Spielabend, 09.03.

13. März 2010

Während sich Lucas, Gerhard und Manfred mit “Macao” von Alea vergnügten, kam auf meinen Tisch nochmals “Vasco da Gama” von What´s Your Game?. Zu viert spielten wir, Ralf und ich kannten es von unserer ersten Partie vom Herbst, für Andreas und René war es neu. Eine halbe Stunde Erklärungszeit ist schon von Nöten. Es ist komplex, ohne Frage. Mit der ersten Partie im Rücken fielen mir einige Planungen schon leichter, wo die Neulinge noch stärker im Dunkeln tappten. Es gefiel allen und war wieder spannend, bedarf allerdings schon eine gehörige Schlag Konzentration die gesamte Partie über. Einige Regelunklarheiten herrschten die ganze Zeit immer wieder, es waren zumeist aber Kleinigkeiten und Timingfragen. Den größten Regelschnitzer vom letzten Mal, permanente Siegpunktausschüttung der Hafenwertung, umgingen wir, aber ein anderer schlich sich ein, die Bezahlung der Kapitäne richtet sich nach der Anzahl der erworbenen Matrosen und nicht nach dem Preis derselben. Demnach werden Kapitäne wohl etwas teurer sein und die Charakterkarte des Händlers wieder etwas aufgewertet. Der Startspieler hat eine starke Stellung,  zwei Siegpunkte pro Runde und die erste Wahl; wobei, der König mit seinem weiteren Aktionsstein auch sehr stark ist… Es gibt sicher immer und ständig Entscheidungsnotstände! Der Glücksanteil ist gering, der Planungsanteil hoch. Mit praller eigener Kasse ist das Risiko minimiert, bei den Aktionen leer auszugehen. Ich halte es für rundherum gelungen!

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Spielabend, 12.01.

14. Januar 2010

“Carson City” sollte es nochmals sein, diesmal mit allen Regeln, letzte Woche schlich sich wohl der eine und andere kleine Fehler in der Nachbarrunde ein. Zu viert ist die Runde auch besser besetzt, die Wartezeiten verringern sich spürbar. In meiner Partie im letzten Jahr war der Ranch- und Minenbau deutlich ausgeprägter, diesmal wurde die Stadt viel zügiger angegangen. Das gegenseitige Belauern macht schon einen deutlichen Spannungsmoment im Spiel, die Duellgefahr schwebt über allen Spielfeldern. Oft gab es eine Kettenreaktion, wenn es ein Duell um meinen Drugstore-Bauplan geben soll, dann aber vorher schon um die drei Sonder-Revolver usw. Diese Duelle sind sicher der Glücksfaktor im Spiel, und sie geben ihm einen schönen Reiz. Ein gelungenes Aufbauspiel mit ansprechendem Spannungsbogen bis zum Schluss, der Sieger hatte einen Punkt mehr, als der nächstplazierte.

Danach zockten wir noch rasch ein “Dominion - Die Intrige”. Kurzweilig, allen bekannt vom Mechanismus her, bastelte jeder an seinem Stapel mit Karten, die so noch nicht auf dem Tisch lagen. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass einem Dominion liegt oder eben nicht, fast unabhängig davon, was für Kartenkombinationen angeboten sind. Matthias gefiel es nicht so sehr, dass änderte sich aber auch nicht im Laufe der diversen Partien, die seit vorletzten Herbst gespielt wurden. Uns anderen konnte es wiederholt begeistern!

Der andere Tisch amüsierte sich mit “Vasco da Gama” zu dritt. Lucas und Manfred gefiel es gut, trotz der von Gerhard bemängelten Nähe zu vielen anderen Optimierungsspielen. Die Bestimmung der Aktionsreihenfolge kam sehr gut an, aber Übersicht ist hierbei von Nöten. Noch mehr in der Punktevergabe bei Schiffseinsetzung und der Bewegung der Schiffe. Dieses Problem hatten wir schon in der ersten Partie.

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Spielabend, 24.11.

3. Dezember 2009

“Vasco da Gama” aus der italienischen Schmiede “What´s your game?” brachte uns Ralf aus Essen, mit etwas Glück kommt es noch vor Weihnachten in die Läden. Zu viert in voller Besetzung knödelten wir schon gute zwei Stunden. Menschen, die nach Alternativen zu “Agricola” suchen, kann ich es guten Gewissens ans Herz legen. Es ist komplex und rechenintensiv mit einem guten Schuss Zockerei versehen. Orginell ist das Verfahren der Aktionsbestimmung: Jeder nimmt abwechselnd vom Plan einen der zwanzig durchnummerierten Marker und setzt ihn auf den Aktionsfeldern ein. In Nummernfolge werden dann die Aktionen abgehandelt. Anfangs bestimmt eine zufällige Karte den Zahlenwert, ab welchem es kostenlos ist, hier greift das Zocken, da eine weitere Karte für Verschiebung sorgt am Zugende. Im Kern verfolgt jeder mit den Aktionen die Beschaffung und Ausrüstung von Schiffen, es bedarf Matrosen, einen Kapitän, das Schiff selbst und zum Schluß die Wahl der Reiseroute. Jeder muss die Reihenfolge des Erwerbs fein abstimmen, sonst gibt es Probleme… Die Berechung der möglichen Boni und zusätzlichen Siegpunkte, die die Schiffe kassieren ist unübersichtlich und nicht leicht zu verinnerlichen. Ein spannendes Spiel, die einzelnen Aspekte greifen gut ineinander. Nichtsdestotrotz ist es kein Spiel für die breite Masse, Vorlieben für vorausschauende Planspiele sollten vorhanden sein.

Das unterhaltsame “Mow” im Vertrieb bei “Asmodee” folgte als Absacker, in “6-nimmt” - Manier den anderen die missliebigen Kühe mit vielen Fliegen unterzujubeln ist hierbei das Ziel.

In der anderen Runde wurde ein üppiges Programm gefahren, zuerst “Top Race” von “Pegasus” zu sechst, danach teilte sich die Gruppe. “Egizia” von “Hans im Glück” wurde gespielt, große Begeisterung konnte es nicht auslösen. Da sorgte die “Seaside” Erweiterung für “Dominion”, auch von Hans im Glück, für mehr Freude in der anderen Hälfte.

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