25. November 2010
Endlich ist es eingetroffen: das mit viel Vorschusslorbeeren versehene “Vinhos” von “What´s your game?” . Andreas, Christian, Gerhard und ich probierten es sogleich aus. Nach der Regellektüre von 16 Seiten am Vorabend dachte ich, da ist das Vorgängerspiel des Verlages, “Vasco da Gama”, im Vergleich ein Domino von der Regelkomplexität her… Zum Glück sind viele Regeln sehr eingängig, aber ein Schwergewicht ist es schon und boxt in der Klasse von Caylus, Agricola, Puerto Rico und Le Havre. Sechs Runden geht ein Spiel, zweimal ist jeder pro Runde am Zug. Neun Aktionen stehen zur Auswahl. In einer der acht Regionen Portugals kann ein Weinberg gekauft werden. Am Rundenende wird je nach Wetterlage, dafür wird eine Karte aufgedeckt,der produzierte Wein einen bestimmten Grundwert aufweisen. Habe ich einen Weinkeller eingerichtet, steigt mit der Reife die Wertigkeit des Weines. Der Erwerb eines Weingutes und die Einstellung eines Önologen tun dies ebenfalls. Ständige Geldknappheit zwingt zum backen kleiner Brötchen. Der Wein kann verkauft oder in Siegpunkte umgewandelt werden. Zusätzlich wird es dreimal im Spiel eine Ausstellung geben, für welche alle einen guten Tropfen präsentieren müssen. Für dessen Einschätzung sind vier Parameter wichtig: Alkoholgehalt, Geruch, Geschmack und Aussehen. Auf alle Feinheiten gehe ich jetzt nicht ein. Der Kopf raucht kräftig und an dieser Stelle bewegt sich solch ein Spiel auf dem schmalen Grad der Spielbarkeit. Für ein flüssiges Spiel ist es grenzwertig, was den Zeitbedarf des Einzelnen angeht, wir fanden es noch akzeptabel, mit starken Grüblern möchte ich es nicht spielen. Enorm vielschichtig, sehr spannend und eine fein aufeinander abgestimmte Struktur konnten uns überzeugen! Einzig die möglichen Zwischenaktionen von ihrer Reihenfolge her, lassen den Überblick etwas erschweren. 200 Minuten mit Regelerklärung saßen wir an dieser Partie.
Ralf, Florian und Manfred knödelten zuerst begeistert ein “Navegador”, welches hoffentlich vor Weihnachten nochmal ausgeliefert wird, und danach “Dominion”.
René, Matthias und Lucas spielten anfangs ein “Das 20. Jahrhundert” von CGE. Ein schönes, kurzweiliges Versteigerungsspiel, an anderer Stelle mehr davon. Anschließend kam das alte geliebte “Carson City” wieder auf den Tisch.
Tags: Carson City,, Das 20. Jahrhundert, Dominion,, Navegador,, Vasco da Gama,, Vinhos, | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »
13. März 2010
Während sich Lucas, Gerhard und Manfred mit “Macao” von Alea vergnügten, kam auf meinen Tisch nochmals “Vasco da Gama” von What´s Your Game?. Zu viert spielten wir, Ralf und ich kannten es von unserer ersten Partie vom Herbst, für Andreas und René war es neu. Eine halbe Stunde Erklärungszeit ist schon von Nöten. Es ist komplex, ohne Frage. Mit der ersten Partie im Rücken fielen mir einige Planungen schon leichter, wo die Neulinge noch stärker im Dunkeln tappten. Es gefiel allen und war wieder spannend, bedarf allerdings schon eine gehörige Schlag Konzentration die gesamte Partie über. Einige Regelunklarheiten herrschten die ganze Zeit immer wieder, es waren zumeist aber Kleinigkeiten und Timingfragen. Den größten Regelschnitzer vom letzten Mal, permanente Siegpunktausschüttung der Hafenwertung, umgingen wir, aber ein anderer schlich sich ein, die Bezahlung der Kapitäne richtet sich nach der Anzahl der erworbenen Matrosen und nicht nach dem Preis derselben. Demnach werden Kapitäne wohl etwas teurer sein und die Charakterkarte des Händlers wieder etwas aufgewertet. Der Startspieler hat eine starke Stellung, zwei Siegpunkte pro Runde und die erste Wahl; wobei, der König mit seinem weiteren Aktionsstein auch sehr stark ist… Es gibt sicher immer und ständig Entscheidungsnotstände! Der Glücksanteil ist gering, der Planungsanteil hoch. Mit praller eigener Kasse ist das Risiko minimiert, bei den Aktionen leer auszugehen. Ich halte es für rundherum gelungen!
Tags: Macao, Vasco da Gama, | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »
14. Januar 2010
“Carson City” sollte es nochmals sein, diesmal mit allen Regeln, letzte Woche schlich sich wohl der eine und andere kleine Fehler in der Nachbarrunde ein. Zu viert ist die Runde auch besser besetzt, die Wartezeiten verringern sich spürbar. In meiner Partie im letzten Jahr war der Ranch- und Minenbau deutlich ausgeprägter, diesmal wurde die Stadt viel zügiger angegangen. Das gegenseitige Belauern macht schon einen deutlichen Spannungsmoment im Spiel, die Duellgefahr schwebt über allen Spielfeldern. Oft gab es eine Kettenreaktion, wenn es ein Duell um meinen Drugstore-Bauplan geben soll, dann aber vorher schon um die drei Sonder-Revolver usw. Diese Duelle sind sicher der Glücksfaktor im Spiel, und sie geben ihm einen schönen Reiz. Ein gelungenes Aufbauspiel mit ansprechendem Spannungsbogen bis zum Schluss, der Sieger hatte einen Punkt mehr, als der nächstplazierte.
Danach zockten wir noch rasch ein “Dominion – Die Intrige”. Kurzweilig, allen bekannt vom Mechanismus her, bastelte jeder an seinem Stapel mit Karten, die so noch nicht auf dem Tisch lagen. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass einem Dominion liegt oder eben nicht, fast unabhängig davon, was für Kartenkombinationen angeboten sind. Matthias gefiel es nicht so sehr, dass änderte sich aber auch nicht im Laufe der diversen Partien, die seit vorletzten Herbst gespielt wurden. Uns anderen konnte es wiederholt begeistern!
Der andere Tisch amüsierte sich mit “Vasco da Gama” zu dritt. Lucas und Manfred gefiel es gut, trotz der von Gerhard bemängelten Nähe zu vielen anderen Optimierungsspielen. Die Bestimmung der Aktionsreihenfolge kam sehr gut an, aber Übersicht ist hierbei von Nöten. Noch mehr in der Punktevergabe bei Schiffseinsetzung und der Bewegung der Schiffe. Dieses Problem hatten wir schon in der ersten Partie.
Tags: Carson City,, Dominion - Die Intrige,, Vasco da Gama, | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »
3. Dezember 2009
“Vasco da Gama” aus der italienischen Schmiede “What´s your game?” brachte uns Ralf aus Essen, mit etwas Glück kommt es noch vor Weihnachten in die Läden. Zu viert in voller Besetzung knödelten wir schon gute zwei Stunden. Menschen, die nach Alternativen zu “Agricola” suchen, kann ich es guten Gewissens ans Herz legen. Es ist komplex und rechenintensiv mit einem guten Schuss Zockerei versehen. Orginell ist das Verfahren der Aktionsbestimmung: Jeder nimmt abwechselnd vom Plan einen der zwanzig durchnummerierten Marker und setzt ihn auf den Aktionsfeldern ein. In Nummernfolge werden dann die Aktionen abgehandelt. Anfangs bestimmt eine zufällige Karte den Zahlenwert, ab welchem es kostenlos ist, hier greift das Zocken, da eine weitere Karte für Verschiebung sorgt am Zugende. Im Kern verfolgt jeder mit den Aktionen die Beschaffung und Ausrüstung von Schiffen, es bedarf Matrosen, einen Kapitän, das Schiff selbst und zum Schluß die Wahl der Reiseroute. Jeder muss die Reihenfolge des Erwerbs fein abstimmen, sonst gibt es Probleme… Die Berechung der möglichen Boni und zusätzlichen Siegpunkte, die die Schiffe kassieren ist unübersichtlich und nicht leicht zu verinnerlichen. Ein spannendes Spiel, die einzelnen Aspekte greifen gut ineinander. Nichtsdestotrotz ist es kein Spiel für die breite Masse, Vorlieben für vorausschauende Planspiele sollten vorhanden sein.
Das unterhaltsame “Mow” im Vertrieb bei “Asmodee” folgte als Absacker, in “6-nimmt” – Manier den anderen die missliebigen Kühe mit vielen Fliegen unterzujubeln ist hierbei das Ziel.
In der anderen Runde wurde ein üppiges Programm gefahren, zuerst “Top Race” von “Pegasus” zu sechst, danach teilte sich die Gruppe. “Egizia” von “Hans im Glück” wurde gespielt, große Begeisterung konnte es nicht auslösen. Da sorgte die “Seaside” Erweiterung für “Dominion”, auch von Hans im Glück, für mehr Freude in der anderen Hälfte.
Tags: Agricola,, Dominion - Seaside,, Dominion,, Mow,, Top Race, Vasco da Gama, | Kategorie Dienstagsrunde
kommentieren »