ein „Concordia“, das neue Spiel von Mac Gerdts. Ein Wirtschaftsspiel im Mittelmeerraum zur Zeit der Antike. Warenhandel und der Bau von Handelsposten stehen im Zentrum dieses Spieles. Andreas spielte es schon einmal zu viert, da dauerte es drei Stunden und war damit zu lang seiner Ansicht nach. Diesmal waren sie in einer Stunde durch und damit gewann das Spiel deutlich.

Manfred, Christian, René und Peter spielten ein „Nations“. Es scheint auf dem besten Wege zu sein, das gute alte „Im Wandel der Zeiten“ abzulösen, allein schon wegen der Spieldauer, da „Nations“ gut und gern an einem Abend spielbar ist. Der völlige Verzicht auf Militär scheint kaum eine Chance zu bieten, damit zu gewinnen, so die wiederholte Erfahrung. Aber es kam nachwievor sehr gut an!

Tags: , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »

Spielabend, 12.11.

15. November 2013

Patrick und Ralf probierten „Die Glasstraße“ aus, ein neues Spiel von Uwe Rosenberg, bei Feuerland erschienen. Viele Gemeinsamkeiten zu seinen bisherigen Hauptwerken sind unverkennbar: verschiedene Rohstoffe, die verarbeitet werden können, ein Geländeplan für jeden, auf welchem Gebäudebau möglich ist, ein Rohstoffrad, diesmal für jeden Spieler zwei eigene. Es ist allerdings alles schlanker und übersichtlicher als in „Agricola“ und den Nachfolgern, z.B. gibt es nur zwei weiterverarbeitete Stoffe, Ziegel und Glas. Die Gebäude benötigen bestimmte Baustoffkombinationen und ermöglichen ihrerseits Weiterverarbeitung oder bringen bei Spielende Punkte für bestimmte Geländearten oder Rohstoffmengen, so weit, so bekannt. Neu ist die Bestimmung der Aktionen der Spieler. Zumindest bei den Rosenbergschen Spielen, denn leicht abgewandelt ist er schon bei „Wie verhext“ von Alea aufgetaucht: Jeder Spieler wählt aus 15 Karten fünf aus für die laufende Runde, deren acht gespielt werden. Die dort abgebildeten Personen ermöglichen Rohstoffe, Geländeveränderungen oder Gebäudebau. Manche kosten etwas, andere nicht. Jede Karte bietet zwei Möglichkeiten. Wird nur von einem Spieler eine Personenkarte gespielt, kann derjenige beides nutzen, spielt mindestens ein anderer dieselbe Karte, können sich alle Beteiligten nur eine der beiden Möglichkeiten aussuchen. Dieser Aspekt macht einen guten Teil der Spannung des Spiels aus, stellt dann aber auch einen Glücksmoment dar, der so noch nicht in den Optimierungsspielen von Rosenberg auftauchte. Falls es ungünstig läuft, hat der eine oder andere Spieler kaum Doppelaktionen UND kann sich bei den anderen nicht einklinken… Auf der Habenseite steht die geringe Spieldauer, mit einer guten dreiviertel Stunde geht es flott, zu viert kann es allerdings auch schon 1,5  Stunden dauern.

Manfred zeigte Fabian, René und Andreas ein „Nations“, dem neuen Spiel des finnischen Verlages Lautapelit. In acht Runden geht es von der Antike bis in die Moderne und zeigt starke Ähnlichkeiten mit dem Spiel „Im Wandel der Zeiten“, was in der Regel auch nicht verschwiegen wird. Produktionseinheiten, Nahrung und Kampfpunkte hat „Nations“ ebenfalls, neu sind Geld und Stabilitätspunkte. Produktionsstätten, deren Effizienz durch neue Gebäude steigt, Militäreinheiten und Weltwunder gilt es zu errichten. Es gibt tatsächlich auch vom Spielgefühl viele Gemeinsamkeiten, aber es ist abgespeckt, spielt sich auch viel flotter und dauert „nur“ ca. drei Stunden.

Im Küchenkabinett spielten Lucas und Christian mit mir ein „Bruxelles 1893“, der Neuheit von „Pearl Games“. Der Beginn des Jugendstils in der Architektur ist der thematische Hintergrund dieses Optimierungsspieles. Figuren einsetzen, um Rohstoffe zu sammeln, Gebäude zu bauen, Persöhnlichkeiten anzuwerben und Mehrheiten zu bilden. Das Spiel ist rund, funktioniert, ist vielschichtig und bedarf eines gewissen Gehirnschmalzes, da ist nichts zu meckern, nur leider gibt und gab es von dieser Art Spiele schon sehr viele…

So brachen wir es nach der Hälfte ab, da Patrick und Ralf mit ihrem Spiel fertig waren und setzten uns zusammen an das neue Themenset von „Times up!“, die Filmedition, des jetzt in „Sag´s mir“ umbenannten Spieles. Bei meinem diesjährigen Besuch in Strasbourg schaute ich wehmütig in einem ansäßigen Spieleladen auf die sieben oder acht Themensets der französischen Ausgabe von „Times up!“, die leider für unsere Breiten kaum Sinn machen, da sie sehr speziell auf französische Verhältnisse zugeschnitten sind. Die Filmedition hat es in sich, natürlich sind auch Serien dabei, da rauchten die Köpfe, Filme zu umschreiben, die einem selbst oder dem Partner nicht bekannt sind. Obendrein tauchten sehr häufig die gleichen Karten bei den gleichen Erklärenden auf, die sich dann die Haare rauften… In jedem Fall wurde wieder viel und ausgiebig gelacht!

Tags: , , , | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »