Spielabend, 08.06.

28. Juni 2010

Ein ausgesprochenes Schwergewicht lag diesen Abend auf dem Tisch, “Rise of Empires” von Phalanx Games. Durch drei Epochen hindurch will jeder mit seinem Volk viele Siegpunkte sammeln. An vier Stellschrauben kann gedreht werden: Geld, Nahrung, Waren und Bevölkerung. Alles ist ganz fein abgestimmt miteinander verzahnt und als Neuling in einer Partie natürlich völlig unüberschaubar. Gerhard und Carl kannten es nicht, Lucas und ich spielten es vor einigen Wochen letztmalig. Die zu erwerbenden Kärtchen dienen der Mehrung der genannten Faktoren. Manche sind billig, andere bringen nicht viel, die teuren bedürfen bestimmte Kombinationen von Geld, Waren und Nahrung; die, die viel bringen haben ständige Nebenkosten. Wieder andere bauen auf den Erwerb anderer auf. Sehr durchdacht, was uns der Autor Martin Wallace präsentiert. Mit der Bevölkerung können punkteträchtige Gebiete erobert werden, Waren sind gegen Geld oder Punkte tauschbar, eine Mischung von allem gegen große Bauvorhaben, die natürlich auch wieder Punkte erbringen. Innovativ ist die Abwicklung der Spieleraktionen: Jede Epoche ist in zwei Phasen unterteilt, jeder hat abwechselnd sechs Aktionen pro Phase und legt dafür Marker auf den Spielplan. Die zweite Phase ist das Spiegelbild der ersten, jeder Spieler muss genau die gleichen Aktionen in gleicher Reihenfolge nochmals machen und das schafft reizvolle Entscheidungszwänge. Vier Stunden dauerte unsere Partie, das ist sicher lang, aber da wir ohnehin komplexe Aufbauspiele mögen, ist das für uns grundsätzlich kein Abwertungskriterium. Es ist theoretisch nachrechenbar, wer vorne liegt, aber mühsam, und so ließen wir es. Somit war es offen und sorgte für zusätzliche Spannung. Trotz hoher Einstiegshürden gefiel es allen!

Andreas, Manfred und Vera spielten anfangs “Taluva” von Hans im Glück, ein Legespiel aus dem Jahre 2006. Die Regeln sind sehr einfach, jeder legt ein Inselteil und dann einen Spielstein. Es gibt drei Sorten an Spielsteinen, deren Platzierungen an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Wer zwei der drei Sorten untergebracht hat, gewinnt. Sehr kurzweilig, eine Partie dauerte nicht länger als zwanzig Minuten. Das Spielmaterial ist wunderschön, die Häuschen liebevoll gestaltet, die Landschaftskärtchen aus dickem Karton und nach der Vulkanregel übereinander gestapelt entsteht eine Augenweide von einer Insel!

“Attila”, ebenfalls von Hans im Glück, wurde danach gespielt. Dieser Titel ist sogar noch älter, erschien im Jahr 2000. Thematischer Hintergrund ist die Völkerwanderung. Wer am Zug ist, spielt eine Karte und bringt anfangs nur am Rand, später nach und nach auch in angrenzende Regionen Europas, eine farblich passende Figur ins Spiel. Danach noch eine zweite oder Einfluss wird gesichert, der ist für die späteren Wertungen wichtig. Mit der fünften Figur in einer Region ist selbige proppevoll und es kommt zur Keilerei, die Figuren einer Farbe, von der die wenigsten vertreten sind, fliegt raus. Später darf dort niemand mehr rein. Nach einer bestimmten Anzahl von Konflikten kommt es zur Zwischenwertung. Eine nette Knödelei, Mehrheitenspiele gibt es mittlerweile allerdings zu Hauf, aus diesen ragt es nicht übermäßig raus, auch wenn ich es in meiner Sammlung nicht missen will.

Zu guter Letzt kam noch ein “Im Wandel der Zeiten - Würfelspiel” auf die Platte. Diese anspruchsvolle Kniffelvariante kann auch immer wieder begeistern!

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Spielabend, 16.03.

18. März 2010

Reger Andrang sorgte für drei volle Tische. Gerhard war neugierig auf “Claustrophobia” von “Asmodée” und shanghaite sich Lucas. Zwei Partien knödelten beide; ihre Begeisterung war verhalten… Dem kann ich mich persöhnlich nur anschließen, mir machte es bei einer Runde im Laden ebenfalls wenig Freude. Allerdings sind die Meinungen dazu bei uns im Laden durchaus geteilt, Christian ist ausgesprochen begeistert, Peter und Andreas mögen es wohl auch, Geromé findet es ok. Es ist schnell und einfach, das macht seinen besonderen Reiz aus. Eine Handvoll Helden wollen aus einem Verlies flüchten, je nach Szenario müssen unterschiedlich viele lebend rauskommen. Der Würfelwurf wird den Figuren zugeteilt, entsprechend verändern sich Bewegungsweite, Angriffs- und Verteidigungswert. Landen die Monster Treffer, müssen Würfelwerte geschlossen werden; sind alle sechs Reihen blockiert, beißt der Held ins Gras. Diverse Fähigkeiten und Sonderregeln runden das Spiel ab.

Im Küchenkabinett wurde ein breites Programm durchgepeitscht: Christian, René und Matthias spielten zuerst ein “Roll through the ages”, mittlerweile in deutscher Ausgabe als “Im Wandel der Zeiten - Das Würfelspiel” von Pegasus zu haben. Danach kam “Pony Express”, im deutschen Vertrieb von Heidelberger Spieleverlag, auf den Tisch und zuletzt schoben sie noch ein “Chicago Express” von Queen Games hinterher.

Bei mir am großen Tisch lag “Funkenschlag” auf der Platte, ich wollte auch endlich mal den neuen Brasilienplan probieren. Neben mir waren noch Vera, Ralf, Manfred und Andreas dabei. Die beiden letztgenannten kannten es schon und berichteten von ausgesprochener Brennstoffknappheit. Das der Markt völlig leer gekauft wurde, diese Situation hatten wir nicht, die Preise für Kohle und “Biogas” anstelle von Müll, schossen aber schon mächtig in die Höhe. Es war sehr spannend und wie gewohnt bei Funkenschlag wieder Knopf auf Spitz bis zum Schluss. Es ist und bleibt unser aller Liebling und kam in den letzten Jahren sicherlich am häufigsten auf den Tisch.

Danach kam noch ein Pony Express aus der Küche zu uns. Andreas, der es kannte, erklärte es rasch. Leichtgängig und sehr unterhaltsam wird der altbekannte Mäxchen-Mechanismus neu aufbereitet in stimmigem Wild-West Flair. Der aktive Spieler würfelt die Würfel mit Pokersymbolen und kann pro Goldstück beliebig viele davon neu werfen. Dann sagt er eine Kombination an und der nächste glaubt es oder nicht. Dafür gibt es Bewegungspunkte auf der Strasse durch die Stadt, falls alle ihm glauben oder nach Anzweiflung seine Vorhersage sich als richtig entpuppte. Auf den Feldern sind noch Aktionen vorgegeben, benutze den Zug für weitere Felder, ziehe Karten usw. Lande ich bei einem anderen Spieler, dann gibt es natürlich ein Duell! Mit einem der Würfel muss ich über das Spielbrett hinweg geschnibst den anderen umschubsen. Gelingt es nicht, schiesst, schubst der andere zurück. Nach drei Fehlschüssen ist aber auch Schluss, die laute Ballerei sorgt für Unmut und ein schlechter Ruf ist allemal schlimmer als angeschossen zu sein, deswegen wird dann das Duell abgebrochen. Es leben am Rande der Stadt auch noch friedliebend Indianer, die die Spieler in Ruhe lassen. Einzig, wer bestimmte Felder betritt, pöbelt mit ihnen rum und fängt Streit an, indem er auch Würfel nach ihnen schnibst. Stelle ich mich dabei ungeschickt an, treiben sie mich durch die Stadt einige Felder rückwärts. Wer am Ziel ankommt, muss sich mit dem zweiten im großen Finalduell messen, es sei denn, der erste ist mit mehreren Runden Vorsprung im Ziel, dann steht der Sieger gleich fest. Ein Spiel der Kategorie “Bier und Brezel”, leicht, witzig, nimm dies du Schuft! Es gefiel allen, wir spielten zwei Runden jeweils zu viert und hatten unseren Spass!

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Spielabend, 07.07.

9. Juli 2009

Während sich Christine, Manfred und Lucas über “Dominion - Die Intrige” und “Roll through the ages” hermachten, peitschten Andreas, Matthias, Gerhard und ich  am anderen Tisch ein umfangreiches Programm durch. Anfangs lag mit dem schon vor anderthalb Jahren erschienenen  “Strozzi” von Rio Grande im Vertrieb bei Abacus der abschließende dritte Teil der “Medici” Reihe von R. Knizia vor.  Ein einfaches und schnelles Mehrheitenspiel. Der aktive Spieler deckt eine Karte auf, das abgebildete Schiff hat mehrere Informationen verzeichnet: die Zahl auf dem Segel gibt die Geschwindigkeit wieder, die schnellsten drei  Schiffe eines Hafens erhalten einen Bonus. Dann sind Waren abgebildet, in verschiedener Anzahl, zu guter Letzt kann eine weitere Kartenart abgebildet sein, die einen Zugriff auf eines der am Rande liegenden sogenannten “Mäzenkärtchen” erlaubt. Jeder Spieler kann auf drei Schiffe im Laufe einer Runde zugreifen. Diese werden dann Häfen zugeordnet, in dennen deren Waren handelbar sind. Entsprechend rückt des Spielers Marker in diesem Hafen um die auf dem Schiff angegebene Anzahl der Waren dieses Hafens hoch. Haben alle Spieler ihre Schiffe, wird in der Zwischenwertung für die ersten drei Spieler jedes der vier Häfen ein Punktebonus in abgestufter Folge ausgeschüttet. Nach drei Spielrunden ist Schluss, die gesammelten Mäzenkärtchen werden nun noch zusätzlich gewertet. Das Spiel ist erschütternd spannungsarm und zum Glück schnell vorbei. Es ist das schwächste der Reihe;  mit “Medici”, 1995 erstmalig bei “Amigo” erschienen legte R. Knizia ein kurzweiliges Versteigerungsspiel vor,  welches viele Fans fand.2006 kam “Medici versus Strozzi” auf den Markt, ein sehr gelungenes Pokerspiel für zwei Spieler. Alle drei Spiele sind noch erhältlich, mittlerweile bei Rio Grande im Programm.

“Roll through the ages”, im Vertrieb bei Pegasus, kam danach an die Reihe. Anspruchsvolles Kniffeln im historischen Aufbauspielgewand. Nach bekannter Manier hat jeder sein Blatt, drei Versuche und anfangs drei Würfel. Das Symbol “Arbeiter” erlaubt neue Städte zu bauen, die den Würfelpool erhöhen oder Monumente, die bei Fertigstellung Siegpunkte bringen. Die Städte müssen ernährt werden, dafür ist das Symbol “Hirse” zu erwürfeln. Das Warensystem in diesem Spiel halte ich für ausgesprochen pfiffig: Pro gewürfeltem “Güter” Symbol gewinne ich auf einem kleinem hübschen Steckbrettchen pro Kategorie eines dazu, also erst bei fünf Güter in einem Wurf darf ich in der wertvollsten Spalte den Stecker ein Feld weiter führen, in den vier geringwertigeren natürlich auch. Durch Akkumulation dieser Güter schaffe ich Werte, die mit dem letzten Symbol “Münze”, Wert sieben, aufaddiert den Erwerb von Entwicklungen ermöglichen. Hier liegt der Hase im Pfeffer: eine Vielzahl von Fortschritten  zu unterschiedlichen Preisen mit unterschiedlich starken Wirkungen geben jeder Partie einen anderen Gang: z.B. Landwirtschaft erhöht den Hirseertrag um 25%, Karavanen lassen mich mehr Güter ansammeln, Architektur erbringt Bonuspunkte für Monumente usw. Einige Fortschritte puffern die Wirkungen der Katastrophen. Welche Katastrophen…? Nun, es gibt auch ein Symbol “Totenschädel”, einer im ganzen Wurf stellt nicht mehr als eine landesweite Erkältung ohne weitere Wirkung dar, bei zwei gibt es eine Dürre, bei drei eine Pest, die aber die anderen Spieler trifft usw. Katastrophen sowie nicht ernährte Städte führen zu Minuspunkten. Hat ein Spieler fünf Fortschritte erworben oder alle Spieler haben alle Monumente gebaut, dann ist Schluß. Ein spannendes Spiel, das alle zu begeistern weiss, ein kleiner Geheimtipp, kaum bekannt, noch schwieriger zu erhalten, momentan auch nicht mal lieferbar. Komplett in englisch, aber leicht zugänglich. Wir probierten das erste Update, “the late bronze Age” mit weiteren Fortschritten, im Netz runterzuladen. Pegasus plant für den Herbst eine deutsche Version.

Hiernach lag “You Robot” im Vertrieb bei Asmodeé auf der Platte. Zweier Teams werden gebildet, wechselseitig ist jeder mal Operator oder Roboter. Alle Operator einigen sich auf eine der zwei möglichen Aufgaben, auf Karten sind Abbildungen, die der eigene Roboter möglichst schnell einnehmen soll. Die Kröte ist, dass der Operator nix sagen darf ausser “Stop” und einzig auf Positionskarten zeigen darf, die Körperteile zeigen oder Richtungen, die eingeschlagen werden sollen. Nach drei Runden brachen wir ab. Es war bis dahin zuwenig Wein ausgeschenkt für solche Spiele und/oder wir fühlen uns zu alt für solche Spiele…

Es gibt eine “Schatzkiste” von Alea mit Erweiterungen für sechs Spiele der letzten zehn Jahre. Zu dritt probierten wir die Erweiterung für “San Juan”, einem anspruchsvollem Kartenspiel, dass uns immer noch zu gefallen weiss. Alle bauen Gebäude in der Stadt San Juan, historisches Mäntelchen um das 16./17. Jahrhundert herum. Auf den Karten sind Produktionsgebäude (Silberschmelze, Zuckermühle, Kaffeerösterei usw.) oder Stadtgebäude in Hülle und Fülle zu unterschiedlichen Baukosten. Baukosten heißt, z.B. auf dem Zollamt, einer der neuen Karten, steht oben in der Ecke der Wert vier. Ich muss vier andere Handkarten abwerfen, um das Zollamt zu bauen. Aber welche? Ist der Hafen nicht interessanter und ich werfe lieber das Zollamt ab…? Mit solchen Entscheidungen schlagen sich die Spieler herum. Am Rundenende zieht nicht jeder einfach Karten nach, sondern muss mit dem Bau und der Nutzung von Gebäuden einen Kreislauf erzeugen, der wieder Karten abwirft. Wer das zwölfte Gebäude baut, beendet das Spiel. Immer noch spannend, die neuen Gebäude kamen nicht sofort alle zum tragen, mir gefiel mein Hafen gut, von verkauften Waren durfte ich eine Karte unter den Hafen legen, die dort gesammelten Karten waren am Spielende noch Punkte wert. Die zweite Erweiterung “Die Ereignisse” packten wir auch gleich mit dazu, tauchen diese auf, wandern sie zu den Rollenkarten und können alternativ einmalig benutzt werden.

Zu später Stunde rückte der andere Tisch endlich “Dominion - Die Intrige” raus und wir konnten den ersten großen Ausbausatz des frisch gekürten “Spiel des Jahres” testen. In meinen Augen ist der Preis insofern gerechtfertigt, als das es eine echte Innovation darstellt, was dieses Spielsystem bietet. Die Familientauglichkeit ganz allgemein halte ich für fraglich, wer nicht ohnehin gern und oft spielt, wird sich einer hohen Einstiegshürde gegenüber sehen, muss sich konzentrieren und Geduld mitbringen, wird dann aber mit einem spannenden Spielgenuss belohnt. Zu genauem Ablauf an anderer Stelle mehr.

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Spielabend, 26.05.

28. Mai 2009

Letzte Woche fiel der Abend krankheitsbedingt aus. Auch diesmal kam wieder “Sherwood Forest” auf den Tisch, wir waren zu fünft und hatten ebenfalls einen Mordsspass! Allerdings kamen verschärfend die Fortgeschrittenenregeln dazu. Das sind zum einen drei Ausrüstungskarten, die keine Kampfkarten darstellen und zum anderen taucht jetzt der Sheriff von Nottingham zwischen den Reisenden auf. Das ist insofern sehr unangenehm, als dass es nicht mehr möglich ist, bei zu geringer Bandengröße der Kutsche zuzuwinken und sie ziehen zulassen, ohne Beute, aber auch ohne eigene Verluste. Scherereien mit den Schergen des Sheriffs bedeutet immer bei eigener Unterzahl Verlust von Siegpunkten und Leuten. Das kann mächtig zurückwerfen, wie es René geschah, dem zweimal in einer Runde vom Sheriff zwei Siegpunkte und zwei Leute abgeknöpft wurden. Von diesem Tiefschlag erholte er sich nicht mehr, auch wenn die anderen ihn öfter einluden, den Abstand holte er nicht mehr auf… Fazit: Der Glücksanteil ist nicht gering in diesem Spiel, aber der Unterhaltungswert ist groß!

Danach fand “Chicago Express” von Queen Games zum wiederholten Mal seinen Weg auf den Tisch, es ist die Neuheit von Essen, welche im Herbst letzten Jahres am häufigsten immer wieder rausgeholt wurde. Nur Marcus kannte es nicht. Ein relativ einfaches Eisenbahnspiel, im Vergleich zu den Brocken der 18xx Reihe, aber doch etwas vielschichtiger als ein “Zug um Zug” von Days of Wonder oder ein “Trans America” von Winning Moves. Das Spiel besitzt eine Aktien-Ebene mit eigener Kasse der Gesellschaften, von denen es fünf im Spiel gibt. Auf einer Karte mit dem Nordosten der USA, bis nach Chicago, im Hexfeldraster, bauen die Spieler Strecken. Angeschlossene Städte und schicke große neue Bahnhöfe erhöhen den Aktienwert der Gesellschaft, folglich tue ich dies nur mit Gesellschaften, von denen ich auch Papiere halte. Der eigentliche Zug jedes Spielers ist sehr überschaubar: Entweder versteigert er eine beliebige Aktie, sofern noch im Pool der anvisierten Gesellschaft welche vorhanden sind, baut eine Gesellschaft aus, maximal drei Streckenabschnitte, die Unkosten dafür trägt die Gesellschaft oder baut einen Bahnhof. Wenn von diesen drei Möglichkeiten zwei in einer bestimmten Häufigkeit als Aktion der Spieler gewählt wurden, ist eine Runde zu Ende und es folgt eine Zwischenausschütung von Geld je nach Wert der Papiere. Sind von drei Gesellschaften alle Aktien versteigert oder alle Züge verbaut, ist das Spiel zu Ende und nur der gesammelte Geldwert zählt, die Aktien haben keinen Wert. Zu den Gemeinheiten des Spiels zählt die Tatsache, dass der sich sicherlich  stätig steigende Wert einer Gesellschaft bei den Ausschütungen durch die Anzahl der kursierenden Papiere geteilt wird. Jedes weitere Papier, welches von meiner Lieblingslinie versteigert wird, verkleinert mein Kuchenstück, ich werde mich natürlich mit Versteigerungsinitiierung missliebiger Gesellschaften rächen, könnte aber auch auf die Wertsteigerung “meiner” Linie hinarbeiten, wenn es da nicht die Parasiten von Mitspielern gäbe, die von “meiner” Linie auch Anteile hätten, das ist die Krux, es gibt nicht real meine Gesellschaft, nur gefühlt, die anderen verdienen kräftig mit. Sich alle Aktien einer Gesellschaft zu sichern ist kaum machbar, soviel Geld hat der einzelne auch nicht; sinnvoll ist es auch nicht unbedingt, wenn noch ein anderer mit ausbaut, ist das  zu begrüßen. Das Spiel kann sehr schnell gehen, grad wenn man ahnt, das der Hase nicht mehr für einen selber und die Zeit davon läuft. So auch gestern, eine halbe Stunde wurde das Spiel erklärt und eine halbe Stunde gespielt. Etwas schade, fanden die meisten, das Spiel trägt und erträgt auch mehr, spannend bleibt es und seine festen Fans in der Dienstagsrunde hat es.

Am Nebentisch spielten Andreas, Helene und Manfred “Tintenblut” von Kosmos mit mäßiger Begeisterung und danach noch ein “Roll through the ages”, anspruchsvolles Kniffeln im historischen Gewand mit deutlich mehr Freude.

Zu guter Letzt kam in einer sechser Runde noch das alt beliebte “Cash and Guns” auf den Tisch, dazu an anderer Stelle mehr.

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