Spielabend, 26.07.
Früher war der Sommer saure Gurken Zeit was Neuerscheinungen anging, mittlerweile stauen selbige sich auch in dieser Zeit an. Jüngstes Beispiel für mich zumindest: “Strasbourg”, Christian brachte es vor drei Monaten erstmalig mit und ich bin erst jetzt zum ausprobieren gekommen. Selbst das “Smallworld – Underground” haben wir schon acht Wochen im Laden und erst diesmal auf meinen Tisch hechel, hechel…
Carl und Gerhard waren mit von der Partie. “Strasbourg” ist klar strukturiert, jeder zieht eine beliebige Anzahl Karten, diese müssen aber für fünf Durchgänge gut eingeteilt werden, und bildet mit ihnen verdeckte Stapel in beliebiger Menge. Damit werden Posten in den Zünften ergattert, wer dran ist bietet oder passt. Die beiden erstplatzierten einer Runde bekommen Waren, später verkauft geben sie das nötige Geld, um sich in der Stadt Gebäude zu kaufen, die bei Spielende für den größten Teil der Siegpukte sorgen. Soweit das wesentliche. Der erste erhält eine Ware der Zunft, kann sich in deren Gebiet einkaufen und bis zur nächsten Versteigerung dieser Zunft das Wappen mit einer eigenen Figur belegen für Extrapunkte. Der zweite erhält eine Ware oder kauft sich ein. Zusätzlich arbeite ich auf die Erfüllung meiner Aufgabenkarten hin und muss dafür im Laufe des Spiels Bedingungen wie das meiste Geld, bestimmte Positionen meiner Figuren in der Stadt usw. erreichen. Strasbourg ist sehr kurzweilig, Carl meinte, er wäre grad erst reingekommen und schon ist es wieder zu Ende. Nach einer Stunde waren wir durch. Der Versteigerungsmechanismus ist sehr pfiffig und die Zockerei um die Frage, wieviel setzte ich wofür ein, die macht das Spiel spannend!
Anschließend spielten wir das schon erwähnte “Smallworld – Underground”. Bei den Völkern und Eigentschaften sind durchaus neue Ideen zu finden, meine anfängliche Befürchtung alten Wein in neuen Schläuchen zu entdecken, bewahrheitete sich nicht. Die Schere kann kräftig auseinander gehen, 17 Punkte in einer Runde waren keine Seltenheit. Die besonderen Orte als Jokerfähigkeit sind eine hübsche Idee. Sich völlig neu in alle Fähigkeiten einzulesen ist allerdings auch etwas zeitintensiver, als mir Smallworld noch in Erinnerung war, so saßen wir dann doch über eine Stunde an der Partie. Nachwievor ein Klasse-Spiel, durchaus als Erweiterung spielbar oder völlig eigenständig.
Andreas, Christian und Manfred spielten anfangs nochmal ein “K2″. Manfred kannte es noch nicht, musste aber mit auf die winterliche und härtere Seite, da gab es keine Schonung… Im ganzen war es wohl enttäuschend, das Spiel zu dritt bot nicht den Reiz der letztwöchentlichen Viererpartie, die Räume waren nicht knapp, in welchen die Bergsteiger sich bewegen.
Danach zauberte Christian ein “Suzerain” von TimJim Games aus dem Jahre 1991 aus dem Hut. Ein Kartenspiel, welches thematisch im Mittelalter angesiedelt ist. Jeder muss auf seinem Display eine Ständepyramide aufbauen und hat eine Vielzahl an Aktions-, Stänker-, Klau- und Antistänker- und Antiklaukarten auf der Hand. Zusammenfassend gesagt ist es wohl recht unübersichtlich und nicht ganz eingängig von den Regeln her.
Zu guter Letzt spielten die drei noch ein “San Juan” von Alea mit den Ausbaukarten der Schatzkiste. Die Ereignisskarten sind wohl nicht der Brüller, die neuen Gebäude bringen eher neue Aspekte und machen die Produktionsschiene spannender. Insgesamt immer noch ein Superspiel!





