Spielabend, 23.08.
Gerhard, Lucas und Johannes spielten ein “Thunderstone”; genauer gesagt den Drachenturm, die dritte Erweiterung, die eigenständig spielbar ist. Zugegeben, sie ist etwas schwerer als das Grundspiel und bietet mit Schätzen, Wächtern und Fallen noch einiges mehr an Variationen, was für ihre erste Partie allerdings zuviel gewesen wäre. Auch so wurde schon rumgenörgelt, Gerhard gefiel das Spiel nicht, Lucas das Inlay nicht, sie kriddelten an meinem neuen Lieblingsspiel rum, das geht ja gar nicht! Na, was der Agrikulturangestellte nicht kennt…, alte südchinesische Volksweisheit, wunderbar zu beobachten an ihren Folgespielen: San Juan” und “Chicago Express”, die alten Lieblinge lösten Freude aus…
Andreas, Nikolaj, Manfred und ich spielten ein “Olympos”. Leider vergaß ich bei Spielbeginn vier Gebiete abzudecken, das ist nicht spielentscheidend, hätte aber dafür gesorgt, dass die südlichen Gebiete höchstwahrscheinlich mehr besiedelt worden wären. Gezielte Konzentration auf sich ergänzende Fortschritte und passende Gebiete machen viel aus und so gewann Andreas mit zwei Weltwundern, die ordentlich Punkte in seine Kasse spülten. Er nahm unbewusst Manfred an entscheidender Stelle ein Gebiet weg, sonst hätte dieser ein zweites gebaut und wahrscheinlich damit den Sack zugemacht. Ein gutes Spiel war der Tenor.
Nikolaj machte sich vom Acker und so spielten wir drei verbliebenen das Thunderstone. Eine Weile Sortierarbeit war von Nöten, da muss ich dem überforderten Lucas recht geben (natürlich nur Zähne knirschend…). Was wir uns dann zufällig zusammen suchten, war der Hammer! Die Viecher waren oberböse, schlechtgelaunt und gefühlt alle mit den heftigsten globalen Effekten ausgestattet. (Fast) immer, wenn Andreas eins am Wickel hatte, mussten Manfred und ich einen Helden opfern und natürlich deckten wir (fast) immer unsere gehätschelten, mühsam aufgewerteten Lieblinge auf. Zeitweise war es im Dungeon taghell, da die Glutmonster alles global erleuchteten, nur hatten sie dann auch zehn Lebenspunkte, was schon heftig ist. Ich kam so gar nicht in den Tritt, bei Manfred lief es einigermaßen und Andreas konzentrierte sich früh auf einen Heldentypen, welcher kräftig zusätzliche Angriffpunkte brachte, je mehr von ihm auftauchten. So konnte er sich der fetten Monster annehmen. Ein Klasse Spiel, schon anspruchsvoller als Dominion, dauert auch etwas länger, für eine Partie muss schon eine Stunde einkalkuliert werden.
Im Küchenkabinett spielten Deniz, Ralf und René ein “Liberté”, dieser alte Wallace wurde wieder neu aufgelegt. So richtig in Fluss kam das Spiel aber nicht, die Regeln saßen auch nicht so fest. Wahrscheinlich wurde eine Kleinigkeit übersehen, da es sich zum Endlosspiel entwickelt hätte, und kurzerhand dann abgebrochen. Ein “Ruhm für Rom” folgte, aber auch das wurde abgebrochen, da es zur fortgeschrittenen Stunde dann noch zu lange gedauert hätte.