Spielabend, 27.04.

3. Mai 2010

Die aktuellen Frühjahrsneuheiten zeichnen sich fast durch die Bank weg durch Kurzweil aus. So ist häufig an einem Abend ein üppiges Programm möglich. Zumindest am Tisch der Neuheiten. Dort kam zuerst ein “Samarkand” von Queen Games dran, dann noch eine zweite Partie, allerdings nur noch zu dritt, da sich René zu meiner Runde abseilte. Danach spielten Andreas, Manfred und Ralf noch ein “Revolution” von Pegasus und zu guter letzt “Die Speicherstadt” von eggertspiele.

Carl, Lucas, Matthias und ich hatten anfangs ein “Revolution” auf dem Tisch. Im Spiel zu viert kam es nicht selten vor, dass ein Spieler in einer Runde völlig leer ausging. Doppelter Frust war dann angesagt, da nicht nur nichts erreicht wurde, sondern die folgende Runde nur mit den niedrigsten Bietsteinen gespielt werden kann. Im Endeffekt glich es sich aber wieder aus. An “seinen” Gebäuden hielt allerdings jeder verbissen fest, so das ein später Einstieg sich kaum mehr lohnte. Der eigene Einfluss ist nicht sehr hoch, dafür aber der Unterhaltungswert!

In der  Folgepartie kam ein schon länger nicht mehr gespielter Titel auf den Tisch: “Galaxy Trucker” von CGE. Dieses Spiel ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten baut sich jeder Spieler sein Raumschiff zusammen. Dafür liegt vor jedem Spieler ein Tableau, auf welchem sich ein Raumschiff aus Kärtchen in ein vorgegebenes Raster legen lässt. Die Kärtchen liegen als bunter Haufen in der Tischmitte, auf die alle Spieler gleichzeitig zugreifen. Beim Bau ist natürlich auf eine Menge zu achten. Ich benötige etliche Mannschaftskabinen, da auf der späteren Reise unter Umständen Leute zum durchsuchen verlassener Raumstationen benötigt werden, oder an Sklavenhändler abgetreten werden müssen… Gegen selbige kann ich mich mittels Laserkanonen zu schützen versuchen, die auch in einem Asteroidenfeld SEHR nützlich sind. Antriebsmotoren sind ebenfalls wichtig, der schnellste Spieler erhält am Reiseende einen Bonus und wird sehr wahrscheinlich das Rudel der gemeinsamen Raumflotte anführen. Dann darf er als erster auf Planeten handeln oder die schon erwähnten Stationen durchsuchen. Aber die Piraten und Sklavenhändler schauen auch als erstes vorbei…, mhhmm, will ich das jetzt…? Ist das Raumschiff in der Reihenfolge vor mir stark genug, die Piraten abzuwehren, dann muss ich mich nicht mehr mit ihnen rumschlagen. Es gibt noch Schutzschilde für kleinere Angriffe, Kammern für die Energieversorgung, Lagerräume für die Waren, Allien-Spezialisten und reine Gestängekärtchen für eine feste Struktur. Das weitaus größte Problem ist die passende Form der Einzelteile. Diese haben mindestens einen Anschluß und im Idealfall deren vier. Den Bauplatz optimal auszunutzen, gelingt fast nie. Und oft sind die zusammengeschraubten Teile alle an einem “Ast”, wenn dieser wegbricht… Sagte ich schon, dass alle unter Zeitdruck ihr Raumschiff im wahrsten Sinne zusammenpuzzlen? Wenn diese, zugegeben etwas stressige Phase vorbei ist, beginnt der eigentliche Flug unserer Flotte. Dafür werden von einem Stapel Karten aufgedeckt und die schon erwähnten sehr häufigen Ärgernisse und wenigen glücklichen Momente lassen sich dann ohnehin nicht mehr steuern. Wo ich eben noch eine der seltenen Waren ergattern konnte, reisst mir gleich danach ein gewaltiger Meteroit meinen Lagerraum ab. Das macht natürlich auch einen großen Teil der Spannung aus, nicht zu wissen, was kommt als nächstes. Da kann ich bis an die Zähne bewaffnet sein und es taucht kein einziger Schmuggler auf, in der nächsten Runde werde ich in Klump geschossen und mein Wrack kostet mich in der Zwischenwertung einen Haufen Punkte… Drei Runden geht das Spiel, also dreimal baut jeder ein immer größeres Raumschiff, als in der Runde davor und drei Flüge sind zu absolvieren.  Das Spielmaterial ist sehr liebevoll gestaltet, die Regel lässt beim lesen kein Auge trocken und das Spiel selbst ist ein Mordsgaudi. Mit viel Schadenfreude und viel Zähneklappern warten alle auf die nächste Karte; der Spass war groß und das Spiel ist eine Empfehlung wert!

Galaxy Trucker zu fünft ist nur mit der großen Erweiterung möglich, die mit noch einen Haufen an weiteren speziellen Raumschiffteilen aufwartet. Die zusätzlichen Baupläne nahmen wir gar nicht erst in Anspruch, auch die Bonusflugkarten und die sogenannten “Krassen Strecken” ließen wir außen vor. Solches Erweiterungsmaterial bietet sich immer dann an, wenn das Grundmaterial ausgiebig durchgespielt wurde.

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Spielabend, 30.03.

1. April 2010

“Planet Steam” von “LudoArt” lag auf dem großen Tisch, das Material benötigt viel Platz. Lucas, Manfred, Gerhard und Jörg versuchten sich an diesem üppigen Wirtschaftsspiel, dass im SF-Bereich angesiedelt ist. Planet Steam ist keine Neuheit, es erschien zu Essen 2008 und kam bei allen gut an. Komplex und zeitaufwendig ist es, danach wurde nix anderes mehr gespielt.

Andreas, Christian, René und Christine spielten eine Neuheit von Pegasus: “Revolution”. In leichter Anlehnung an das alte Stein-Schere-Papier setzt jeder hinter seinem Sichtschirm auf Personen, um damit wieder an neue Bietsteine zu kommen, Siegpunkte direkt zu sammeln oder eigene Spielfiguren in die Gebäude des Spielplans zu setzen, die bei Spielende gewertet werden. Was das Spiel mit einer Revolution zu tun hat, ist mir ein Rätsel… Zwölf Personen hat jeder Spieler zur Auswahl, auf die er verdeckt bieten kann. Die Bietsteine haben drei Wertigkeitsstufen und nicht auf jede Person kann jede Art geboten werden. Bei Gleichstand gehen alle leer aus.  Die Boni der Personen sind verschieden.  Die Gebäude bieten unterschiedlich viel Platz und geben demjenigen einen satten Schwung Extrapunkte, welcher am Ende, wenn alle Gebäude belegt sind, die Mehrheit an eigenen Figuren besitzt. Zum Spielende hin werden die Personen des Spions und der Apothekerin wichtig, da sie das Versetzen und Rauswerfen von Figuren der Mitspieler erlauben. Die einzelnen Elemente sind nicht wirklich neu, aber Bluffen und verdecktes Bieten haben ihren zeitlosen Reiz. Ein kurzweiliges Stänker-Spiel mit hohem Unterhaltungswert, welches allen gut gefiel.

“Small World” von “Days of Wonder” war der nächste Kandidat und auch ratz-fatz durchgespielt, da es sich ebenfalls durch Kurzweiligkeit auszeichnet.

Zu guter Letzt kam “San Juan” von “Alea” noch in die Runde, mit den neuen Karten aus der “Alea-Schatzkiste” gespickt, wurden eifrig neue Kombinationen probiert.

In selbiger Zeit schafften Vera, Carl, Ralf, Matthias und ich nur ein “A Brief History of the world” von “Ragnar Brothers”. Auch dieses Spiel ist keine Neuheit, hat aber seine Freunde und wusste uns zu begeistern. In dem Klassiker “Risiko” ähnlicher Manier werden per Würfelwurf Länder erobert und am Ende des Spielerzugs sofort Punkte vergeben. Leider lässt die Neuauflage noch auf sich warten…

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